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Leichtathletik: Rückblick auf die Saison 2017: Im Sauseschritt auf Erfolgskurs

Es war ein bewegtes Jahr für die Leichtathleten im Kreis. Starke Leistungen in der Halle, Verletzungspech bei den Etablierten, grandiose internationale Auftritte zweier Youngster und talentierte Schüler, die nach vorn drängen. Eine interessante Mischung.
Zwei Kreisrekorde, dann der DM-Titel im U20-Siebenkampf und Silber bei der Jugend-EM in Italien: Elena Kelety (KLV, Mitte) stürmte schier unaufhaltsam durch die vergangene Saison – und dies nach einem verletzungsbedingt für sie wahrlich nicht einfachen Start ins Jahr. Bilder > Zwei Kreisrekorde, dann der DM-Titel im U20-Siebenkampf und Silber bei der Jugend-EM in Italien: Elena Kelety (KLV, Mitte) stürmte schier unaufhaltsam durch die vergangene Saison – und dies nach einem verletzungsbedingt für sie wahrlich nicht einfachen Start ins Jahr.
Hochtaunus. 

Beim Rückblick auf die Leichtathletik-Saison 2017 führt kein Weg an ihm vorbei: Gianluca Puglisi (Königsteiner LV) gelang nämlich ein echter Knaller. Der Bundeskaderathlet holte sich bei den nationalen Meisterschaften unter dem Hallendach in Leipzig mit beeindruckenden 7,71 Metern die deutsche Vizemeisterschaft. Im Freien ging es nicht ganz so weit, doch mit starken 7,41 Metern tilgte der sprungstarke Student den sage und schreibe 46 Jahre alten Kreisrekord aus der Liste.

Aus der erhofften Teilnahme an der Junioren-EM im polnischen Bydgoszcz wurde dann aber nichts. Anhaltende muskuläre Probleme machten dem KLVer einen Strich durch die Rechnung. Auch bei der DM in Erfurt gab es verletzungsbedingt ein frühes „Aus“.

Zwei neue Kreisrekorde verbuchte Zehnkämpfer Jan Felix Knobel, der ebenfalls im weinroten Trikot des KLV unterwegs ist. Jedoch nicht in der „Königsdisziplin“ der Leichtathleten: Der Olympia-Teilnehmer von London setzte das neue Maß der Dinge im Speerwerfen bei hervorragenden 70,73 Metern – eine Weite, mit der der Taunusmann unter Deutschlands Wurf-Spezialisten auf Rang 19 gelistet wird.

Der Architekt löschte zudem im Kugelstoßen mit 15,92 Metern einen Uraltrekord aus der Statistik. Beim erhofften Zehnkampf-Comeback machte Knobel jedoch einmal mehr die Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Nach zwei erfolgreich verlaufenen Operationen am Saisonende soll es 2018 nochmal mit den zehn Disziplinen klappen.

Knobels KLV-Vereinskollegin Maryse Luzolo fing das Jahr als hessische Vizemeisterin mit 6,36 Metern im Weitsprung an, steigerte sich dann eine Woche später als Siegerin bei den „Süddeutschen“. Ein Resultat von internationaler Bedeutung markierte die Weitenjägerin bei einem Meeting in Oberteuringen mit hervorragenden 6,61 Metern. Mit dieser Top-Weite stellte die Bundeskaderathletin nicht nur einen neuen Kreisrekord auf, sondern rangiert bei den Frauen in Deutschland an Position vier und im Bereich der Juniorinnen (U23) in Europa auf Platz zwei.

Ihre Klasse konnte die KLVlerin dann bei der U23-EM in Bydgoszcz (Polen) nicht unter Beweis stellen. Sie erlitt eine schwere Knieverletzung beim Krafttraining. Als kleiner Trost blieb die Verteidigung des DM-Titels bei den Juniorinnen (6,57/in Leverkusen). Die komplizierte Operation hat Luzolo gut überstanden und auch schon mehrere Reha-Maßnahmen hinter sich gebracht, wobei an „leistungsorientiertes“ Training aktuell aber noch nicht zu denken ist.

Mit eisernem Willen kämpfte sich eine A-Jugendliche (U20) zurück an vorderste Front. Dabei stand für Elena Kelety (KLV) vor, beziehungsweise hinter der Saison ein großes Fragezeichen. Nach einer schweren Ellenbogen-Operation im Vorjahr gab es für 2017 keine konkrete Saisonplanung. Der Fokus im Herbst und über die Wintermonate lag komplett auf Rehabilitation und vorsichtigem Aufbau. Elena kämpfte tapfer in jeder Einheit und wurde schließlich für ihr konsequentes Arbeiten belohnt: 3214 Punkte (Vierkampf) und 5331 Zähler (Siebenkampf) bedeuteten jeweils Kreisrekord.

Die absolute Krönung eines tollen Jahres für die angehende Abiturientin war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Siebenkampf und die Nominierung für die Jugend-Europameisterschaften im italienischen Grosseto. Dort trug die KLV-Athletin dazu bei, dass der deutsche Nachwuchs über 4x400 Meter Silber holte.

Auch bei der B-Jugend (U18) gab es eine Überfliegerin, und sie trägt ebenfalls das KLV-Trikot: Marshella Foreshaw vertrat die deutschen Farben bei der Weltmeisterschaft für den Nachwuchs in Kenias Hauptstadt Nairobi. Im Siebenkampf sammelte Marshella 5430 Punkte (4.) und schrammte nur um 37 Zähler an Bronze vorbei. Hinzu kamen in einem sehr starken Jahr noch diverse HM-Medaillen sowie „Bronze“ bei der Jugend-DM in Ulm über 100 Meter Hürden – in neuer Kreisrekordzeit von 13,71.

In den Schülerklassen kann die TSG Wehrheim auf ein großes Talent in ihren Reihen verweisen. Oliver Koletzko (M-14) überzeugte als DM-Zweiter im Blockmehrkampf Sprint/Sprung sowie als süddeutscher Meister im Weitsprung.

Dass sich konsequentes Training, starke Leistungen und Verzicht auf diverse Freizeitaktivitäten auszahlen, erlebte das Trio Anna Schösser (HTG Bad Homburg/Mittelstrecke), Aaron Heinz (MTV Kronberg/110 Meter Hürden) und Jette Priedemuth (Königsteiner LV/Hammerwurf). Ende des Jahres gab’s für die drei nämlich Post vom Deutschen Leichtathletik Verband. Die darin enthaltene tolle Bescherung: Aufnahme in den Bundeskader.

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