E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 28°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

KCR Sindlingen: Als Europameister nach Hawaii

Den Blick in Richtung Ziel gerichtet: Bernd Müller vom KCR Sindlingen ist auf der Laufstrecke nicht mehr zu stoppen und holt sich den Europameister-Titel. Den Blick in Richtung Ziel gerichtet: Bernd Müller vom KCR Sindlingen ist auf der Laufstrecke nicht mehr zu stoppen und holt sich den Europameister-Titel.
Sindlingen. 

Bernd Müller erreichte einen historischen Erfolg für die noch junge Triathlon-Abteilung des KCR Sindlingen. In der Altersklasse M 65-69 erreichte er beim Ironman in Frankfurt den Europameistertitel und hat sich damit für die Weltmeisterschaften in Koona auf Hawaii am 13. Oktober qualifiziert.

 

Bernd Müller hat sich intensiv auf den Ironman vorbereitet – vielleicht noch etwas intensiver als viele seiner Mitstreiter. Er ist mit dem ehemaligen Triathlon-Profi Jürgen Zäck befreundet, mit dem er früher schon einige Trainingseinheiten auf dem Rad absolviert hatte. Nun ist Zäck sein Trainer.

„Er lebt jetzt in Thailand und kommt nur zwei Monate im Jahr nach Deutschland, um nach seinen Schützlingen zu sehen“, berichtete Müller, „er hat mir auch klargemacht, dass der Ironman beim Marathon entschieden wird. Ich halte mit ihm über das Internet Verbindung, bekomme so auch die Trainingspläne von ihm“. Insgesamt absolvierte Müller in der Vorbereitung auf den Ironman 7000 Kilometer auf dem Rad, 1500 Kilometer beim Laufen und 95 Kilometer im Schwimmbecken. „Ich habe seit letztem Jahr im August fast jeden Tag trainiert. Besonders die langen Läufe im Winter haben sich für mich bezahlt gemacht“, erklärt Müller, der als Lokführer arbeitet. Für ihn ist der Schichtdienst gut, so dass er auch im Winter gut trainieren konnte und erlebte auch die Unterstützung des Vereins gerade beim Schwimmtraining in der Internationalen Schule.

Müller, der in Bad Soden mit dem Triathlon angefangen hatte, war schon bei den deutschen Meisterschaften über die Halbdistanz Dritter seiner Altersklasse geworden. „Als ich mich für den Ironman angemeldet hatte, habe ich gesagt, dass ich Europameister werden möchte. Da haben wir noch gelacht“, erklärte Müller.

In Frankfurt ging er bei seinem zweiten Ironman bestens vorbereitet in den Wettkampf, hatte von seinem Trainer auch einen detaillierten Ernährungsplan bekommen, den er konsequent umsetzte. Beim Schwimmen hatte er Probleme und verlor 20 Minuten auf die Spitze in seiner Altersklasse. Auf dem Rad fuhr er Bestzeit und hielt den Abstand. „Dort habe ich ein wenig aufgeholt, so dass ich mit einem Rückstand von sechs Minuten in die letzte Runde gegangen bin“, erklärte Müller. Dort gelang es ihm aber, den Spitzenreiter seiner Altersklasse zu überholen und ihm bis ins Ziel weitere neun Minuten abzunehmen. Nach 11:57,23 Stunden erreichte er das Ziel als Europameister. „Ich bin nur noch happy. Nun freue ich mich auf Koona. Meine Trainingspläne habe ich schon bekommen“, ist Müller voller Vorfreude auf die Weltmeisterschaft am 13. Oktober.

Müller war aber nicht als einziger Sindlinger am Start. Abteilungsleiter Alexander Gleiß ist stolz darauf, dass er knapp eine Minute schneller als der Europameister war und in 11:56,28 Stunden das Ziel erreichte. „Ich hatte mir ein bisschen mehr erhofft, bekam aber auf der zweiten Runde auf dem Rad Rückenbeschwerden und musste aufrecht fahren. Da die Strecke länger war, war es im Endeffekt aber nicht schlecht“, berichtete Gleiß. Neben René Mamet, der 13:06,39 Stunden benötigte, gaben Uwe Kleinschmidt (12:41,03), Christoph Semsch (12:51,23), Tobias Adner (13:12,19) und Michael Reis (14:09,46) ihr Debüt und kamen glücklich ins Ziel.

(vho)

Zur Startseite Mehr aus Main-Taunus-Kreis

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen