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Kanu-Freestyle: Trickshow in 45 Sekunden

Stefanie Schmollack, Philip Josef und Fabian Lenz konnten sich bei der WM zwar nicht ganz vorne platzieren, doch sie überzeugten in Südamerika.
Keine Furcht vor Herausforderungen: Fabian Lenz beim Space Godzilla. Keine Furcht vor Herausforderungen: Fabian Lenz beim Space Godzilla.
Limburg. 

Wettkämpfe im Kanu-Freestyle im Dezember sind doch eher die Seltenheit, benötigen die Sportler doch eisfreies Wasser. So war es äußerst ungewöhnlich, dass die Weltmeisterschaft zu dieser Jahreszeit ausgerichtet wurde. Das entscheidende Detail: Nicht in der nördlichen Halbkugel, sondern in der südlichen ging es um Titel und Medaillen. In der argentinischen Vor-Kordillere bei San Juan herrschten sommerliche Temperaturen von 40 Grad, als sich fast 300 Athleten aus 26 Nationen versammelten, um die Weltmeister zu küren. Mit dabei aus Limburg vom Kanu-Club die Sportler Stefanie Schmollack, Philip Josef und Fabian Lenz, begleitet von Coach Clemens Josef und Holger Lenz als Teamkapitän des Nationalteams.

Beim Kanu-Freestyle müssen die Paddler in einer Wasserwalze ihre Tricks, sogenannte Moves, zeigen. Ähnlich wie bei anderen Freestyle-Sportarten wie Snowboard oder BMX werden diese je nach Schwierigkeitsgrad von drei Schiedsrichtern bewertet. Über Vorläufe, das Halbfinale und Finale mit einer jeweils 45 Sekunden langen Präsentationen werden schließlich die Besten ermittelt.

Die Limburger Paddler waren mit dem deutschen Nationalteam bereits eine Woche vor den Wettkämpfen angereist, um sich auf die lokalen Wasserbedingungen einzustellen und sich zu akklimatisieren. Da an der Wettkampfstelle tagsüber Hochbetrieb herrschte und die Trainingszeiten für die 26 Nationalmannschaften aus allen Kontinenten kurz getaktet waren, legten die Sportler morgens gegen 4 Uhr vor dem Frühstück bei Flutlicht zusätzliche Trainingseinheiten ein.

Mit einer spektakulären Eröffnungsfeier bei der zentralen Oper von San Juan wurde die Weltmeisterschaft mit viel argentinischer Prominenz eröffnet. Hier gab es nach dem Einmarsch der Athleten nicht nur die üblichen Reden, sondern auch typische Tango-Vorführungen, spontane Tanzeinlagen der Cheerleader mit den Athleten und ein beeindruckendes Feuerwerk.

Eine harte Konkurrenz erwartete dann die Limburger Sportler mit Beginn der Wettkämpfe. Als erster musste Fabian Lenz in der Klasse der männlichen Junioren antreten. War sein erster Lauf nicht ganz zu seiner Zufriedenheit, legte er im zweiten Vorlauf noch mal gehörig zu. Lenz verpasste mit 1270 Punkten zwar ganz knapp das Halbfinale, konnte aber mit dem elften Platz sehr zufrieden sein, erreichte er doch von allen deutschen Wettkämpfern die höchste Punktzahl.

Als nächste war Stefanie Schmollack in der Klasse der Damen am Start. Hier war das Teilnehmerfeld größer als bei allen bisherigen Weltmeisterschaften. Schmollack schaffte es, hochkonzentriert alle ihre Tricks auszupacken. Mit Platz 36 war sie hochzufrieden, hatte sie mehr Punkte gefahren als bei ihren nationalen Wettkämpfen im vergangenen Jahr.

Schließlich startete noch Philip Josef in der Klasse der Einer-Canadier. Diese stellen eine besondere Herausforderung dar, werden sie doch im Knien mit nur einem Paddelblatt gefahren. Mit seinen 16 Jahren jüngster Teilnehmer im gesamten Feld, erreichte er mit konstant guten Leistungen einen beachtlichen 14. Platz.

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