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Volleyball: Die Dominanz der Eintracht ist dahin

Von Eine Empfehlung für die 3. Liga war es nicht, was die Eintracht gegen Feldkirchen aufs Parkett brachte. Der Aufstieg ist aber sowieso nicht sehr wahrscheinlich.
Den Ball bekommt er nicht mehr übers Netz gemogelt: Frankfurts Steffen Bekiersch. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Den Ball bekommt er nicht mehr übers Netz gemogelt: Frankfurts Steffen Bekiersch.

Frankfurt. Trainer Andreas Petrocchi und seine Volleyballer waren sich einig: Das hart erkämpfte 3:2 (18:25, 25:17, 25:27, 26:24, 15:11) über den TV Feldkirchen bedeutete für Eintracht Frankfurt eher zwei gewonnene als einen verlorenen Punkt. Dennoch sind die Chancen der Adlerträger auf Platz eins, der den Aufstieg in die 3. Liga bedeutet, jetzt nur noch minimal.

Vielleicht ist das auch besser so. Denn das, was die beiden Teams aus dem oberen Tabellendrittel der Regionalliga Südwest bei ihrem direkten Aufeinandertreffen zeigten, war nicht einmal der Regionalligaspitze würdig, von Drittliga-Niveau gar nicht zu sprechen.

Beide Teams machten zu viele leichte Fehler, „unforced errors“, wie es in der Tennissprache treffend heißt. „Das Spiel stand auf keinem sehr hohen Niveau“, meinte Eintracht-Zuspieler Sebastian Sent, einer der Pluspunkte beim Gewinner. Sein Trainer stimmte dem zu. „Wir sind aktuell nicht in der Lage, ähnlich dominant wie im November aufzutreten“, erklärte Petrocchi. Andererseits fand es der Coach wichtig, dass sein Team nach zwei Niederlagen in Folge nach dem zweimaligen Satzrückstand nicht resignierte, sondern durch Kampf zum Spiel fand. „Ähnlich war es in der Hinrunde. Da konnten wir dann eine Siegesserie starten.“

Die ohne den verletzten Diagonalspieler Sven Panz (Bänderriss, wird konservativ behandelt) und Außenangreifer Oliver Wirth (hat aufgehört) angetretenen Frankfurter starteten katastrophal. Die Annahme passte nicht, der Block war nicht existent, im Angriff brachte Diagonalspieler Thomas Kerzel nicht einen einzigen Ball auf den Boden.

Petrocchi reagierte und brachte diagonal den lange verletzten Bastian Steppin. „Ich konnte nur mit zwei Schmerztabletten spielen“, erklärte der Blondschopf später, der bis auf einige Situationen, in denen er übereifrig wirkte, eine gute Vorstellung ablieferte. Da der Gegner nicht besonders gefährlich aufschlug, konnte Sent öfter über die Mitte spielen, wo Mario Schaus und Dominik Winter auf keinen nennenswerten Block stießen. Außen sah es hingegen anders aus. „Oft konnte ich nicht anders, musste hoch nach außen stellen. Man darf nicht vergessen, dass wir ständig in anderer Aufstellung spielen. Mit Panz und Wirth war ich gut eingespielt“, erklärte dazu der Steller. Nachdem der zweite Satz glatt an die Eintracht gegangen war, entwickelte sich der dritte Durchgang zu einem Krimi. Als es 10:16 stand, schien der Satz weg zu sein, doch die Eintracht konnte sich steigern und ging ihrerseits mit 19:18 in Front. Nach zwei vergebenen Satzbällen blieb Außenangreifer Steffen Bekiersch zweimal im gegnerischen Block hängen, der Satz ging doch noch an die Gäste.

Dramatisch verlief auch der nächste Durchgang. Bis 17:17 blieb es ausgeglichen. Zweimal Steppin und Schau brachte ihr Team mit 20:17 in Front, einige Fehler führten dann zum 21:23-Rückstand. Ein Ass von Robert Breitbarth brachte schließlich das 26:24. Im Tiebreak lagen die Frankfurter ständig in Führung. Begünstigt auch dadurch, dass der im Angriff überragende Feldkirchener Mittelblocker, Christoph Sallie, der bis dahin eine 100-prozentige Effizienz an den Tag gelegt hatte – ein unglaublicher Wert übrigens – müde wurde, zweimal verschlug und einmal von Winter geblockt wurde. Steppin blieb es vorbehalten, mit einem wuchtigen Schmetterschlag das siegbringende 15:11 zu besorgen.

Die Eintracht gewann, weil sie kampfstark war, besser aufschlug, stabiler annahm und mit Sent den besseren Zuspieler in ihren Reihen hatte. Das nächste Match findet am kommenden Samstag statt. Bei den in der Wolfgang-Steubing-Halle in der laufenden Saison noch ungeschlagenen Adlerträgern stellt sich um 20 Uhr der erst einmal bezwungene Spitzenreiter TG Rüsselsheim III vor.

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