Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Volleyball: Lisa Brinkmann und die Tipps des Nationaltrainers

Momentan wedelt sie mit der Familie auf den Allgäuer Skipisten. Wenn es am Montag wieder ins Volleyballtraining geht, wird sich die 14-Jährige gewiss an eine Trainingseinheit mit dem ehemaligen Bundestrainer erinnern.
Auch der Flachs blüht bei der kleinen Lektion. Foto: Marcel Lorenz Auch der Flachs blüht bei der kleinen Lektion.
Bommersheim/Frankfurt. 

Unverhofft kommt oft – und dann ist die Freude meist am größten. Was vielleicht etwas abgedroschen klingen mag, hat Wahrheitsgehalt – wie Lisa Brinkmann bestätigen kann.

Ein Besuch der Fraport Arena in Frankfurt-Höchst bescherte der Nachwuchsspielerin des TV Bommersheim jüngst ein Kurztraining mit einem ehemaligen Bundestrainer der Volleyball-Nationalmannschaft. Vital Heynen, Ex-DVV-Coach und aktuell Cheftrainer des Bundesligisten VfB Friedrichshafen, war mit seinem Team zu Gast bei den United Volleys Rhein-Main. Ehe er sein Team zum Auswärtssieg dirigierte, gab er noch flugs ein paar Tipps an Lisa und ihre Mannschaftskameradinnen.

Eigentlich waren die Junioren des TVB als Ballmädchen zum Punktspiel der Profis eingeladen worden. Entsprechend verdutzt sei man dann kurz vor Spielbeginn gewesen. „Er hat mir und meiner Freundin einen Ball zugeworfen und uns dann ein paar Wechsel spielen lassen“, berichtet Lisa. Aufmerksam verfolgte Heynen die jungen Spielerinnen und half gleich mit wertvollen Korrekturen weiter, Und wenn man dann Tipps von einem Trainer bekommt, der in seiner belgischen Heimat bereits zahlreiche Erfolge feiern konnte und regelmäßig in der Champions League antrat, hört man als aufstrebendes Talent natürlich besonders genau hin. „Ihm fiel auf, dass ich beim Baggern immer mit dem Kopf nicke“, erklärt Lisa, „außerdem würden wir noch zu sehr aus den Beinen pritschen.“ Insgesamt habe die kleine Übungseinheit nicht mehr als zehn Minuten gedauert, doch einen nachhaltigen Eindruck machte die Geschichte schon auf Lisa.

So schnell wie die Spielerin der U15 und U16 des TVB schaffte es wohl noch niemand zu Trainer Heynen. Vor nicht einmal vier Jahren meldete sich die seit Montag 14-Jährige im Verein an. „Ich habe damals nach einer Sportart für mich gesucht“, erinnert sie sich, „und da mein Vater im Volleyball aktiv war, bin ich einfach mal mit zum Training.“ Was sie dort sah, gefiel ihr auf Anhieb so gut, dass sie Papa Matthias in den Verein folgte.

Der sportliche Erfolg stellte sich schnell ein: 2016 holte die U15 um Lisa im Finale gegen den SC Königstein den Hessenjugendpokal. Kurz darauf gelang im Rundenbetrieb der Sprung in die Oberliga. Auch in der 4. Damenmannschaft des TVB ist Lisa bereits zu sehen gewesen.

Das überraschende Treffen mit Vital Heynen, der neben Friedrichshafen auch noch die A-Nationalmannschaft Belgiens betreut, ist das Highlight in Lisas noch junger Volleyball-Laufbahn. Von der großen Karriere träumt sie, trotz großer Freude am Sport, jedoch nicht. Auf die Frage, ob sie dem Lockruf eines Profitrainers erliegen könnte, bleibt sie ruhig und gelassen. „Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, Volleyball mal zum Beruf zu machen. Es ist mein Hobby. Allerdings auch mein wichtigstes Hobby.“ Gute Nachrichten also für Vater Matthias, der es auch weiterhin nicht weit hat zu den Heimspielen der Tochter. Zuletzt hat auch Lisas jüngerer Bruder Louis (10) mit dem Sport angefangen. Zurzeit befindet sich die Volleyballfamilie im Allgäu auf der Skipiste. Am Montag, wenn dann die Ferien vorbei sind, geht’s für Lisa wieder mit dem Training los. Worauf sie dann besonders achten muss, weiß sie ja jetzt dank der spontanen Hilfe eines Profis.

Zur Startseite Mehr aus Hochtaunus

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse