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Fußball: Spieler des Monats Dezember: Der Ungezähmte: Jerome Zey

Die Nassauische Neue Presse hat sich bei der Wahl für den „Spieler des Monats Dezember“ für Jerome Zey vom Fußball-Hessenligisten SV Rot-Weiß Hadamar entschieden. In die engere Auswahl kommt jeweils ein Fußballer/eine Fußballerin, der/die auf oder neben dem Sportplatz besonders positiv aufgefallen ist.
Ließ sich nicht kleinkriegen: Jerome Zey vom SV Rot-Weiß Hadamar. Ließ sich nicht kleinkriegen: Jerome Zey vom SV Rot-Weiß Hadamar.
Limburg. 

Warum ist unsere Wahl auf Jerome Zey gefallen? Klar, zum einen haben im abgelaufenen Kalendermonat aufgrund der Wetterlage nur wenige Spiele stattgefunden, zum anderen aber hat sich der 20-Jährige die Auszeichnung verdient, weil er keine einfache Zeit hinter sich hat. Umso beachtlicher, dass sich Jerome Zey sogar mit seinem wichtigen Treffer zum 1:1 gegen den KSV Baunatal eindrucksvoll selbst wieder in die Spur gebracht hat.

Drehen wir die Rückblende. Jerome Zey war in der abgelaufenen Saison vielleicht die Entdeckung schlechthin im Kader der Fürstenstädter. Schnell war es ihm gelungen, sich durch gute Leistungen einen Stammplatz zu erarbeiten. In dieser Saison lief es zunächst ähnlich, ehe der Westerwälder in ein kleines „Leistungsloch“ fiel. Vor allem von Ende Oktober bis Ende November erlebte Jerome Zey eine Zeit, die für ihn keine einfache und zudem neu war. Zweimal 90 Minuten auf der Ersatzbank geschmort, dann eine Chance von Beginn an, die er nicht nutzte, dann wieder nur „Ersatz“. Jerome Zey: „Ich wusste anfangs nicht, wie ich mit der Situation umgehen sollte. Es war schwierig, denn sowohl im Training als auch in den Spielen ist mir kaum noch etwas gelungen. Natürlich war ich darüber enttäuscht und ließ den Kopf hängen, doch unsere Führungsspieler haben immer wieder versucht, mich aufzubauen. Das hat mir natürlich geholfen.“ Durch starke Leistungen in der 2. Mannschaft holte sich Zey fortan wieder verloren geglaubtes Selbstvertrauen zurück.

Eine Tatsache, die auch der damalige Trainer Florian Dempewolf nicht verborgen geblieben war, so dass der 20-Jährige bald wieder seine Chance bekommen sollte. „Ich wollte unbedingt wieder fester Bestandteil der Hessenliga-Mannschaft sein, deswegen habe ich mich über diesen Weg wieder angeboten“, sagt der Offensivakteur, der die Flinte nicht ins Korn werfen wollte. Und es hat sich ausgezahlt.

Samstag, 2. Dezember, Heimspiel gegen den KSV Baunatal. Jerome Zey stand erstmals seit seiner vertanen Chance im Gastspiel beim SC Waldgirmes wieder in der Startformation. Hadamar lag 0:1 hinten, und vieles lief fortan über den quirligen Techniker. Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann die Erlösung: Jerome Zey marschierte durchs Mittelfeld, zog aus gut 16 Metern ab – 1:1. Es muss sich wie eine Erlösung angefühlt haben. „Das war natürlich ein sehr schönes Gefühl für mich. Ich hatte so sehr auf den Moment hingearbeitet, wieder von Beginn an spielen zu dürfen. Dass ich diesen dann auch noch mit einem Tor krönen konnte, war natürlich umso schöner“, zeigt sich der im Juni 2016 von der U19 der TuS Koblenz gekommene Zey erleichtert.

Und jetzt heißt es: ab in die Wintervorbereitung unter dem neuen Coach Torsten Kierdorf.

 

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