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Fußball-Verbandsliga: Dorndorf muss noch fleißig punkten

In der nun fußballfreien Zeit genießen die Kicker ihre Ruhe. Wie haben sich die Kreisvertreter in ihren jeweiligen Spielklassen verkauft? Wer hat in den Kreisligen die besten Aufstiegschancen, wer muss um den Klassenerhalt kämpfen? Die Nassauische Neue Presse blickt von der Hessenliga bis zur Kreisliga C zurück auf den bisherigen Saisonverlauf. Heute: die Verbandsliga Mitte mit dem TuS Dietkirchen, FC Waldbrunn und FC Dorndorf.
Der Dorndorfer Niklas Rhein (links) versucht Dennis Leukel (Dietkirchen) zu stoppen. Bilder > Der Dorndorfer Niklas Rhein (links) versucht Dennis Leukel (Dietkirchen) zu stoppen.
Limburg-Weilburg. 

Ein wenig gestaltet sich die Verbandsliga-Saison ähnlich wie vergangene Spielzeit für das hiesige Trio. Der TuS Dietkirchen mischt fast schon wie gewohnt im oberen Tabellendrittel mit, und der FC Dorndorf kämpft um den Ligaverbleib. Einen Unterschied zum Vorjahr gibt es aber dann doch: Mit dem FC Waldbrunn befindet sich ein weiterer Kreisvertreter in der zweithöchsten hessischen Spielklasse. Die Mannschaft des Spielertrainerduos Christian Mehr und Steffen Moritz präsentierte sich als Aufsteiger deutlich besser als es viele erwarteten und dürfte mit dem Abstieg nichts zu tun haben. 26 Zähler nach 18 Spielen sprechen jedenfalls eine eindeutige Sprache. Zwar sind die Waldbrunner noch lange nicht „über den Berg“, doch optimistisch dürften die Verantwortlichen des FCW allemal ins Jahr 2018 blicken. Gäbe es zudem eine „Derby-Tabelle“, so wäre der FC Waldbrunn der klare Sieger. Sowohl gegen Dietkirchen (3:0, 3:1) als auch gegen Dorndorf (3:1, 1:0) behaupteten sich die Westerwälder jeweils zweimal – und verschafften sich damit ordentlich Respekt bei der Konkurrenz.

Nachdem die Saison für den TuS Dietkirchen mit der herben Derbypleite gegen Waldbrunn (0:3) begonnen hatte, zeigte die Mannschaft von Trainer Thorsten Wörsdörfer eine gute Reaktion und entführte aus den kommenden drei Spielen bei der SG Oberliederbach (3:0), gegen den FC Eddersheim (2:0) und beim FSV Fernwald (2:1) die Maximalausbeute und stand damit schon in der Spitzengruppe. Nach zwei folgenden Niederlagen präsentierte sich die Reckenforst-Elf aber in starker Verfassung und kassierte aus den nächsten sieben Spielen lediglich eine Niederlage in Schwanheim (2:5). Ansonsten standen vier Siege bei stattlichen 18:2 Toren.

Die Zitterzone beginnt schon ab dem neunten Tabellenrang

Wie gestaltet sich der Rest in der Verbandsliga? An der Spitze geht es eng zu: Tabellenführer FC Eddersheim will mit aller Macht in die Hessenliga, belegt mit einem Punkt mehr auf dem Konto als der Zweite, SF/BG Marburg, Platz eins.

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Trotz zwei Punkteteilungen war der Begriff „goldener Herbst“, bezogen auf die sportlichen Resultate, absolut zutreffend. Schließlich rangierte der TuS auf einem ganz starken dritten Tabellenplatz. Zum Ende des Jahres kassierten „Wörsis“ Jungs lediglich noch eine Pleite in Langenaubach (1:3); gegen Viktoria Kelsterbach (5:2), beim VfB Marburg (1:1) und gegen die SG Oberliederbach (4:2) gab es noch einmal sieben Zähler, die für ruhige Weihnachten am Reckenforst sorgen. Tabellenplatz fünf mit 33 Zählern jedenfalls klingen mehr als nur beruhigend.

Beruhigt, aber – wie bereits erwähnt – keinesfalls zurücklehnen, sollten sich Spieler und Verantwortliche des FC Waldbrunn . Nach dem optimalen Start mit sechs Punkten aus zwei Partien konnte der neutrale Beobachter bereits feststellen, dass die Aufstiegseuphorie bei der Spielgemeinschaft durchaus von großer Bedeutung war. Auch wenn zwei Niederlagen in Schwanheim (1:4) und gegen Zeilsheim (1:2) folgten, fing sich der FCW und heimste aus den nächsten drei Spielen satte sieben Zähler ein. So richtig in die gefährdete Zone war das Mehr/Moritz-Team eigentlich nie gerutscht.

Auch eine Durststrecke von vier Runden ohne Sieg waren „kein Beinbruch“, denn erneut folgten sieben Punkte aus den Spielen gegen Bicken (3:2), in Langenaubach (1:1) und gegen Kinzenbach (2:1). Gegen Ende des Jahres kassierte Waldbrunn zwar noch einmal zwei Zu-Null-Pleiten, doch spätestens mit dem Remis gegen Fernwald (1:1) und dem Auswärtssieg beim FC Dorndorf (1:0) waren die größten Sorgen, dass die Mannschaft in eine Negativspirale geraten könnte, beseitigt. Vor allem auf dem heimischen Platz in Fussingen war mit durchweg guten Ergebnissen der Grundstock für eine gute Rückrunde gelegt worden.

Der FC Dorndorf präsentierte sich derweil als großes Sorgenkind, das Team kam erst gegen Mitte der Hinrunde zu Erfolgserlebnissen. Nach einem wahren Horror-Start mit nur zwei Pünktchen aus sieben Spielen durfte Neu-Trainer Marc Schilling erst am achten Spieltag seinen ersten Sieg bejubeln (3:1 in Kinzenbach). Als richtiger Befreiungsschlag war der Auswärtssieg aber nicht zu werten, denn erneut kamen drei Niederlagen in Serie dazu. Erst das „Bäumchen-Wechsel-Dich“-Spiel, bezogen auf die Ergebnisse, gab dem FCD neue Hoffnung: Sieg gegen Braunfels (3:0), Niederlage in Breidenbach (0:4), Sieg in Bicken (4:1), Niederlage gegen Marburg (1:3), Sieg in Kelsterbach (3:1) und Niederlage in Langenaubach (3:1). Das war eine Bilanz, mit der man im Dorndorfer Lager leben konnte.

Nach der Derbyniederlage gegen Waldbrunn (0:1) bündelte die Schillig-Elf am vergangenen Samstag noch einmal alle Kräfte und verbesserte sich mit einem 2:1-Auswärtssieg beim VfB Marburg auf Tabellenplatz 13. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt also. Klar ist aber, dass die Schwarz-Weißen in 2018 mehr Punkte brauchen, als sie bisher geholt haben. Was zusätzlich Mut macht: Dorndorf hat noch stattliche acht Heimspiele, dem stehen lediglich fünf Gastauftritten gegenüber. Da könnte also noch was gehen. Dass der Klassenerhalt für die Verantwortlichen eine große Rolle spielt, ist kein Geheimnis.

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