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Eishockey: Bad Nauheim schlägt Bad Tölz 4:3

Von Die deutliche Heimschlappe gegen den Spitzenreiter tut den Roten Teufeln nicht weh – das 4:3 in Bad Tölz dagegen richtig gut.
Die Anspannung steht Bad Nauheims Rote-Teufel-Coach Petri Kujala ins Gesicht geschrieben. Foto: Huebner/Blatterspiel (Jan Huebner) Die Anspannung steht Bad Nauheims Rote-Teufel-Coach Petri Kujala ins Gesicht geschrieben.
Bad Nauheim. 

Es wird Zeit, sich wieder mit den Playdowns zu beschäftigen. Nachdem die Roten Teufel Bad Nauheim in der aktuellen DEL2-Hauptrunde lange von der direkten Qualifikation für die Playoffs hoffen durften, wurde inzwischen klar, dass das durch viele Verletzungen dezimierte Eishockey-Team aus der Wetterau in den oberen Regionen nichts zu suchen hat. Dies wurde im Heimspiel gegen Liga-Primus Bietigheim Steelers besonders deutlich. „Meine Mannschaft hat alles gegeben. Das Ergebnis zeigt aber den Unterschied, den wir momentan zu den großen Clubs haben“, sagte Trainer Petri Kujala nach der 4:9 (2:3, 1:3, 1:3)-Heimpleite.

Am 2. Weihnachtsfeiertag ging es zum Gegenpol. Neuling Tölzer Löwen hat die rote Laterne. Nach zwei vorangegangenen Siegen gelang im Isarwinkel mit einem 4:3 (1:2, 2:1, 1:0) der dritte Erfolg in der laufenden Saison. Dadurch konnten sich die Schützlinge von Petri Kujala wieder etwas Luft gegenüber den Teams auf den Playdown-Plätzen verschaffen.

Die Badestädter mussten neben den schon bekannten Verletzten auch noch Noureddine Bettahar ersetzen, der nach einem Check im Spiel gegen Bietigheim eine MRT-Untersuchung abwarten muss.

Die Gastgeber hatten ein optisches Übergewicht, doch die Nauheimer Defensive arbeitete stark. Die schnelle Führung durch Mike McNamee nach nur 75 Sekunden verwandelte der Finne Joonas Vihko noch im ersten Drittel in eine Führung der Tölzer Löwen. Das 2:2 durch Marvin Rathmann beantworteten die Bayern mit dem 3:2, das aber postwendend durch das zweite Tor von McNamee gekontert wurde. Den Siegtreffer markierte Cody Sylvester in der 46. Minute.

In Bad Nauheim haben 2125 Zuschauer erlebt, aus welchem Holz ein Spitzenteam ist. „Bietigheim hat jeden kleinen Fehler ausgenutzt“, erklärte Kujala. Der Finne musste einige solche Fehler mit ansehen. Der erste führte zur Hinausstellung von Dusan Frosch nach nur 30 Sekunden Spielzeit, die acht Sekunden später Bietigheims 1:0 durch Tyler McNeely ergab. Die Roten Teufel, bei denen Daniel Stiefenhofer nach seiner Verletzung erstmals wieder dabei war und Robin Palka – ausgeliehen vom Nachwuchs des Kölner EC – eine Premiere in ihrem Trikot feierte, konterten mit der gleichen Münze. Auch ihr erstes Powerplay führte zum Treffer. Durch Harry Lange. Nochmals vermochten die Hessen einen Rückstand wettzumachen. James Livingston glich das 1:2 von Benjamin Zientek aus. Doch als das schwäbische Team aufs Tempo drückte – die meiste Zeit – liefen die Nauheimer nur hinterher. Noch einmal keimte eine leise Hoffnung auf: Youngster Marvin Ratmann machte nach einem Konterangriff wie aus dem Nichts den Treffer zum 3:5 (32.).

Dieses Tor verlieh den Hessen neuen Schwung, so dass man durchaus nahe am Anschlusstreffer dran war, allerdings war Bietigheims Goalie Martinovic auf der Höhe und hielt seinen Kasten sauber. Nachdem McNeely noch im Mitteldrittel sein zweites Powerplaytor erzielte, war das Match gelaufen. Den Roten Teufeln blieb die Ehre, im Powerplay durch Cody Sylvester den letzten Treffer des Abends zu erzielen, der frenetisch von den Fans gefeiert wurde, die ebenso wie das Bad Nauheimer Team die Überlegenheit der Steelers einfach anerkennen mussten.

Die Roten Teufel müssen im alten Jahr noch zweimal ran. Morgen um 19.30 Uhr empfangen sie die Bayreuth Tigers, also einen direkten Konkurrenten. Einen Tag vorm Jahreswechsel müssen sie ins Allgäu: zum ESV Kaufbeuren (17 Uhr).

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