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Kreisoberliga: Ab Platz sieben wird gezittert

Von Die großen vier der KOL setzen sich vom Rest des Feldes immer weiter ab. Der Rest rückt enger zusammen. So trennen den Siebten, Eintracht Oberursel, und die SpVgg Bomber Bad Homburg auf Relegationsrang 14 gerade mal vier Punkte.
Kommen aus dem Jubeln nicht heraus: Stierstadts Torschützen James Killas (l.) und Enrico La Medica. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Kommen aus dem Jubeln nicht heraus: Stierstadts Torschützen James Killas (l.) und Enrico La Medica.

Usinger TSG II – SpVgg Bomber Bad Homburg 0:5 (0:5): „Das war schon eine klasse erste Hälfte“, schnalzte Homburgs Trainer Ralf Haub mit der Zunge, „und es hätte zur Pause sogar noch höher stehen können.“ Im zweiten Abschnitt mussten die deutlich im Aufwind befindlichen Gäste dann nur noch das Allernötigste tun und schaukelten die drei Punkte ganz locker über die Saalburg nach Hause.

Dennis Purz eröffnete den Torreigen mit einem unhaltbaren 20-Meter-Schuss (12.). Vier Minuten später landete der Ball nach weitem Einwurf von Trainerfilius Kevin Haub – begünstigt durch einen missglückten Abwehrversuch der UTSG – zum 0:2 im Tor. Christian Roth fasste sich in der 30. Minute aus 30 Metern ein Herz, schon hieß es 0:3. Und für die Mannen von UTSG-Coach Ben Platt kam’s noch dicker. Shahewer Ali nach Zuspiel von Haub (43.) und Victor Radu, der sich einen Ali-Pass angelte (44.), verpassten dem Gastgeber noch vor der Pause per Doppelschlag den K.o.

Tore: 0:1 Purz (12.), 0:2 Eigentor (16.), 0:3 Roth (30.), 0:4 Ali (43.), 0:5 Radu (44.).

DJK Bad Homburg – FC Neu-Anspach II 2:1 (2:0): „Warum der Schiri 98 Minuten lang spielen ließ – keine Ahnung“, meinte DJK-Trainer Stephan Bodenröder nach dem Abpfiff. Wieder einmal habe man gegen die Anspacher „viel Arbeit gehabt“ – sein Team habe aber defensiv gut gestanden und sich am Ende auch trotz des Anschlusstreffers durch Enrico Weber (84.) nicht mehr aus der Ruhe bringen lassen.

Celil Günay hatte die Kirdorfer Weichen frühzeitig auf Sieg gestellt. Nach fünf Minuten verwertete er ein Zuspiel von Jan Bieker zum 1:0. Nur 120 Sekunden später köpfte er eine Flanke von Torben Fink – toll eingesetzt von Özcan Hotaman – zum 2:0 ein. Für die einzige Schrecksekunde auf DJK-Seite sorgte im ersten Abschnitt Enrico Weber, dessen Kopfball in der 35. Minute auf die Querlatte tropfte. Ehe Weber dann doch noch traf, hätten Marcello Agosta (75.) und Lukas Piecha (78./Kopfball an den Pfosten) längst auf 3:0 erhöhen können.

Tore: 1:0/2:0 Günay (5./7.), 2:1 Enrico Weber (84.).

SF Friedrichsdorf – EFC Kronberg 0:0: Marijo Juricic und Robert Scheithauer verdienten sich laut SF-Coach Martin Schmidt in der Defensive gestern die Bestnote. Ein Extralob erhielt aber auch Schlussmann Andreas Müller, der bereits in der 2. Minute bei einem Fernschuss von Würges seine ganze Klasse zeigte und in der 85. Minute nochmals gegen Jochmann eine Heimniederlage abwenden konnte. Die dickste Möglichkeit der Gastgeber bot sich Goalgetter Ibrahim El Ouahani, der in der 9. Minute aussichtsreich vergab. „Nach meinem Geschmack ein verdientes Remis“, hakte Schmidt die Nullnummer ab.

SG Oberhöchstadt – Teutonia Köppern 0:7 (0:3): Aus Sicht von Köpperns Vorstandsmitglied Werner Steuer hatte man leichtes Spiel: „Wir mussten nur auf die Fehler der SGO lauern und dann zum Konter blasen. Oberhöchstadt hatte in der Defensive große Probleme, die wir rigoros ausgenutzt haben. Und wenn es am Ende zweistellig ausgegangen wäre, hätte sich die SGO – wenn sie selbst auch zwei Mal Alu traf – nicht beschweren dürfen.“

Eyob mit tollem Solo

Das 0:1 (12.) erzielte Fitwi Tesfay Eyob. Der Eritreer war mit einem laut Steuer „Klassesolo“ erfolgreich. Marcel Kötter brachte in der 33. Minute den Ball an SGO-Keeper Nicholas Smith zum 0:2 vorbei. Nur zwei Minuten später schon das 0:3: Dragan Kuraja bediente Joel Sousa Santos – wenige Sekunden später durfte der Portugiese jubelnd die Faust in die Höhe recken.

Wer auf ein Oberhöchstädter Aufbäumen wartete, tat dies vergebens. Kuraja verwertete Zuspiele von Kötter (53.) und des überragenden Abwehrspielers Christian Franz zum 0:5 (61.). Dann war wieder Sousa Santos an der Reihe, der an der Mittellinie zu einem Solo startete und das halbe Dutzend vollmachte. Den Schlussakkord zum 0:7 (75.) spielte wieder Kötter in einer Eins-zu-eins-Situation gegen Smith. Dass in der 84. Minute Köpperns Luca Milic Gelb-Rot erhielt, tat den Teutonen nicht weh.

Tore: 0:1 Eyob (12.), 0:2 Kötter (33.), 0:3 Sousa Santos (35.), 0:4/0:5 Kuraja (53./61.), 0:6 Sousa Santos (63.), 0:7 Kötter (75.).

FC Mammolshain – FSV Friedrichsdorf 1:2 (1:0): Spielerisch habe ihn der Tabellenführer zwar nicht vom Hocker gehauen („Die haben 90 Minuten lang immer nur mit langen Bällen operiert – darauf konnten wir uns gut einstellen“), aber Mammolshains Spielausschussboss Moser sprach dem FSV dennoch drei verdiente Punkte zu. Zweifacher Torschütze: Sabit Zejnullahu. Das 1:1 (60.) erzielte er mit einem von Jeffrey Schäfer verursachten Elfer. „Sein 1:2 in der 88. Minute resultierte aus einem Volleyschuss, der unhaltbar neben dem Pfosten einschlug.“ Die Gastgeber hatten zur Pause noch 1:0 (23.) geführt: Ünal Özdemir war gelegt worden und vollstreckte anschließend den Elfmeter selbst.

Die intensiv geführte Partie, die laut Moser „sogar hart an der Grenze verlief“, sah am Ende hüben wie drüben nur noch neun Spieler auf dem Feld. Jeweils wegen Foulspiels mit Gelb-Rot „flogen“ die Mammolshainer Jeffrey Schäfer (60.) und Benjamin Schmiedl (90.) sowie Avni Zejnullahu (78.) und „Maxi“ Zymolka (90.+2) beim Gast.

Tore: 1:0 Özdemir (23./FE), 1:1/1:2 Sabit Zejnullahu (60./FE, 88.).

FC Weißkirchen – SGK Bad Homburg 0:2 (0:0): Alexander Meketzer, Weißkirchens Sprecher, hatte eine ganz armselige Partie gesehen: „Wir haben uns bis zur 90. Minute keine einzige Torchance erspielt.“ Erst dann sorgten Ben Gib Gutzeit (90.) und Pierre Kraus (90.+1) vor dem Kasten von SGK-Keeper Salvatore Mancuso für Gefahr – das Spiel war da längst entschieden. Zweifacher Vollstrecker der Kirdorfer war Ismail Bal. Das 0:1 (60.) hatte er auf Kopfballvorlage von René Zschieschang besorgt. Fünf Minuten später nutzte er einen Flankenball von Kyle Howie und ließ Weißkirchens Torwart Steven Seubert alt aussehen – dem der Ball durch die Finger hinter die Linie flutschte.

Tore: 0:1/0:2 Bal (60./65.).

 

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