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Jan-Philip Glania: Kampf um die WM-Norm

Von Mit Sarah Köhler und Jan-Philip Glania schickt die SG Frankfurt bei den heute beginnenden Deutschen Meisterschaften der Schwimmer in Berlin zwei Titelverteidiger ins Rennen.
Was wird die Deutsche Meisterschaft bringen? Jan-Philip Glania setzt sich jedenfalls nicht unter Druck. Foto: Hannibal Hanschke (dpa) Was wird die Deutsche Meisterschaft bringen? Jan-Philip Glania setzt sich jedenfalls nicht unter Druck.
Berlin. 

Außerdem ist auch Marco di Carli immer für eine Überraschung gut. Der zweifache Olympia-Teilnehmer wurde aber in den vergangenen Tagen von der Grippe ausgebremst. Deswegen stehen hinter seinem Leistungsvermögen große Fragezeichen.

Fraglich ist zugleich, in welche Richtung die Formkurve von Jan-Philip Glania im Berliner Europasportpark zeigen wird. Zugunsten seines Medizinstudiums und den Prüfungen zum Physikum hat er von November bis Ende Februar das kühle Nass überwiegend gegen die harte Bank im Hörsaal eingetauscht. Anstatt bis zu zehn Trainingseinheiten in der Woche im Wasser zurückzulegen, absolvierte er gerade mal ein Drittel seines normalen Trainingspensums. Belohnt wurde er für seinen Ehrgeiz im Studium mit bestandenen Klausuren. Nun fehlen dem Studenten der Zahnmedizin nur noch zwei mündliche Prüfungen zum heiß ersehnten Physikum. „Der Plan, mich auf die Uni zu konzentrieren, ist voll aufgegangen. Jetzt habe ich den Kopf frei für den Sport und die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele“, berichtet er.

Dass er auf Grund seines Lerneifers die Meistertitel in dieser Saison über 100 und 200 Meter Rücken am Ende vielleicht der Konkurrenz überlassen muss, hat der 26-Jährige einkalkuliert. Denn die Vorbereitungszeit auf die nationalen Titelkämpfe war mit gerade einmal sechs Wochen definitiv zu knapp. „Wir haben für Jan-Philip einen individuellen Trainingsplan mit ganz heißer Nadel gestrickt. Die Grundlagenausdauer ist dabei völlig rausgefallen“, erzählt sein Trainer Michael Ulmer. Gemeldet ist der Rückenspezialist g über 50, 100 und 200 Meter. Ob Glania aber tatsächlich am Samstag über die lange 200-Meter-Distanz starten wird oder seine Kräfte für die 100-Meter-Strecke am Sonntag aufheben wird, das wird der Sportler gemeinsam mit seinem Trainer am Freitag nach dem Rennen über 50 Meter entscheiden. „Ich gehe unbelastet in die Wettkämpfe rein und schaue was geht. Mein Ziel ist es in diesem Jahr einen großen Wettkampf zu absolvieren. Wenn es nicht für die Weltmeisterschafts-Qualifikation reicht, dann vielleicht für die Universade in Südkorea“, sagt Glania.

Das Erreichen der Norm für die Weltmeisterschaften im russischen Kasan hat sich Sarah Köhler vorgenommen. Während sich ihre männlichen Teamkollegen nur mit Unterbrechungen auf die Meisterschaften vorbereiten konnten, hat Köhler ihr Training konsequent durchgezogen. Dabei sind die Deutschen Meisterschaften allerdings nur der erste Teil der WM-Qualifikation. Die Zeiten müssen die Athleten dann erneut bei einem von fünf möglichen Qualifikationswettbewerben (Golden Tour Nancy, Deutsche Jahrgangsmeisterschaften in Berlin, Mare Nostrum Tour in Canet, Barcelona und Monaco, Junioren-EM Baku, German Open) bestätigen. Dessen ungeachtet müssen sie an den German Open Anfang Juli in Essen teilnehmen. Die 20 Jahre alte Freistilschwimmerin wird nun bereits heute als erste heiße Medaillenanwärterin der Frankfurter über die 800 Meter ins Wasser springen. Am Freitag folgen dann die 400 Meter, die 1500 Meter am Samstag und die 200 Meter am Sonntag, dem letzten Wettkampftag. „Sarah ist seit Monaten sehr stabil in ihren Leistungen und immer vorne mit dabei“, glaubt Ulmer fest an einen gelungen Wettkampf-Auftakt für die Athletin.

Neben den Routiniers di Carli, Glania und Köhler könnte aber auch das Frankfurter Talent Julia Mrozinski ins Rampenlicht schwimmen. Die 15-jährige Schülerin startet in Berlin gleich vier Mal und hat dabei gute Chancen auf eine Nominierung für die Jugend-Europameisterschaft.

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