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Basketball: Jan Dolejsi führt den TuS Makkabi zum Sieg über die Eintracht

Von Das war eine Leistung, vor der man sich einfach nur verneigen konnte: Jan Dolejsi, 25 Jahre alter Basketballer in Diensten des TuS Makkabi, überragte beim Derby gegen Eintracht Frankfurt alles und jeden. Dabei ist er mit 1,87 Metern für diese Sportart ja sogar relativ „klein“.
Umzingelt: Eintrachtler Beat Florian Weichsler wird von den Makkabi-Akteuren Thorsten Schneider (links), Dubravko Prusina (Nummer 7) und Cedric Quarshie eingekreist. Foto: Christian Klein (FotoKlein) Umzingelt: Eintrachtler Beat Florian Weichsler wird von den Makkabi-Akteuren Thorsten Schneider (links), Dubravko Prusina (Nummer 7) und Cedric Quarshie eingekreist.
Frankfurt. 

Im Grunde kann der TuS Makkabi Frankfurt gar nicht aus der 2. Regionalliga absteigen – nicht mit einem Jan Dolejsi in dieser Form. Der Tscheche, der auch ein richtig guter Fußballtortwart – und Achtung: Fußball-Schiedsrichter – ist, war beim 65:57 (30:36)-Derbysieg gegen die Eintracht Motor und Inspiration seiner Mannschaft und die dominante Figur auf dem Parkett.

Jan Dolejsi übernahm in der entscheidenden Phase im Spielaufbau die komplette Verantwortung, versenkte wichtige Dreipunktewürfe und entnervte den Gegner mit einer ganzen Serie von Ballgewinnen. Und was vielleicht noch wichtiger war: An ihm konnten sich seine erfahreneren Mitspieler aufrichten, die anfänglich durchaus Schwierigkeiten mit dem Tempo und der Beweglichkeit des im Durchschnitt deutlich jüngeren Gegners hatten. „Wir haben es mit zunehmender Spielzeit immer besser hinbekommen mit unserer Rentnertruppe gegen die jungen Hüpfer von der Eintracht. Die Erfahrung hat am Ende den Ausschlag gegeben – und natürlich ist Jan gerade in einer überragenden Form“, fasste Makkabis Trainer Pedja Glisic zusammen.

In der Anfangsphase waren es der schnelle Alvin Onyia mit zwei Korblegern sowie Len Schoormann und Fabian Bender mit ihren Dreiern nach schnellen Kombination, die die Eintracht auf 14:7 davonziehen ließen. Und dann trat erstmals Dolejsi in Erscheinung, hielt Makkabi mit seinem ersten Dreier im Spiel und verkürzte dann auch auf 16:19. Mit der Schlusssirene des ersten Viertels stopfte Mark Appiah den Ball zum 20:22 in den Korb der Eintracht. Kurz nach Wiederbeginn glich Dolejsi per Dreier sogar aus (23:23), aber noch reichte die Energie der Gastgeber, um sich erneut einen kleinen Vorsprung herauszuspielen. Ein deutliches Zeichen setzte kurz vor der Pause wieder Appiah mit seinem gewaltigen Block gegen Eintracht-Center Oliver Rohs, der bis dahin einige gute Aktionen gehabt hatte, anschließend aber kaum noch einen Fuß auf den Boden brachte.

Das dritte Viertel war eine hart umkämpfte Angelegenheit. Kurz nach Wiederbeginn faltete Eintracht-Coach Miran Cumurija seine Spieler in einer Auszeit schon lautstark zusammen. Danach sah es eher so aus, als habe sein Team etwas den Mut verloren, anstatt von der „Ansprache“ des Trainers zu profitieren. Jedenfalls funkte Dolejsi den Gastgebern mächtig dazwischen, indem er ihnen in kurzer Folge mehrmals den Ball „klaute“. Beim 39:39 war die Partie wieder ausgeglichen, und inzwischen waren auch Emeka Erege und Cedric Quarshie richtig drin im Spiel. Quarshies Block gegen Rohs und auf der Gegenseite der nicht weniger monströse Block von Schoormann gegen Jonas Issa waren die Appetitmacher für das anstehende Schlussviertel.

Cumurija rastet aus

Gut sieben Minuten waren dann noch auf der Uhr, als Cumurija ausrastete. Das Ganze gipfelte darin, dass ihn die Spieler des Gegners festhalten mussten und er trotzdem eine körperliche Attacke in Richtung Schiedsrichter andeutete. Klar, dass er die Halle verlassen musste. Worüber er sich eigentlich so aufgeregt hatte? „Er war einfach frustriert. Wir haben die Schiedsrichter besser gelesen und gar nichts zu ihnen gesagt. Auch das war ein Schlüssel zum Erfolg“, meinte Pedja Glisic dazu. Sein Team zog bis auf 59:49 davon (36.), doch es wurde noch einmal spannend. Pons verkürzte per Dreier auf 56:59, ehe er 46,9 Sekunden vor Schluss beim Stand von 56:60 nur einen Freiwurf für die Eintracht traf. Auf der Gegenseite versenkte Dubravko Prusina eiskalt von der Bank kommend einen Dreier zum 63:57, damit war die Sache entschieden.

Pedja Glisic bewies nachher Feingefühl und hob Prusinas entscheidende Aktion hervor. Der eigentliche Spielmacher hatte lange nur zuschauen dürfen, weil der Mann des Spiels ein anderer war. Und für Jan Dolejší gab es nachher sogar ein Küsschen vom Trainer.

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