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Winterpause: Der SV Elz eilt Richtung Gruppenliga

In der nun fußballfreien Zeit genießen die Kicker ihre Ruhe. Wie haben sich die Kreisvertreter in ihren jeweiligen Spielklassen verkauft? Wer hat in den Kreisligen die besten Aufstiegschancen, wer muss um den Klassenerhalt kämpfen? Die Nassauische Neue Presse blickt von der Hessenliga bis zur Kreisliga C zurück auf den bisherigen Saisonverlauf. Heute: die Kreisoberliga, die sich ausgeglichen wie nie zuvor präsentiert.
Aristote Matondo (links) vom TuS Obertiefenbach versucht Florian Klaner, treffsicherer Schütze der SG Niedershausen/Obershausen, aufzuhalten. Aristote Matondo (links) vom TuS Obertiefenbach versucht Florian Klaner, treffsicherer Schütze der SG Niedershausen/Obershausen, aufzuhalten.
Limburg-Weilburg. 

Die Liste der Topfavoriten auf den Aufstieg in die Gruppenliga Wiesbaden war vor der Saison wieder einmal recht lang. Gruppenliga-Absteiger SG Kirberg/Ohren/Nauheim hatten viele auf der Rechnung, ebenso den SV Elz und die SG Merenberg. Aufgrund personeller Aufrüstung wurden auch dem TuS Obertiefenbach Chancen eingeräumt. Der SV Mengerskirchen mit seiner jungen, eingespielten Mannschaft hatte man ohnehin für die vorderen Plätzen eingeplant. Und dann ist da noch die Offensivwucht der SG Niedershausen/Obershausen, die durchaus auch in der Lage wäre, ganz vorne mit dabei zu sein. Doch was wurde aus den genannten Teams? Einige erfüllten die Erwartungen, andere wiederum nicht im geringsten.

Blickt man nach 19 absolvierten Partien auf das Klassement, fällt vor allem eines auf: Der SV Elz wird seiner Favoritenrolle absolut gerecht. Die Mannschaft von Spielertrainer Mehmet Dragusha überwintert mit satten neun Punkten Vorsprung auf Rang eins. Die Elzer sind vielleicht nicht die beste Mannschaft der Kreisoberliga, ganz sicher aber das Team mit der größten Reife. Die Gelb-Schwarzen spielen diszipliniert, lassen in der Defensive recht wenig zu und kommen im Stile einer Spitzenmannschaft zu Toren. Diese Art Fußball reicht, um einen gewaltigen Puffer zu schaffen. Lediglich zu Beginn der Spielzeit stotterte der Elzer Motor mit lediglich sieben von 15 möglichen Punkten. Mittlerweile sind weitere 14 Partien vergangen, in denen kein Rivale den SVE besiegen konnte – eine unglaublich konstante und gute Leistung. Um eines ganz klar zu machen: Es müsste schon vieles zusammenkommen, wenn der SV Elz sich diesen Vorsprung noch nehmen lässt, zumal der Ligaprimus insgesamt nur zwölf Zähler nicht geholt hat.

Gruppenliga-Absteiger SG Kirberg/Ohren/Nauheim erfüllte größtenteils die eigenen Erwartungen. 33 Punkte aus 18 Spielen reichen für Rang drei. Zumindest der Relegationsrang dürfte für die Hünfeldener mehr als realistisch sein. Zwar begann die Runde mit einem deftigen 0:5 beim TuS Obertiefenbach, doch je länger die Saison dauerte, desto stabiler präsentierte sich die Truppe von Spielertrainer Daniel Dylong.

Direkt vor dem Gruppenliga-Absteiger rangiert zur Winterpause allerdings die Überraschung schlechthin. Aufsteiger TSG Oberbrechen , der sich ganz schnell an die neue Umgebung gewöhnt hatte, besticht durch Offensivkraft, die in Zahlen eigentlich erst aussagt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. 62 Tore in 19 Spielen – das sind noch einmal 14 mehr als Tabellenführer SV Elz aufweist – überdecken die durchaus anfällige Defensive der TSG allemal. Vor allem in der zweiten Hälfte der Hinrunde war gegen Oberbrechen kaum ein Gegner in der Lage, eine Niederlage zu vermeiden. Nach einer klaren 0:5-Niederlage beim SV Mengerskirchen ging es bei der Elf von Christian Michel und Andreas Weyl so richtig ab: Es folgten neun Siege, lediglich einmal wurden die Punkte geteilt (2:2 gegen TuS Lindenholzhausen), und nur einmal setzte es eine Niederlage (1:2 gegen SG Selters). Ob es für die TSG Oberbrechen wirklich zum ganz großen Wurf – in diesem Fall Platz zwei – reicht, bleibt allerdings abzuwarten. Viele Faktoren müssten hier zusammenkommen, damit die Konstanz bis zum Saisonende gehalten werden kann.

Spätestens ab dem dritten Tabellenplatz bietet sich ein kurioses Bild im Kreisoberhaus. Der Vorsprung auf den elften Rang (TuS Frickhofen) beträgt gerade einmal sechs Punkte. Eine kleine Negativserie kann zum Absturz führen, ein kleiner Lauf von erfolgreichen Spielen kommt einem Höhenflug gleich. Das Feld der Anwärter auf den Relegationsplatz ist groß und vermutlich ausgeglichen wie nie.

Mit dabei ist auch der SV Mengerskirchen , der zwar einen katastrophalen Saisonstart erwischt hatte, mit zunehmender Dauer aber immer besser und demnach auch erfolgreicher wurde. Platz vier mit 32 Punkten ist der Lohn der kleinen Aufholjagd.

Mit derselben Punktzahl ausgestattet ist auch die fünftplatzierte SG Selters . Allen Unkenrufen zum Trotz spielen die „Wassermänner“ trotz namhafter Abgänge eine mehr als beachtliche Saison. Lediglich 22 Gegentore – zweitbester Ligawert – bei nur 28 erzielten Treffern sieht ein wenig wie Minimalistenfußball aus. Die Zahlen sprechen aber für die Selterser, die einem beruhigenden Saisonende entgegensteuern und deutlich über ihren Erwartungen liegen dürften.

Jahr für Jahr mit den gleichen Problemen kämpft die SG Niedershausen/Obershausen . Einigen Wochen auf dem Platz an der Sonne folgte die Ernüchterung. Überraschende Niederlagen und sieben Remis (Höchstwert der Liga) ließen die Elf aus dem Kallenbachtal auf Rang sechs „stürzen“. Angesichts von nur fünf Punkten Rückstand auf Rang zwei ist aber auch bei der SG noch alles möglich.

Dass mit der SG Oberlahn ein weiterer Aufsteiger auf Rang sieben überwintert, dürfte einige Experten auch überrascht haben. Die Spielgemeinschaft absolviert allerdings eine mehr als gute Runde und hat vor allem in der Offensive ihre Qualitäten.

Im Tabellenmittelfeld – das aber wie bereits beschrieben, ebenfalls in Schlagdistanz zur Spitzengruppe steht – befindet sich unter anderem die SG Merenberg . Im Sommer noch Teilnehmer der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga, hat sich bei der Mannschaft von Trainer Stefan Simon vor allem am Personal etwas geändert. Einige Leistungsträger sind nicht mehr mit dabei, andere gestandene Spieler wurden installiert. Dass dort noch nicht alles rund läuft, ist also keine große Überraschung. Teams wie der VfL Eschhofen , TuS Dietkirchen 2 , TuS Frickhofen oder Aufsteiger TuS Lindenholzhausen rangieren im ziemlich gesicherten Bereich, sie dürfen aber durchaus noch nach oben blicken. Von der Dietkircher Verbandsliga-Reserve hätte man nach gutem Saisonstart allerdings durchaus mehr erwarten können.

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