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Handball: Balentovic: „Viel mehr als der Klassenerhalt wird schwer“

Von Oberursels Handballer halten mit dem einzig verbliebenen Herrenteam auf Landesebene die Hochtaunus-Fahne hoch. Drei Abgänge könnten schwer wiegen, sie müssen aber nicht.
Geht in seine vierte Saison als TSGO-Dirigent: Handballtrainer Kazimir Balentovic. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Geht in seine vierte Saison als TSGO-Dirigent: Handballtrainer Kazimir Balentovic.
Oberursel. 

Nach dem Betriebsunfall lief der TSGO-Motor wieder auf vollen Touren: Oberursels Handballer haben dem sofortigen Wiederaufstieg in der Landesliga Mitte eine Saison folgen lassen, in der recht frühzeitig die Weichen für den Klassenerhalt gestellt werden konnten. Auch wenn in der Endphase der Saison etwas Sand ins Getriebe geraten ist.

Das zweite Jahr in Hessens zweithöchster Spielklasse wird sicherlich kein minder schweres. Denn der kroatische Trainer Kazimir Balentovic muss in dem Verein aus der Brunnenstadt, der weiterhin auf seine starke Jugendarbeit bauen kann, mit einer veränderten personellen Situation umgehen.

  Was war: Der Klassenerhalt war das Resultat von harter Arbeit. Am Ende trennten den Tabellenzehnten lediglich zwei Punkte von einem Abstiegsplatz. Die positive Erkenntnis spielt auch in der kommenden Runde eine große Rolle: dass das Ziel weitgehend mit Akteuren aus dem eigenen Talentschuppen erreicht werden konnte.

  Welche Neuzugänge weiterhelfen: Das ist derzeit schwer zu sagen, zumal es keine wirklich neuen Spieler gibt. Der Kader wurde mit Spielern aus der eigenen A-Jugend und 2. Mannschaft ergänzt. Trainer Balentovic ist aber erfreut über die Entwicklung der jungen Spieler und traut ihnen einiges zu.

Christian Ghinea (19), Nils Gerheim (19), Janosch Juli (19), Jonas Schmidt (23), David Weiss (17), Lukas Gogolin (17) sowie der syrische Nationalspieler Raman Issa (23) haben in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterlassen. Ghinea spielt wie einst Vater Bogdan (für die SG Anspach in der Oberliga und Landesliga) auf Rechtsaußen, Weiss läuft auf Linksaußen auf. Alle übrigen „Neuen“ sind im Rückraum aktiv.

  Welche Abgänge schmerzen: Tobias Hentschel (Kreis) ist berufsbedingt nach Hamburg gezogen, Patrick Hartmann (Rückraum links) wohnt in Darmstadt, doch nun hat auch noch der talentierte Halblinke Niklas Haupt (22) aus privaten Gründen aufgehört. „Niklas schafft es nicht mehr zu uns ins Training, trainiert aber weiterhin die A-Jugend“, erläutert Balentovic. „Es wird ganz schwer, diese Leistungsträger zu ersetzen, die maßgeblich am Aufstieg beteiligt waren.“

  Wo es noch klemmt: In der ersten Vorbereitungsphase wurde Kondition gebolzt. „Da war auch alles okay, alle haben mitgezogen“, sagt Balentovic, „in der zweiten Phase für den spieltaktischen Bereich haben aber immer wieder Spieler gefehlt, so dass hier eine optimale Vorbereitung nicht möglich war“. Außer den Verletzten Felix Brühl (Mittelhand) und Martin Walz (Schulter) stehen zum Saisonauftakt alle Spieler zur Verfügung.

  Was schon gut läuft: Das hängt stark davon ab, wie sich die personelle Situation für ein Spiel gestaltet. Andre Hitzel (30) ist das Trumpf-Ass in der Abwehr. Wenn er spielt, hält er die Defensive zusammen. Allerdings kann der Dienstplan des Polizisten Einsätze auf dem Handballfeld verhindern. Der Angriff konnte in den Testspielen überzeugen (auch wenn zuletzt bei der HSG Goldstein/Schwanheim mit 25:32 verloren wurde) und sollte jetzt eingespielt sein.

  Was möglich ist: „Ich möchte bis Weihnachten zehn Punkte haben“, sagt Balentovic. Der Coach ist realistisch. „Wenn wir keine Ausfälle mehr haben, dann sollten wir auf jeden Fall den Klassenerhalt schaffen, doch viel mehr wird schwer werden“, vermutet der Kroate.

Unsere Prognose: Der Klassenerhalt sollte möglich sein, wenn die Mannschaft zur alten Heimstärke findet und von Ausfällen verschont bleibt. Starke Neulinge wie Aufsteiger TSG Eddersheim oder Absteiger TuS Dotzheim machen die Aufgabe nicht leichter.

TSG Oberursel – TSG Eddersheim (Sa., 19.30 Uhr), MSG Linden – TSGO (Sa., 23. September,19.45 Uhr)

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