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Ratgeber: Fünf Tipps zum sicheren Umgang mit Kinderbildern im Netz

Stolze Eltern teilen wichtige Schritte und Erfolge ihrer Kinder gerne mit anderen. Geschieht das in sozialen Netzwerken, sollten aber einige Regeln beachtet werden. Sonst kann das süße Kinderbild später vielleicht einmal peinliche Folgen haben - oder schlimmer.
Soll das Kinderfoto wirklich ins Netz? Das Deutsche Kinderhilfswerk rät zu Fotos ohne erkennbare Gesichter und Orte. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn Soll das Kinderfoto wirklich ins Netz? Das Deutsche Kinderhilfswerk rät zu Fotos ohne erkennbare Gesichter und Orte.
Berlin. 

Kinderfotos im Netz sind süß, Eltern tragen dabei aber auch eine große Verantwortung. Denn einmal veröffentlicht, können sich Fotos leicht verbreiten, ohne dass Kinder und Eltern den Überblick haben.

Wer in sozialen Netzwerken und Apps einfach drauflos postet, nimmt Kindern die Chance, ihre digitale Identität selbst mitzugestalten. Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) rät zu diesen fünf Grundsätzen:

- Kinder einbeziehen: Sind die Kinder bereits dazu in der Lage, sollte man sie mitentscheiden lassen, so das DKHW. Dann können Eltern auch Gründe für und gegen das Veröffentlichen eines Bildes besprechen. So lernen Kinder von Anfang an einen verantwortungsvollen Umgang mit Fotos und persönlichen Daten.

- Details vermeiden: Der vollständige Name des Kindes sollte nie zusammen mit dem Foto veröffentlicht werden. Auch erkennbare Orte wie Kindergarten, Schule und Wohnhaus sollten nicht im Bild sein. Entsprechend sparsam sollten Eltern auch sein, wenn es um Kommentare oder Links auf Bildern im Netz geht. Sind andere Kinder mit auf dem Bild zu sehen, brauchen Fotografen vor der Veröffentlichung die Einwilligung deren Eltern.

- Gesichter besser nicht zeigen: Nahezu jede Situation lässt sich abbilden, ohne das Gesicht des Kindes zu zeigen. Etwa indem man von oben oder von hinten fotografiert. Auch ein geschickt über das Gesicht platziertes Emoji kann die Rechte des Kindes wahren. Das gilt vor allem dann, wenn Kinder noch nicht alt genug sind, um selbst zu entscheiden, ob ihr Bild veröffentlicht werden soll, rät das DKHW.

- Peinliche Situationen vermeiden: Kinder sollten auf Fotos bekleidet und nicht in peinlichen oder entwürdigenden Situationen zu sehen sein. Ganz gleich, wie witzig eine Situation im Augenblick erscheinen mag - Bilder mit Brei-verschmiertem Gesicht oder auf dem Töpfchen könnten sie später unangenehm einholen. Auch der Bildhintergrund sollte frei von möglicherweise unangenehmen Dingen sein.

- Sicherheitseinstellungen: Bei jedem Post sollten sich Eltern vergewissern, wie die Sichtbarkeitseinstellungen sind. Können alle das Bild sehen oder nur die Freunde? Das DKHW rät zu möglichst engen Empfängerkreisen. Grundsätzliche Einstellungen in Sachen Privatsphäre von Facebook und Co. sollten Eltern regelmäßig überprüfen, da sie gelegentlich verändert werden.

(dpa)

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