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Eisbachtal: Aufstieg und DFB-Pokal im Visier

Mit neun Siegen und zwei Unentschieden legte Eisbachtal eine beeindruckende Serie hin. Personalprobleme lösten Sturz auf den dritten Platz aus – doch die Perspektive ist gut.
42 Treffer in 19 Spielen: Die Spieler der Sportfreunde Eisbachtal um (vorne von links) Lukas Reitz, Masaya Omotezako und Max Olbrich hatten in der Rheinlandliga häufig Grund zur Freude. Foto: SF Eisbachtal 42 Treffer in 19 Spielen: Die Spieler der Sportfreunde Eisbachtal um (vorne von links) Lukas Reitz, Masaya Omotezako und Max Olbrich hatten in der Rheinlandliga häufig Grund zur Freude.
Nentershausen. 

Nur ein Tor fehlte Fußball-Rheinlandligist Sportfreunde Eisbachtal am Ende der vorigen Saison, um über den Umweg Aufstiegsrunde doch noch in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aufzusteigen. Die 0:1-Niederlage im entscheidenden Spiel in Idar-Oberstein bedeutet allerdings zwangsläufig für die „Eisbären“, dass der Gang in die nächsthöhere Klasse ihnen verwehrt bleibt – vorerst zumindest. In der aktuellen Runde fällt dem Westerwälder Traditionsverein damit fast schon automatisch die Favoritenrolle zu, die er in großen Teilen bisher erfüllte.

Mit dafür verantwortlich ist eine phänomenale Serie zu Saisonbeginn: Vom ersten bis zum elften Spieltag blieben die Sportfreunde ungeschlagen. Neun Siege und zwei Unentschieden brachte die Elf um Kapitän Manuel Haberzettl in dieser Zeit zustande. Vergessen machten die Eisbachtaler damit die Sorgen, die vor Saisonbeginn rund um das Eisbachtalstadion in Nentershausen grassierten. Schließlich verließ mit David Röhrig ein Torjäger par excellence den Verein; 2016/17 erzielte er 21 Treffer in der Rheinlandliga.

Dreikampf um zwei begehrte Plätze – Vier Teams mit ...

19 von 34 Spieltagen sind absolviert in der Rheinlandliga. Und es zeichnet sich ein Dreikampf zwischen dem TSV Emmelshausen (42 Punkte), der TuS Koblenz 2 (39) und den Sportfreunden Eisbachtal (38)

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Dass Röhrig zu Saisonbeginn im Eisbachtaler Team kaum vermisst wurde, lag vor allem an einer Person: Lukas Reitz. Der Sprössling des ehemaligen Eisbären-Trainers Norbert Reitz schien im ersten Saisondrittel nach Belieben die gegnerischen Torhüter in der Rheinlandliga zu überwinden. Nicht zuletzt deswegen wurde er von unserer Zeitung in Anlehnung an Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo als „LR7“ getauft.

Doch Lukas Reitz war gewiss nicht allein der Vater des Erfolgs, wie Trainer Marco Reifenscheidt immer wieder betonte. Sondern die komplette Mannschaft, die sich in bester Spiellaune präsentierte und scheinbar im Vorbeigehen auch enge Spiele gegen direkte Mitkonkurrenten um den Aufstieg wie TSV Emmelshausen (3:2) oder SG Mülheim-Kärlich (2:1) gewann.

Anfang Oktober passierte dann allerdings das, wovor Trainer Reifenscheidt fast schon gebetsmühlenartig während der Euphoriewelle zu Saisonbeginn gewarnt hatte: Die schier unbesiegbar wirkenden Eisbachtaler erlitten die erste Saisonniederlage, zu Hause gegen den mittelmäßigen SV Morbach (0:1).

Was folgte waren durchwachsene Ergebnisse; in fünf Spielen gelang nur noch ein Sieg, zudem gab es jeweils zwei Unentschieden und Niederlagen. Die Sportfreunde mussten damit der personellen Situation Tribut zollen, denn die Liste der Langzeitverletzten wurde im Saisonverlauf immer länger. Zwischenzeitlich konnten sieben Spieler – darunter größtenteils Stammspieler wie Andreas Hundhammer, Max Olbrich oder Sommer-Neuzugang Florian Kröner – längerfristig nicht auflaufen.

Trotz dieser Verletztenmisere schafften es die Eisbachtaler allerdings den Rückstand auf den TSV Emmelshausen, der die Sportfreunde nach dem 13. Spieltag an der Tabellenspitze ablöste, bis zur Winterpause mit vier Punkten den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen. Maßgeblichen Anteil daran hatte Moritz Hannappel mit seinen Treffern. Der Girkenröther sprang für den gegen Ende der Hinrunde vor dem Tor oft glücklosen Lukas Reitz in die Bresche, so dass beide nunmehr zehn Saisontreffer aufweisen; Robin Stahlhofen ist mit sieben Toren der drittbeste interne Schütze.

In der Rückrunde dürfen die Eisbachtaler nunmehr von der Oberliga-Rückkehr nach sieben Jahren Abstinenz träumen. Genauso lebt weiterhin der Traum vom ersten DFB-Pokaleinzug seit dem Zweitrundenaus gegen den damaligen Zweitligisten Rot-Weiß Oberhausen im Jahr 1998, denn die Reifenscheidt-Elf steht schließlich im Halbfinale des Rheinlandpokalwettbewerbs gegen Oberligist TuS Rot-Weiß Koblenz. Der zweite Saisonabschnitt verspricht also viel Spannung.

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