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Rugby: Klare Zielsetzung: „Wir wollen aufsteigen“

Von Zweimal in Folge sind die „Löwen“ im Halbfinale gescheitert. Nun soll der Sprung in die Bundesliga endlich zum ersten Mal gelingen. Doch wahrscheinlich führt der Weg in die Beletage über die Relegation, denn der Traditionsverein SC Neuenheim hat personell stark zugelegt und gilt als klarer Aufstiegsfavorit. Der Rundenstart verlief aber schon mal positiv.
Kraftvoll: Der Hausener Petar Simeunovic will sich auch von gleich drei Düsseldorfer Gegenspielern nicht aufhalten lassen. Foto: Juergen Kessler (Kessler-Sportfotografie) Kraftvoll: Der Hausener Petar Simeunovic will sich auch von gleich drei Düsseldorfer Gegenspielern nicht aufhalten lassen.
Obertshausen. 

Unlängst absolvierte die TGS Hausen ein Testspiel. Ein großes Kaliber hatten sich die „Löwen“ ausgesucht, Erstligist SC 80 Frankfurt hat sich in der Sommerpause verstärkt und zählt inzwischen wieder zu den Titelanwärtern. „Wir haben gesehen, wo wir hinwollen. Es war teils atemberaubend, mit was für einem Tempo und Dynamik die Frankfurter gespielt haben“, stellt Benoit Grob, der Trainer des Zweitligisten TGS Hausen, fest.

Wie deftig die Niederlage ausfiel, hat sich auf beiden Seiten am Ende keiner gemerkt. Jedenfalls erzielte die TGS keine Punkte und die „80er“ sieben oder acht Versuche bei zweimal 30 Minuten Spielzeit – das entspricht schon einem Klassenunterschied.

Trotz dieser lehrreichen Erfahrung: Die Gelb-Blauen von der Aachener Straße sind gewappnet für den Angriff auf die Erste Liga. In Robert Haase lotste der Club sogar einen Siebener-Nationalspieler nach Hausen. Der bald 23-Jährige ist dort bestens bekannt, spielte er doch bis zu seinem Wechsel vor vier Jahren zum Bundesligisten RG Heidelberg für die TGS und erlernte dort auch den Rugbysport. Wegen Verpflichtungen für das Nationalteam – zurzeit bereitet Haase sich für das wichtige GPS-Turnier in Polen vor – steht der flinke Auswahlspieler nur bedingt seinem Club zur Verfügung – aber auf jeden Fall in der entscheidenden Saisonphase.

Haase verstärkt die Hintermannschaft. Für mehr Qualität im Sturm sorgen Christian Bettner und Georgi Elisashvili. Während Bettner aus Spanien zurückkehrte nach seinem Studium – dort spielte er für den andalusischen Club Jaen – , kam Elisashvili vom Erstligisten und Nachbarn RK Heusenstamm. Eine Verpflichtung, die auch symbolische Wirkung hat, wenngleich Grob betont, dass der Georgier nicht abgeworben worden sei.

Nach zweimal Rang zwei in der Weststaffel scheint die TGS Hausen reif für den Titel. Grob: „Das sportliche Ziel muss der erste Platz sein. Wir wollen aufsteigen.“ Diese Platzierung wäre auch eminent wichtig für den Club, denn dann würde man im Aufstiegshalbfinale einem Aufeinandertreffen mit dem SC Neuenheim entgehen. Die Heidelberger haben sich nach ihrem Abstieg aus dem Oberhaus deutlich verstärkt und dürften in der Südgruppe kaum zu stoppen sein. Der Endspielsieger steigt auf, der Verlierer bestreitet die Relegation gegen den Vorletzten der Bundesliga Süd/West. Zuletzt war dies der RK Heusenstamm . . .

Als Konkurrenten um den Platz an der Sonne in der Westgruppe sieht Benoit Grob nach dem Aufstieg von Meister RC Luxembourg vor allem den RC Aachen und RSV Köln. Aber auch die „Zweite“ des SC 80 könnte sich „als Stolperstein“ erweisen – wenngleich die Schwarz-Roten nicht aufstiegsberechtigt sind.

„Löwen“ stürmen wieder

Der Saisonauftakt verlief jedenfalls schon mal positiv für die „Löwen“. Auch wenn das Ergebnis nicht so deutlich war wie in der vergangenen Spielzeit (45:6 und 69:7), mit dem 49:19 (39:0) besiegte die TGS Hausen den TuS Düsseldorf wiederum souverän.

Bis zur Pause hatten die Hausener die Partie schon entschieden. Mit kraftvollem Sturmspiel und schnellem Handling konnten gleich sechs Versuche erzielt werden. Nach einigen personellen Wechseln gelang es dem Gastgeber in der zweiten Halbzeit allerdings nicht, das Geschehen weiter zu dominieren. „Gegen stärkere Mannschaften werden wird uns steigern müssen. Insbesondere muss es uns gelingen, das spielerische Niveau über eine längere Zeit hochzuhalten“, sagte der Sportliche Leiter Gerhard Felbinger.

Doch die nächste Aufgabe dürfte kaum anspruchsvoller werden. Es geht zu den RT Münster, die am Wochenende noch pausierten.

TGS: Simeunovic (5), Giuseppe Piano (5), Almeida (5) – Niculita, Hilgers – Philipp Felbinger, Frischkorn, El Chami (10) – Iliz – Ibarra – Sokoveta, Seifert, Apelt (5), Alessandro Piano (5) – Schild (9) (Tuloco, Schwade, Schüssler 5, Ferrier, Nowotnik, Suitaj, Grau-Eberhardt).

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