Um Krankengeld müssen sich Arbeitnehmer kümmern

Um Krankengeld zu erhalten, muss der Arbeitnehmer aktiv werden. Die Arbeitsunfähigkeit muss rechtzeitig der Krankenkasse gemeldet werden, sonst besteht kein Anspruch auf Zahlung.
Auch wenn man im Bett liegt: Arbeitnehmer müssen dafür sorgen, dass der gelbe Schein bei der Krankenkasse ankommt. Foto: Andreas Gebert Auch wenn man im Bett liegt: Arbeitnehmer müssen dafür sorgen, dass der gelbe Schein bei der Krankenkasse ankommt.
Düsseldorf. 

Krankengeld bekommen Arbeitnehmer nur, wenn sie ihre Arbeitsunfähigkeit rechtzeitig der Krankenkasse melden. Das Risiko liegt dabei beim Versicherten und nicht bei der Krankenkasse, warnt der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

Geht der gelbe Schein auf dem Postweg also verloren, haben Arbeitnehmer das Nachsehen. Entscheidend sei im Streitfall immer, ob sie alles Zumutbare und in ihrer Macht Stehende getan haben, um das Attest rechtzeitig einzureichen.

Ausnahmen von dieser Regelung gibt es nur in seltenen Fällen - etwa wenn der Arzt von sich aus anbietet, die Krankschreibung direkt zur Krankenkasse zu schicken, das dann aber versäumt. Das ist laut Rechtsprechung eine Fehleinschätzung des Arztes und damit eher der Krankenkasse zuzurechnen. Denn Patienten trifft in solchen Ausnahmefällen keine Schuld.

Der Anspruch auf Krankengeld beginnt in der Regel mit dem ersten Tag der Krankschreibung. Voraussetzung ist aber, dass Berufstätige ihre Arbeitsunfähigkeit rechtzeitig bei der Krankenkasse melden - ansonsten ruht der Anspruch, bis sie das nachholen. In der Regel haben Arbeitnehmer in den ersten sechs Wochen der Arbeitsunfähigkeit allerdings zunächst Anspruch auf Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Karriere

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen