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Silvesterlauf: Am liebsten mal in Dublin laufen

Von Normalerweise läuft Pia Rolfs mit zwei Kollegen. Als „Schnecken 69“. Die Mitstreiter waren diesmal aber verhindert, weshalb sie allein unterwegs war.
Ziel erreicht: Freizeitläuferin Pia Rolfs. Foto: Jan Huebner (Jan Huebner) Ziel erreicht: Freizeitläuferin Pia Rolfs.
Frankfurt. 

Nicht einmal ein Hundertstel der 2067 Teilnehmer, die den Zehn-Kilometer-Hauptlauf beendeten, lief um den Sieg. Für die meisten war und ist der Spiridon-Silvesterlauf einfach ein traditioneller Jahresausklang, ein Spaß, aber auch eine persönliche Herausforderung. So wie für Pia Rolfs.

Die Redakteurin dieser Zeitung war zum dritten Mal am Start. Und sicher nicht zum letzten. „Es hat ungeheuer viel Spaß gemacht. Ich könnte mir vorstellen, dass es für mich ein Ritual zum Jahresausklang werden könnte“, sagte sie gleich nach dem Zieldurchlauf. „Irre. Silvesterlauf im T-Shirt.“ Der Jacke hatte sie sich unterwegs entledigt. Bei Temperaturen um 14 Grad war sie nicht die Einzige. Viele passierten die Ziellinie sogar in kurzen Hosen. „Wenn man am Start leicht friert, ist man für die zehn Kilometer richtig angezogen“, wurde den Teilnehmern vor dem Beginn von Rennleiter Thomas Rautenberg ein Tipp des 5000-Meter-Olympiasiegers von 1992, Dieter Baumann, gegeben.

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Teilnehmer-Rekord Hanauer Doppelsieg beim Frankfurter Silvesterlauf

Angenehme Temperaturen weckten zum Jahresausklang Lust am Laufen: Der Spiridon-Silvesterlauf vermeldet einen Teilnehmer-Rekord. Trainingspartner vom SSC Hanau-Rodenbach dominieren das Hauptrennen über zehn Kilometer.

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Normalerweise läuft Pia Rolfs mit zwei Kollegen. Als „Schnecken 69“. Die Zahl stehe für das Geburtsjahr von zweien der sportlichen Journalisten, der Teamname bezieht sich auf das Lauftempo. „Diesmal waren meine Mitstreiter verhindert. Also laufe ich halt als Einzelschnecke“, sagte sie vor dem Start. „Ich werde mich an einen etwas schnelleren Läufer anhängen. Von denen gibt es sicher viele“, verriet sie ihre Taktik. Natürlich habe sie sich auch sportliche Ziele gesteckt. „Meine Bestzeit von 1:03 Stunden werde ich nicht knacken. Wegen eines Armbruchs habe ich mein Frühjahrstraining ausfallen lassen müssen, im Sommer war ich dann faul, im Herbst habe ich lediglich einen 15-Kilometer-Lauf absolviert. Aber unter 1:10 will ich dennoch ankommen“, nahm sie sich fest vor.

Die Priorität liege aber woanders. „Das Laufen darf kein Zwang sein. Ich brauche keinen Zeitdruck, von dem habe ich das ganze Jahr über genug. Es ist eine Art Meditation. Unterwegs lässt man das zu Ende gehende Jahr Revue passieren, überlegt sich Vorsätze fürs nächste Jahr. Auch wenn dies sicher ein paar Sekunden kostet.“

Wie es in der Praxis aussah, erzählte Pia Rolfs nach der Zielankunft. In 1:06,14 Stunden. Also im Soll. „Die ersten Kilometer waren die schwersten. Die Beine mussten sich erst an den Rhythmus gewöhnen. Unterwegs hörte ich hinter mir jemanden sagen: Wir sind in der Zeit. Kommen unter 1:10 ins Ziel. Da wusste ich, dass ich nicht zu langsam bin.“ Auf die Uhr habe sie erstmals einen Kilometer vorm Ziel geschaut. „Da habe ich noch einmal aufs Tempo gedrückt.“

Und was für Vorsätze für das neue Jahr seien ihr eingefallen? „Sehr viele. Was den Sport betrifft: Mehr trainieren, mehr Volksläufe machen. Entweder gleich oder spätestens ein Jahr später einen Halbmarathon versuchen. Am liebsten in Dublin.“

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