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Leichtathletik: Einen Traum schon erfüllt

Von Mit der Teilnahme an der U20-WM hat Andreas Bechmann schon ein großes Ziel erreicht. Nun visiert der junge Athlet ein gutes Ergebnis an. Auch eine Medaille scheint möglich.
Nicht nur ein guter Werfer: Eintrachtler Andreas Bechmann ist auch gut zu Fuß. Nicht nur ein guter Werfer: Eintrachtler Andreas Bechmann ist auch gut zu Fuß.
Frankfurt. 

Dass Andreas Bechmann die LG Eintracht Frankfurt bei der heute beginnenden U20-WM in Tampere vertreten wird, entschied sich vor fünf Wochen bei der nationalen Mehrkampf-Qualifikation in Bernhausen. Sechs Zehnkämpfer konnten sich eine Chance ausrechnen, eine Fahrkarte nach Finnland zu ergattern.

Mit einem mutigen 1500-Meter-Lauf, den er in 4:38,30 Minuten beendete, sicherte sich der Deutsche U20-Meister von 2017 mit 7524 Punkten einen Vorsprung von 16 Zählern auf den zweitplatzierten U18-Europameister von 2016 Manuel Wagner vom USC Mainz, der damit auch das WM-Ticket löste. „Ich habe mit der Qualifikation geliebäugelt, sicher konnte ich mir angesichts der starken Konkurrenz nicht sein“, bekannte der Frankfurter, der seit vier Jahren intensiv darauf hingearbeitet hat, an diesem Wettkampf teilzunehmen. „Jetzt geht mein Traum in Erfüllung.“

Wie er den Sieg in Bernhausen packte? „Ich hielt mich an meinen Standardplan: In neun Disziplinen fleißig Punkte sammeln, vor den abschließenden 1500 Metern sieht man dann, wo man steht, und setzt die entsprechende Taktik fest.“

Mit der Leistung in Bernhausen, wo Andreas Bechmann im Weitsprung (6,91 Meter), Kugelstoßen (14,48 Meter), Diskuswerfen (43,78 Meter) und im abschließenden 1500-Meter-Lauf persönliche Bestleistungen aufgestellte, liegt der Frankfurter an siebter Stelle der Weltrangliste seiner Altersklasse. „Der in der Rangliste Führende ist ein Australier, der schon zu Jahresbeginn 100 Punkte mehr geschafft hat. Mal sehen, wo der jetzt leistungsmäßig steht. Danach ist alles offen“, meint Bechmann, der bei sich noch ein großes Steigerungspotenzial sieht. Vor allem in seiner Lieblingsdisziplin Stabhochsprung. In Bernhausen überquerte er 4,60 Meter, bei der Junioren-Gala in Mannheim waren es beachtliche 30 Zentimeter mehr.

In Bernhausen hat der junge Zehnkämpfer mit seinen Leistungen allerdings seine persönliche Messlatte schon recht hoch gelegt. Vor allem in den Wurfdisziplinen gelang ihm fast alles. Im Kugelstoßen verbesserte er sich um 90 Zentimeter, den 800 Gramm schweren Speer schleuderte er mit 51,80 Meter knappe 39 Zentimeter an seine Bestleistung heran.

Sportliche Familie

Andreas Bechmann ist in einer Sportlerfamilie aufgewachsen. Seine Eltern sind Handballer, der Vater ist nun Trainer, die Mutter noch aktiv, und seine Großmutter war Ü65-Weltmeisterin im Diskuswerfen. „Ich selbst habe schon viele Sportarten ausprobiert: Tennis, Badminton, Handball. Die Leichtathletik hat mir letztlich aber am besten gefallen“, erzählt der gebürtige Frankfurter, der mit zehn Jahren zu seiner Sportart kam. Selbstverständlich bei der LG Eintracht. „Ich bin ein Frankfurter mit dem Adler auf dem Herzen“, sagt der 18-Jährige.

Als Schüler startete er mit dem Dreikampf. In der U15 war es schon bis auf die 400 Meter der komplette Zehnkampf. Bechmann war erst 13, als er die erste Medaille im Neunkampf gewann. Ab der U18 stehen für die Mehrkämpfer zehn Disziplinen auf dem Programm. Wie lange er dem Sport treu bleiben will, weiß er noch nicht. „Solange es Spaß macht.“ Um sich beruflich abzusichern, möchte Andreas Bechmann Wirtschaft studieren. Doch das alles ist aktuell nicht von Interesse.

Trainer Sammert ist dabei

Heute und morgen möchte er nun zur Erfolgsgeschichte der Frankfurter Mehrkämpfer, die Pascal Behrenbruch, Jan-Felix Knobel, Carolin Schäfer, Claudia Salman-Rath in der jungeren Vergangenheit schrieben, ein weiteres Kapitel beisteuern.

„Ich fühle mich in Topform“, so das Talent gestern. Er wird in Tampere bei seinem Wettkampf gegen zwölf Konkurrenten von seinem Trainer Jürgen Sammert unterstützt. „Das ist für mich eine unglaubliche Hilfe“, unterstreicht Bechmann, „der Bundestrainer sieht mich drei- bis viermal im Jahr, Jürgen Sammert hingegen praktisch täglich. Er weiß, wie ich reagiere, kann mir nicht nur fachlich, sondern auch psychologisch während des Wettkampfes wichtige Unterstützung geben.“

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