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Das Österreich vergangener Jahrzehnte in Videos entdecken

Wie sah Wien eigentlich vor einigen Jahrzehnten aus? Hat sich viel im Vergleich zu heute geändert? Antworten auf diese Fragen lassen sich auf einer Internetseite finden, die alte Videoaufnehmen wieder aufleben lässt.
Das Projekt Wienervideorekorder digitalisiert Videokassetten - und macht Aufnahmen daraus auf seiner Webseite für alle zugänglich. Foto: wienervideorekorder.at/dpa-tmn Das Projekt Wienervideorekorder digitalisiert Videokassetten - und macht Aufnahmen daraus auf seiner Webseite für alle zugänglich.
Berlin. 

Viele Menschen kennen solche Bilder aus dem eigenen Familienarchiv: wackelige, manchmal überbelichtete Filmaufnahmen von Reisen, Festen, Zooausflügen, aufgenommen mit einer analogen Videokamera auf VHS-Kassetten oder ähnlichen Systemen.

Für all jene könnte ein Besuch auf Wienervideorekorder.at auch ein wenig wie die Reise in die eigene Vergangenheit sein. Die Webseite zeigt österreichische VHS-Aufnahmen, vor allem aus den 1980er sowie 1990er Jahren, und häufig aus Wien. All zu viel Spannung und langsame Kameraschwenks sollte man von den Amateuraufnahmen natürlich nicht erwarten. Dafür aber bieten die Aufnahmen zum Teil intime, unverstellte Einblicke in alltägliche Momente, und sie liefern generell natürlich Eindrücke aus einer anderen Zeit mit ihren Frisuren, Moden und auch Fahrzeugen. Es gibt bereits fast 2000 Videos zum Stöbern, sortiert in Kategorien wie Sport oder Feste und Feiern. Außerdem bietet die Webseite eine Suchfunktion.

Ihre Videos überlassen Hobbyfilmer dem Projekt der Österreichischen Mediathek des Technischen Museums Wien freiwillig. Die Gegenleistung besteht gewissermaßen in der Digitalisierung ihrer Aufnahmen und damit ihrem Fortbestand. Denn wie auch Audiokassetten haben Videokassetten nur eine begrenzte Lebensdauer: Lösen sich die Bänder auf, sind die Erinnerungen unwiederbringlich verloren.

(dpa)
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