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Handball: TSG Oberursel: Revanche und ein Pflichtsieg

Von Ein Spiel durch ein Gegentor Sekunden vor Schluss zu verlieren, kann Handballern lange in den Köpfen bleiben. Die TSG Oberursel vertreiben gegen die TG Kastel diese bösen Geister.
Viktoria Heilmann (TSG) Foto: Heiko Rhode Viktoria Heilmann (TSG)
Oberursel. 

Krimifreunde kommen zur „Primetime“ neuerdings schon am Samstagabend voll auf ihre Kosten. Während am Sonntag die Tatort-Kommissare ihre Fälle lösen, liefern die Handballer der TSG Oberursel tags zuvor in schöner Regelmäßigkeit in der EKS-Sporthalle einen Thriller ab. Meistens hat er ein Happy End. So auch am Wochenende, als die TSGO-Männer in der Landesliga Mitte den siebten Sieg im neunten Heimspiel landeten. Beim 24:23 gegen die TG Kastel machte es die Mannschaft von Trainer Kazimir Balentovic wieder einmal besonders spannend.

Das Spiel wurde mit hoher Intensität geführt, es dominierten die Abwehrreihen. Die Angriffe wurden zwar schnell vorgetragen, es fehlte aber die klare Linie. Der TSGO merkte man den unbedingten Siegeswillen an, die Gäste warfen ihre Erfahrung und körperliche Überlegenheit in die Waagschale.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel hektischer, Oberursel konnte mehrere Unterzahlsituationen gut überstehen. Torwart Viktor Lotz sorgte nach seiner Einwechslung für neue Stabilität, so dass die Gastgeber einen knappen Rückstand umdrehen konnten. Tobias Jockel brachte die Hausherren fünf Minuten vor Schluss zum 21:20 erstmals im zweiten Abschnitt in Führung. Jetzt kam die große Zeit von Phil-Lukas Ljubic im rechten Rückraum, der die drei letzten Treffer für sein Team erzielte. 30 Sekunden vor Schluss warf er das 24:22. Felix Holtkötter (7 Tore insgesamt) gelang zwar rasch der Anschlusstreffer für Kastel, jedoch ließen sich die Gastgeber in den letzten Sekunden durch die offene Deckung nicht mehr irritieren. Anders als im Hinspiel, als Oberursel quasi mit dem Abpfiff das Tor zum 29:30 gefangen hatte, behielt die junge Mannschaft dieses Mal die Nerven. Nach dem Abpfiff brach großer Jubel unter den 100 Zuschauern in der Halle aus und Balentovic strahlte. „Ich bin überglücklich“, sagte Oberursels kroatischer Trainer, „mit diesem Sieg hatte ich schon nicht mehr gerechnet. Ich bin stolz auf meine junge Mannschaft.“

Spielfilm: 3:4 (10.), 8:8 (20.), 11:12 (30.), 16:17(40.), 18:18 (50.), 24:23 (60.).

TSG Oberursel: Geier, Lotz, Walz, Ljubic (je 5), Avemann (4), Jockel (3), Wienand, Hentschel (je 2), Brühl (2/1), Ghinea (1), Weber, Ilestro, Juli, Issa.

Damen: Nur ein Kritikpunkt

Eher geruhsam war die Partie vor dem Männer-Spiel über die Bühne gegangen. Sehr zur Freude von Oberursels Oberliga-Handballerinnen, die ihre Pflicht gegen den Tabellenzehnten TSV Eintracht Böddiger trotz größerer Verletzungssorgen mit 34:26 erfüllten.

Außer den noch länger verletzten Stammspielerinnen Nadine Okrusch und Julia Buße fehlten auch Alina Lindner (Sprunggelenk) und Nina Cutura (krank), dafür bissen Torfrau Annika Steitz und Siebenmeter-Spezialistin Victoria Heilmann auf die Zähne.

Vor allem spielerisch zeigte der Tabellenzweite eine starke Leistung. Es gelangen viele schön herausgespielte Tore. Auffallend agierte dabei Sharon Hulin, die sich als Linkshänderin immer wieder auf Rechtsaußen durchsetzen konnte und fünf herrliche Treffer erzielte.

Trainer Paul Günther war beinahe vollends zufrieden. „Nur die Chancenauswertung war nicht in Ordnung“, lautete sein Kritikpunkt, den er in den vergangenen Wochen nicht zum ersten Mal äußerte. So vergab Oberursel allein vier Siebenmeter. Es ist in dieser Saison aber eine Qualität des Aufstiegsaspiranten, dass solche Fehler auf 60 Minuten gesehen die ganze Mannschaft wieder ausgleicht. Während Böddiger mit der kräftigen Torjägerin Christin Schene – sie baute mit alleine 15 Treffern ihr Konto auf 201 Saisontore aus – und Anne Kühlborn (8) kaum etwas zu bieten hatte, übernimmt bei der TSGO nahezu jede Spielerin Verantwortung. Von den Neuzugängen hat vor allem die von der SG Wehrheim/Obernhain gekommene Johanna Pierags eine erstaunliche Entwicklung gemacht.

Spielfilm: 9:5 (10.), 15:11 (20.), 19:15 (30.), 25:21 (40.), 31:24 (50.), 34:26 (60.).

TSG Oberursel: Steitz, Petri; Heilmann (6/6), Hulin (6), Okrusch, Sellner, Kürten (je 5), Pierags, von der Wehl (je 2), Stahl, Hofmann, Müller (je 1), Frölich.

 

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