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Oberliga-Turnier der Tänzer: Formation des TSC Usingen begeistert die Zuschauer

Von Platz drei feiern Usingens Tänzer beim Oberliga-Turnier in Bad Homburg wie einen Sieg. Wir haben einmal Mäuschen gespielt.
Yeah! Durch das selbstbewusste Auftreten der Usinger Tänzerinnen und Tänzer springt der Funke über. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Yeah! Durch das selbstbewusste Auftreten der Usinger Tänzerinnen und Tänzer springt der Funke über.
Bad Homburg. 

Tanzsport ist weit mehr als ein bisschen Bewegung im Rhythmus der Musik und dabei gut auszusehen. Die 250 Zuschauer, die das Formationsturnier der Oberliga Süd in Bad Homburg verfolgten, können ein Lied davon singen. Und sie singen es gerne. Denn der dritte Durchgang in der vierthöchsten deutschen Tanzsportklasse bot Rasse und Klasse. Mittendrin die gastgebende Lateinformation des TSC Usingen, die in der Sporthalle der Gesamtschule am Gluckenstein unter neun Oberligisten den dritten Platz ertanzte. Erschwitzte. Und erkämpfte.

Mit Ausstrahlung einlaufen: Die Trainer Christoph Kozubek, Susann Lehniger und Kevin Berz schreiten vorneweg, ihre Formation folgt. Bild-Zoom Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode)
Mit Ausstrahlung einlaufen: Die Trainer Christoph Kozubek, Susann Lehniger und Kevin Berz schreiten vorneweg, ihre Formation folgt.

„Das war unsere beste Saisonleistung“, freut sich Susann Lehniger, die mit Christoph Kozubek und Kevin Berz die Tänzer trainiert, von denen acht Paare gemeinsam und möglichst synchron bei einem solchen Wettbewerb über das Parkett wirbeln. „Wir haben eine ordentliche Schippe draufgelegt“, sagt sie.

Angriffslust vor dem Start

Für die 35-jährige Susann Lehniger, eine langjährige Regionalligatänzerin, kommt die Glanzleistung ihrer Schützlinge aber keineswegs überraschend. Sie hat es ihnen angesehen, noch bevor und während sie unter dem Applaus der Zuschauer einliefen. Schon dabei achten die Formationen auf Synchronität, wenn die Damen an der Hand von den Herren geführt werden und ebenfalls strahlenden Coaches hinterherschreiten. Sehr angriffslustig habe ihre Mannschaft da schon gewirkt, beschreibt es Lehniger.

Angefeuert: Auf den gut besetzten Rängen in der Sporthalle der Gesamtschule am Gluckenstein herrscht Begeisterung unter den Zuschauern. Bild-Zoom Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode)
Angefeuert: Auf den gut besetzten Rängen in der Sporthalle der Gesamtschule am Gluckenstein herrscht Begeisterung unter den Zuschauern.

Die schon vor dem ersten Beat versprühte Energie konnte die Frau aus dem Usinger Trainertrio ebenfalls nicht verblüffen. Denn die Coaches hatten ihre 16 Tänzerinnen in Grün und Rot sowie die 16 Tänzer in Schwarz, die erst in der zweiten Saison zusammen antreten, so richtig heiß gemacht. Die unmittelbare Vorbereitung auf ein Tanzturnier läuft bei den Usingern nämlich ab, als wären sie auch Ballsportler oder Skirennläufer.

So wird sich heißgemacht

Nach dem Aufwärmen versammelt sich die Formation in der Kabine, um sich auf den Wettkampf einzuschwören. „Mentalprogramm“, nennt das Susann Lehniger. Augen zu, Musik an. Sechs Minuten, so lange laufen die Klänge zur Choreografie „Café del Mar“, geht jeder Tänzer im Geiste die korrekten Schrittfolgen und Figuren durch, die er später abrufen soll. Wie ein Skiläufer vor dem Start. Danach wird von „null auf tausend“ (Lehniger) hochgefahren. Mit fetzigen Songs von Justin Timberlake und den Kings of Leon. Wie beim Fußball oder Handball.

„Die Dynamik im Ausdruck“ hat dem Trainertrio des TSC dann besonders gefallen während der beiden Auftritte – nach der Pflicht folgte sozusagen die Kür im „Großen Finale“ der sechs tagesbesten Formationen, in das die fünf Wertungsrichter das Taunusteam einstuften. Mit „ordentlich Druck nach vorne getanzt“, sagt Lehniger, hat die Formation – noch so eine Tanzsport-Formulierung.

Getragen von den Fans liefen die Usinger zu Hochform auf. Einer der Wertungsrichter sah die Gastgeber sogar an eins, einer auf Platz zwei, zwei auf Rang drei und einer auf Position vier. Damit festigte der Aufsteiger seinen dritten Tabellenplatz hinter Team B der Formationsgemeinschaft aus Hofheim, Wiesbaden und Rüsselsheim sowie dem Maintaler TSC.

„Jetzt haben wir Blut geleckt“, sagt nun Susann Lehniger, ähnlich angriffslustig wie ihre Tanzpaare. Wobei Platz drei schon ganz prima sei und absolut zufriedenstellend. Vielleicht ginge da aber noch mehr. Das nächste Turnier am Samstag in der Fischbacher Staufenhalle (Beginn: 15 Uhr) wird es weisen.

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