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Handball, 3. Liga Ost: Juliane Grauers Strahl genau ins Mark

Symbolbild Foto: Fotolia Symbolbild
Bad Homburg. 

Holger Hölzinger ist eine ehrliche Haut. Auch wenn die Drittligahandballerinnen der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus als erste Mannschaft den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter HSG Gedern/Nidda zu Fall brachten, fiel die Analyse des Trainers sachlich aus. „Es hat nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen“, ordnete Hölzinger den haarscharfen 25:24 (14:17)-Auswärtserfolg ein.

Die Partie begann für Ober-Eschbach/Vortaunus mit einem Schock und endete mit einem Kracher. Ersteres, weil sich die junge Torhüterin Marieke Naß bereits in der 7. Minute am linken Knie verletzte. Schmerzverzerrt lag die 19-Jährige am Boden, nachdem sie unglücklich gelandet war, konnte danach nicht mehr weiterspielen. „Wir gehen davon aus, dass es nur gezerrt ist“, erklärte Hölzinger. Ein MRT wird Klarheit bringen. Für den Kracher sorgte dann Juliane Grauer. Sechs Sekunden vor Schluss besorgte die Rückraumspielerin in Überzahl mit einem mächtigen Strahl aus der zweiten Reihe das 25:24. Das Weihnachtsgeschenk in Form von zwei Punkten war perfekt. Gedern/Niddas Trainer Christian Breiler, dem seine Torjägerin Sabine Eisenacher (Muskelfaserriss) fehlte, ärgerte sich: „Es darf jeder werfen, aber natürlich nicht Grauer.“

Erkennbar sind jedenfalls bereits Teile der Handschrift Hölzingers. Insbesondere in Sachen Umschaltspiel. Elf Treffer aus der ersten und zweiten Welle erzielte Ober-Eschbach, immer wieder wurden die wieselflinken Außen Lisa Lichtlein und Katarszyna Skoczynska, die beide sieben Mal trafen, nach Ballgewinnen in der Abwehr oder Paraden der guten Torfrau Aleksandra Baranowska (9 Paraden) mustergültig in Szene gesetzt. Weil die Gäste im Positionsangriff alles in allem weit weniger stark aufspielten, waren diese einfachen Treffer der Schlüssel zum Auswärtstriumph.

Die erste Hälfte verlief weitgehend ausgeglichen, erst zum Ende hin setzte sich Gedern/Nidda etwas ab. Die HSG nutzte Ober-Eschbachs Ballverluste und vergebene Chancen zur 17:14-Pausenführung. Als die Wetterauerinnen im zweiten Durchgang bis zum 20:16 (36.) nachlegten, sprach vieles für einen Sieg des Tabellenführers. Doch den personell geschwächten Gastgeberinnen kam die offensive Durchschlagskraft abhanden, 15 torlose Minuten sprechen Bände. Lichtleins Gegenstoß-21:20 sorgte für Ober-Eschbachs Führung, danach ging es hin und her. Bis Grauer den fulminanten Schlusspunkt setzte.

Freilich hellt der Sieg die Bilanz der FSG auf. Nach Minuspunkten ist man sogar Rangvierter, da Fritzlar unerwartet in Birkenau verlor. „Eigentlich“, sagt Manager Gerhard Döll, „wollten wir das eine oder andere Pünktchen mehr haben. Aber wir sind nicht unzufrieden.“ Trainer Hölzinger: „In der Rückrunde wollen wir Stabilität bekommen und Punkte sammeln. Dann schauen wir mal, was nach vorne geht.“

Spielfilm: 5:5 (10.), 10:10 (20.), 15:11 (26.), 17:14 (30.), 20:16 (36.), 20:18 (40.), 20:20 (49.), 24:25 (60.).

FSG: Baranowska, Naß; Lichtlein (7), Skoczynska (7), Grauer (3), Schwering (2), Mertens (2), Leidner (2), Orban (1), König (1), Bucher, Zsigmond, Özer, Pfeil.

Das nächste Spiel:

FSG Ober-Eschbach/Vortaunus – HSG Kleenheim (13. Januar, 19.45 Uhr)

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