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American Football: Das „Ei“ fliegt wieder auf dem MeKo

Die Limburg MeKo Mustangs sind wieder da. Das American-Football-Team vom Mensfelder Kopf – vor Jahren schon einmal aktiv – steckt derzeit in der Findungsphase und will bald wieder angreifen.
Die MeKo-Footballer trainieren eine Spielsituation. Foto: Picasa Die MeKo-Footballer trainieren eine Spielsituation.
Hünfelden-Mensfelden. 

Es ist eine bunt zusammengewürfelte Truppe, die sich an diesem Abend auf dem Mensfelder Kopf (MeKo) zusammenfindet: einige gestandene Männer, ein paar Jugendliche und sogar eine 17-Jährige; die meisten dünn, einige etwas kräftiger. Eines eint sie, und deshalb sind sie hier: der Spaß am American Football.

Seit 2010 gibt es die Footballer der Limburg MeKo Mustangs bereits. Nach ein paar Erfolgen war das Projekt zunächst gescheitert; doch nun haben sich wieder ausreichend begeisterte Sportler gefunden, die regelmäßig üben. Im Training geht es direkt intensiv zur Sache: Warmlaufen, ein paar Sprints. „Go!“, ruft Coach Randy. Im Takt machen die 15 Footballer zehn Liegestütze, danach ein paar Kniebeugen. Die meisten ziehen komplett mit; wer eine Pause braucht, ruht kurz aus und macht baldmöglich weiter. Es wird langsam kalt auf dem Mensfelder Kopf, doch die Footballer brauchen sicherlich keine Wärmflaschen.

Die Situation Eins-gegen-Eins: Hier stehen sich Lea und Mark im Training gegenüber. Bild-Zoom Foto: Picasa
Die Situation Eins-gegen-Eins: Hier stehen sich Lea und Mark im Training gegenüber.

In der ersten Trinkpause sind alle schon ein wenig außer Atem – der Fitnessaufbau gehört eben dazu. „Danach kann man schon mal drei Tage Muskelkater haben“, meint Nils Fischer. Er ist stellvertretender Abteilungsleiter der MeKo Mustangs und trainiert regelmäßig mit. Was ihm an dem Sport, der ursprünglich aus den Vereinigten Staaten kommt, so gefällt? „Football ist unglaublich vielseitig und taktisch geprägt. Und das Wichtigste: Jeder kann es spielen.“ Die Zusammengehörigkeit im Team sei durch die Liebe zum Sport stark ausgeprägt. Alle sind eben „positiv verrückt“, wie es Nils ausdrückt.

Auch die 17-jährige Lea ist heute mit dabei. Ihr Vater ist Amerikaner – das Interesse am Football ist da Programm. Nun hörte sie vom Neustart der Mustangs und schaute einfach mal vorbei. „Es macht viel Spaß“, sagt sie. Und Berührungsängste hat die junge Frau wahrlich keine: In der nächsten Übung versuchen sich die Footballer am Tackling. Lea probiert, den kräftigen Mark zu Boden zu reißen. Das gelingt freilich nicht, zu groß ist der Gewichtsunterschied zwischen den beiden. Aber als Lea einen der anderen zu Fall bringt, applaudieren alle. Von Mustangs-Abteilungsleiter Uwe Obermann gibt es einen anerkennenden Klaps auf den Helm.

Info: Trainieren mit Bobby Maynard

Die MeKo Mustangs trainieren immer mittwochs ab 18 Uhr und samstags ab 16 Uhr auf dem Mensfelder Kopf und normalerweise unter der Leitung von Chefcoach Bobby Maynard.

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„Wir versuchen jetzt erstmal, alle auf einen Stand zu bringen“, meint er. Schließlich sind die meisten Trainingsteilnehmer blutige Anfänger, nur eine Handvoll war schon früher bei den Mustangs dabei. Die Ausrüstung stellt anfangs der Verein – Uwe Obermann hat extra Leihhelme und „Shoulder Pads“ (Schutzkleidung für Oberkörper und Schultern) besorgt. Meistens kommen die Footballspieler erstmals über das Fernsehen mit dem Sport in Kontakt: die Sendung „Ran“, in der immer sonntags ein oder zwei Footballspiele aus den USA übertragen werden, erlangte in den vergangenen Jahren gerade bei jüngerem Publikum einen hohen Bekanntheitsgrad. Davon profitieren auch die Mustangs. Trotzdem sucht der Verein händeringend nach Spielern – schließlich braucht man mindestens 22 Akteure für ein Match, nach oben gibt es quasi keine Grenze.

Zurzeit sind die MeKo Mustangs noch in der Findungsphase. „Neue“ sind also immer gerne gesehen und sollen einfach beim Training vorbeischauen. In diesem Jahr wollen die Mustangs nur trainieren sowie das ein oder andere Freundschaftsspiel absolvieren. Für 2018 planen Obermann & Co. den Start in der Aufbauliga.

Zum Abschluss spielen die Mustangs heute drei gegen drei. Ein Team hat den Ball und versucht, die gegnerische Linie zu überqueren. Da geht es schon mal härter zur Sache, aber immer fair. Dem Football-Anfänger Mark gefällt das besonders: „Der ständige Körperkontakt reizt sehr. Und das Training ist gut, um ein bisschen fitter zu werden“, erzählt er. Am Ende macht auch Uwe Obermann mit. Eigentlich ist er nicht mehr aktiv, aber das Spiel mit dem unförmigen Ei macht ihm einfach zu viel Spaß.

„Tief bleiben!“, ruft Coach Randy immer wieder, während Kapitän Moo und die anderen aufeinander zu stürmen. Randy ist Uwe Obermanns Sohn, er spielt normalerweise bei den Fighting Farmers Montabaur und leitet heute freiwillig das Training. Und auch er schnürt bei der letzten Übung die Schuhe und tritt gegen seinen Vater an – keine Chance für Randy. Zum Schluss laufen die Mustangs noch eine Runde aus. Alle sind fix und fertig, doch zufrieden über eine gelungene Trainingseinheit.

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