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Eishockey-Regionalliga West: EGDL-"Raketen" bleiben in der Umlaufbahn

Die EG Diez-Limburg hat das Spitzenspiel der Eishockey-Regionalliga West bei den „Ice Dragons“ in Herford mit 6:4 (1:1, 1:3, 2:2) gewonnen. Es war eine packende, schnelle und hochklassige Begegnung zweier Teams, die sich in einem harten, aber fairen Duell über 60 Minuten keinen Zentimeter Eis schenkten.
Die EGDL-Spieler jubeln in Herford. Die EGDL-Spieler jubeln in Herford.
Diez. 


Die EGDL überzeugte in der Ferne im Kollektiv: Vom Busfahrer über die Betreuer, die Spieler, den Trainerstab bis hin zu den rund 80 mitgereisten Fans – an diesem Abend hatte wirklich jeder seinen Anteil am Erfolg. Die EG Diez-Limburg baute damit den Vorsprung auf Herford auf vier Punkte aus, der Tabellendritte aus Ratingen hat bereits elf Punkte Rückstand auf die „Raketen“.
„Wir sind wirklich gut aus der Kabine gekommen und haben schnell unsere Struktur im Spiel gefunden“, freute sich EGDL-Trainer Arno Lörsch. Seine Mannschaft hatte die weiteste Anreise der Saison prima weggesteckt. „Wir waren früh in Herford, konnten uns sehr entspannt vorbereiten. Das hat sich gerade zu Spielbeginn bemerkbar gemacht.“ Verzichten musste Lörsch in Herford auf Marijus Maier (Rückkehr in der nächsten Woche möglich), Dennis Stroeks und seinen Routinier zwischen den Pfosten, Steve Themm. Der zuletzt so stark aufspielende Keeper musste erkrankt passen. Doch die „Rockets“ können sich in solchen Situationen blind auf Constantin Schönfelder verlassen. Der 19-Jährige spielte – wie schon so oft zuvor – auch in Herford völlig unaufgeregt und quasi ohne Puls seinen Stiefel herunter und war der große Rückhalt seines Teams. „Einfach eine richtig klasse Leistung“, sollte Lörsch ihn später loben.
Schönfelder wurde denn auch zum „Player of the Game“ gewählt. Zu Recht. Für die ersten beiden Treffer der Partie in einem von Beginn an schnellen Duell brauchten beide Teams jeweils eine Überzahlsituation: Philipp Maier traf nach zwölf Minuten zur EGDL-Führung. Ulib Berezovsky glich nach 19 Minuten im Powerplay zum 1:1 aus. Ein Ergebnis, das absolut dem Spielverlauf entsprach, wenngleich sich schon da andeutete: Im Fünf-gegen-Fünf hatten die Gäste leichte Vorteile. „Die ersten beiden Reihen haben sich über weite Strecken der Partie neutralisiert“, sagte Lörsch, der schon vor dem Heimsieg gegen Herford kurz vor Weihnachten (8:5) angedeutet hatte: „Vielleicht entscheiden diese Partien am Ende die dritten Reihen.“
In Herford kam es tatsächlich so – zumindest im zweiten Drittel. Zunächst hatten die Topspieler zugeschlagen: Joey Davies brachte die EGDL in Führung (24.), Killian Hutt glich in doppelter Überzahl aus (29.). Dann aber brachten Dustin Bauscher (33.) und Florian Flemming (38.) mit ihrer dritten Reihe die „Rockets“ vorentscheidend mit 4:2 in Führung. Als im letzten Abschnitt Joey Davies mit einem Zaubertor (Lörsch: „Also, was er da wieder gemacht hat, unglaublich. Das grenzt an Genialität.“) auf 5:2 erhöhte (50.) schien die Partie entschieden. Eine Annahme, die bei heimstarken „Ice Dragons“ und vor diesem lautstarken Publikum jedoch schnell nach hinten losgehen kann.
„Ich hatte kurzzeitig das Gefühl, dass es einigen unserer Jungs zu einfach ging“, sagte der Trainer. Herford, stets bissig vor dem „Rockets“-Gehäuse, verkürzte zweimal per Nachschuss auf 3:5 (Fabian Staudt, 52.) und 4:5 Leon Nasebandt (57.). „Danach aber haben wir es klasse verteidigt und den Sieg nach Hause gebracht“, freute sich Lörsch. Konstantin Firsanov traf noch – auf Vorarbeit von Keeper Schönfelder – zum 6:4 ins leere Tor (60.), als Herford den Keeper für einen sechsten Feldspieler vom Eis genommen hatte. Das Match war entschieden.
„Das war eine sehr reife Leistung der Mannschaft“, lobte Arno Lörsch. „Ein Spiel auf absolutem Topniveau und mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit. Herford hat ein klasse Spiel gezeigt, aber ich denke, wir haben verdient gewonnen, weil wir einen Tick besser und reifer waren. Wir haben durchgezogen, was wir uns vorgenommen hatten und unserem Gameplan vertraut. Die Mannschaft ist hungrig und spielt derzeit mit einer unheimlichen Leichtigkeit. Aber wenn du einen Lauf hast, dann spielst du auch unbekümmert auf. Wir haben uns auch von schlechten Aktionen oder Gegentoren nie aus der Ruhe bringen lassen.“
Mit den drei Punkten in Herford sind die Raketen bereits vor dem Spiel am Sonntag in Hamm voll im Soll. „Was jetzt noch kommt, ist ein Zubrot. Natürlich wollen wir auch dort das Maximum erreichen. Aber wir stressen uns jetzt nicht ohne Ende. Wir machen weiter unser Ding und schauen, wie es am Sonntag läuft.“ Ein Sonderlob gab es zudem für die vielen mitgereisten Fans: „Wir haben sie über 60 Minuten permanent gehört, und das bei 1000 Zuschauern in Herford. Das war einfach toll, und die Jungs haben das wirklich genossen. Alle freuen sich jetzt schon riesig auf das nächste Heimspiel und die tolle Kulisse gegen Nordhorn.“
Diez-Limburg: Schönfelder (Groos) – Löwing, Schophuis, Ansink, Krämer, Bruch, Wex - Niestroj, Davies, Fischer, Firsanov, Flemming, Bauscher, Philipp Maier, Mainzer, Böhm, Kail, Grund. SR: Eugen Berger. Zuschauer: 1100. Tore: 0:1 Philipp Maier (12., +1), 1:1 Ulib Berezovskij (19., +1), 1:2 Joey Davies (24.), 2:2 RJ Reed (29., +2), 2:3 Dustin Bauscher (33.), 2:4 Florian Flemming (38.), 2:5 Joey Davies (50.), 3:5 Fabian Staudt (52.), 4:5 Leon Nasebandt (57.), 4:6 Konstantin Firsanov (60., ENG). Strafen: Herford 4, Diez-Limburg 10 + 10 Florian Böhm.   Sonntag, 7. Januar, 18.30 Uhr: Hammer Eisbären – EGDL.

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