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2. Bundesliga Damen: Der achte Rückrunden-Sieg

Es war ein gelungener Saisonabschluss für die Rhein-Main Baskets in der 2. Bundesliga Süd der Damen – auch wenn das Happy-End ausblieb.
Anja Stupar (rechts) biss sich mit ihrem Team ins Spiel und konnte es nach hartem Kampf noch drehen. Foto: Leo F. Postl Anja Stupar (rechts) biss sich mit ihrem Team ins Spiel und konnte es nach hartem Kampf noch drehen.
Hofheim. 

Vor etwa 250 Zuschauern bezwang die Mannschaft von Trainer Peter Kortmann den Tabellendritten DJK Bamberg mit 50:47 (19:23). Für die Play-offs reichte es aber nicht, weil der Mitkonkurrent DJK Bad Homburg beim Tabellenletzten ASC Mainz mit 81:57 gewann, mit dem besseren direkten Vergleich gegen die Baskets den vierten Platz hielt und damit in die Aufstiegsspiele gehen darf.

Keine Enttäuschung

„Es war so, wie wir es uns gedacht haben – mit einem positiven Abschluss. Wenn wir mit acht Siegen aus zehn Spielen in der Rückrunde nicht in die Play-offs einziehen können, dann haben es sich die vier Mannschaften, die vor uns stehen, auch verdient“, resümierte der keineswegs enttäuschte Trainer Peter Kortmann, der damit immerhin die Vorjahres-Platzierung wiederholen konnte.

Wieder ein Fehlstart

Bamberg hatte noch die Chance, mit einem Sieg in Langen den zweiten Platz der Tabelle zu erreichen und damit eine bessere Ausgangsposition in den Play-offs zu haben. Dementsprechend legten sie los und führten schnell mit 8:2. Die Baskets legten wieder einen Fehlstart hin, kamen sowohl in der Abwehr als auch im Angriff, wo sie eine schwache Trefferquote von 23 Prozent hatten, nicht ins Spiel. „Das ist schon erstaunlich. Wir hatten oft die Problematik, in die Spiele hereinzukommen. Wir müssen uns immer wieder in die Spiele hereinarbeiten, was uns in der Rückrunde besser gelungen ist“, erklärt Kortmann, „aber wir haben noch keine Erklärung, warum das so ist“. Bamberg lag nach dem ersten Viertel mit 17:8 vorne.

Anja Stupar (rechts) biss sich mit ihrem Team ins Spiel und konnte es nach hartem Kampf noch drehen. Bild-Zoom Foto: Leo F. Postl
Anja Stupar (rechts) biss sich mit ihrem Team ins Spiel und konnte es nach hartem Kampf noch drehen.

Im zweiten Viertel lief es für die Baskets besser. „Mir war klar, dass das vorne nichts mehr wird, weil Bamberg sehr gut in der Abwehr steht. So habe ich die Abwehr umgestellt und wir haben auf hohem Niveau verteidigt“, begründete Kortmann die Steigerung seines Teams, das sich diese Stärke in der Rückrunde im Training erarbeitet und so auch die Spiele in der Rückrunde gewonnen hat. Damit ging Bamberg nur noch mit einer 23:19-Führung in die Pause.

Nach dem Wechsel kamen die Baskets besser ins Spiel und durch Lyndi Laborn zum 25:25-Ausgleich. „Danach musste ich auch bedingt durch die Foulbelastung wechseln. Daher geht es dann tiefer in den Kader, so dass unsere Abwehr wieder instabil wurde“, erklärte Kortmann den zwischenzeitlichen 27:33-Rückstand, den Bamberg bis zum Viertel-Ende beim 36:30 behauptete.

Spannendes Finale

Im Schlussviertel wurde es spannend. In der 34. Minute hatte Lyndi Laborn beim 41:40 die erste Führung für die Gastgeber erzielt. Danach blieb es eng bis zum Schlusspfiff. Beim Stand von 47:47 spielten die Baskets die Uhr herunter und trafen zwei Sekunden vor Schluss durch Pia Dietrich zum Endstand. „Wir wollten so werfen, dass wir auf jeden Fall die Verlängerung sicher hatten“, freute sich Kortmann, dass die kämpferisch starke Leistung seiner Mannschaft belohnt wurde. „Für uns war es eine gute Sache. Auch die Zuschauer haben das angenommen. Wir hatten nunmal keinen Einfluss auf die anderen Ergebnisse.“

So freute sich Kortmann über einen guten fünften Rang. Seine Mannschaft war das einzige Team, das den Tabellenführer USC Heidelberg bezwungen hatte. Aber der Trainer verschließt auch nicht die Augen vor den Negativ-Erlebnissen aus der Hinrunde. „Wir haben uns über die Rückkehrer gefreut, es aber auch kritisch beobachtet. Schnell war klar, dass es bei Francis Pieczinski nicht funktionierte. Mit ihr ist dann auch Elisabeth Dzirma gegangen. Auch Nadine Ripper hat sich schwergetan“, erinnert sich Kortmann an Trainings-Einheiten, die es ihm nicht möglich gemacht hatten, mit kompletten Teams gegeneinander zu trainieren. Wichtig war für seine Mannschaft ein Neuzugang. „Uns hat einen Schub gegeben, dass wir mit Lyndi Laborn einen guten Griff gemacht haben“, erklärte der Trainer, der in der Vorrunde nicht damit gerechnet hatte, wegen einiger gesundheits- und beruflich bedingter Ausfälle mit nur sechs oder sieben Spielerinnen antreten konnte. „So etwas hatte ich in 23 Jahren als Trainer nicht erlebt“, so Kortmann, „aber dafür haben wir in dieser Saison noch eine Menge erreicht“.

Verena Wilmes hört auf

Und er hat seine Lehren für die Zukunft daraus gezogen: „Wir werden das Training mit jungen Spielerinnen auffüllen, damit uns das nicht noch einmal passiert. Die Mannschaft wird wohl zusammenbleiben. Verena Wilmes hört aus studienbedingten Gründen auf. Nadine Ripper überlegt noch, Lyndi Laborn haben wir ein Angebot gemacht.“ Kortmann selbst wird sich im Februar mit den Verantwortlichen der Baskets zusammensetzen, um über eine weitere Zusammenarbeit zu reden und den angefangenen Neuaufbau weiter zu begleiten.

Rhein-Main Baskets: Pia Dietrich 16, Lyndi Laborn 11, Anja Stupar 8, Verena Wilmes 7, Nadine Ripper 6, Monika Wotzlaw 2, Jasmin Weyell, Miriam Lincoln, Jule Seegräber.

(vho)
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