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Leichtathletik: Mit Nerven aus Stahl ins goldene Glück

Flatternde Nerven sind für die Königsteinerin kein Thema. Sie hat ihren Vorjahrescoup wiederholt. Mit dem weitesten Sprung im sechsten Versuch. Jetzt schaut sie bereits nach vorne – und will auch bei der EM aufs Podest.
Gleich hat sie Gewissheit: Maryse Luzolo (Königsteiner LV) holt bei Deutschen U23-Meisterschaften in Leverkusen mit 6,57 Metern Gold. Gleich hat sie Gewissheit: Maryse Luzolo (Königsteiner LV) holt bei Deutschen U23-Meisterschaften in Leverkusen mit 6,57 Metern Gold.
Leverkusen. 

Die Nerven haben gehalten. Mit einem Satz auf 6,57 Meter – im allerletzten Durchgang – holte sich Maryse Luzolo (Königsteiner LV) bei den Deutschen Junioren-Meisterschaften in Leverkusen den Titel im Weitsprung. Damit war der 22 Jahre jungen Biologiestudentin zugleich die Titelverteidigung gelungen.

Keine Frage, der Weitsprung-Wettbewerb war nichts für schwache Nerven. Als Titelverteidigerin und mit 6,61 Metern als Führende in der Meldeliste war die Bundeskader-Athletin des KLV nach Nordrhein-Westfalen gekommen. Gleich im ersten Versuch setzte sie sich mit 6,32 Metern an die Spitze des Feldes. Zwei Durchgänge später steiegret sie sich um satte 16 Zentimeter und schockte die Konkurrenz mit einem 6,48-Meter-Satz.

Applaus, Applaus: Maryse Luzolo freut sich riesig. Bild-Zoom
Applaus, Applaus: Maryse Luzolo freut sich riesig.

Im fünften Durchgang folgte dann der Konter von Hauptkonkurrentin Anna Bühler (Unterländer TG). Für die Baden-Württembergerin spritzte der Sand bei 6,51 Metern auf – die Führungsposition hatte nun sie inne. Jetzt war der Druck für Maryse Luzolo groß. Schließlich blieb ihr nur noch ein einziger Versuch, um das Blatt nochmals zu wenden. Anlauf, Absprung, Landung – dann leuchteten für die Königsteinerin 6,57 Meter auf der Anzeigetafel auf. Klar, die 22-Jährige war da natürlich völlig aus dem Häuschen. Ihr Jubel kannte keine Grenzen.

„Das war vom Kopf her schon sehr schwierig. Ich wollte den Titel ja unbedingt verteidigen“, sprudelte es aus ihr später nur so heraus, „es musste alles passen. Zum Glück tat es das ja dann auch.“ Sicherlich habe auch die Erfahrung ihr geholfen: „Ich hatte ja schon so einige Wettkämpfe, bei denen ich erst im letzten Durchgang am weitesten gesprungen bin.“

Angesprochen auf die im Juli anstehende Junioren-EM im polnischen Bydgoszcz, verriet Luzolo: „Eins meiner Ziele ist die Verbesserung meiner Bestmarke von 6,61 Metern – und vielleicht klappt’s ja mit einem Medaillenrang.“ In den bis dahin verbleibenden rund drei Wochen wird nun vor allem an der Konstanz der Sprünge im Bereich von 6,55 bis 6,60 Metern gearbeitet. In Leverkusen war sie eine der wenigen, die sechs gültige Versuche in die Wertung brachten – alle weiter als 6,17 Meter.

Nicht rund lief es für Luzolos KLV-Kollegen Gianluca Puglisi. Eigentlich wollte er zumindest die DM-Norm für die Männer-Titelkämpfe in Erfurt knacken – im Optimalfall hatte er ein Ticket für den EM-Express nach Polen im Auge. Beides misslang. Der Jura-Student kam mit seinem weitesten Satz auf 7,31 Meter (5.) und blieb genau zehn Zentimeter unter seiner Jahresbestmarke. Für die „Deutschen“ hätten es 7,55, für die EM gar stramme 7,80 Meter sein müssen. Muskuläre Probleme hatten ihn nach starker Hallensaison dann „im Freien“ gepiesackt. Manch dadurch fehlender Wettkampf machte sich nun in Leverkusen bemerkbar.

Endstation Vorlauf hieß es über 400 Meter für Judith Entzeroth (MTV Kronberg). Dass die Wiederholung ihres Vorjahreserfolges (8.) schwierig sein würde, war klar. Mit einer Saisonbestmarke von 56,39 Sekunden war sie nur 15. der Meldeliste. Als Dritte ihres Vorlaufs wurde sie nun in 56,78 gestoppt. Zum Sprung ins B-Finale fehlten 0,50 Sekunden.

Auch die Anspacherin Annika Lena Lietz (MTV) war über 400 Meter unterwegs. Mit 58,61 (Rang 21) konnte sie ihre Jahresbestzeit (58,10) jedoch nicht steigern. Ebenfalls aus Neu-Anspach kommt Gordon Porsch (LG Ovag Friedberg-Fauerbach). Der Stabhochsprung-Spezialist erhielt vom nationalen Verband eine Sonderstartgenehmigung. Nach einem Sportunfall in der Hallensaison musste er mehrere Monate pausieren, bekam nun aber von den Ärzten „grünes Licht“. Porsch ließ die ersten Höhen (4,70/4,90 m) aus und stieg erst bei 5,00 Meter in den Wettkampf ein. Obwohl es im Training bestens lief, schied Porsch mit einem „Salto nullo“ aus.

Über 4x400 m war die Startgemeinschaft TSG Wehrheim/TG Camberg mit von der Partie. Eric Helfesrieder, Leon Rudolph (beide TSGW), Jonas Eufinger (TGC) und Marvin Kappes (TSGW) wurden in starken 3:20,54 min. Siebter. jp

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