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Offensiv-Cup: Eddersheim holt den Pokal

Von Fußballspielen oder auch Fußball kämpfen. Alte Sportkameraden wiedertreffen, gemeinsam feiern, gut essen und trinken, fachsimpeln oder sich einfach nur mal blicken lassen. All diese Attribute deckte auch der 32. Offensiv-Cup für alle fußballbegeisterten Fans aus dem Main-Taunus-Kreis ab.
Eddersheim geht als strahlender Sieger nach Hause. Foto: Marcel Lorenz Eddersheim geht als strahlender Sieger nach Hause.
Kriftel. 

Am besten verbanden die Kicker des FC Eddersheim ihre große Liebe zum Fußballsport mit dem Einsatz für den guten Zweck. Bereits zum siebten Mal gewann der aktuelle Tabellenführer der Verbandsliga Mitte das Turnier in der Krifteler Kreissporthalle. Im Finale gegen die SG Hoechst aus der Gruppenliga hatte die Mannschaft von Trainer Rouven Leopold leicht die Nase vorne – 3:2.

Nur Sieger

Als Sieger konnten sich aber eigentlich alle Beteiligten fühlen. Hatten sie doch mit ihrem Einsatz mehr als 10.000 Euro an Spenden für die Stiftung Leberecht zusammengetragen.

Die 124 Treffer, die in den 19 Spielen plus Neunmeterschießen um Platz drei erzielt wurden, brachten bei einer Torprämie von 20 Euro von der Taunus Sparkasse alleine 2 480 Euro ein. Zusammen mit den Siegprämien und zahlreichen Einzelspenden kam die tolle Endsumme zusammen. Lars Dieckmann als Pressesprecher der Taunus Sparkasse betonte, dass seine Bank als verlässlicher Partner auch beim diesjährigen Cup gerne dabei war. „Das ist immer wieder ein tolle Sache mit tollem Sportsgeist und es ist besonders schön, dass das alles für einen guten Zweck zusammenkommt.“

Abgesehen von dem unschönen Zwischenfall nach dem Finale, als ein Zuschauer den Platz stürmte, um dem feiernden Sportlichen Leiter des FC Eddersheim, Erich Rodler, einen Schlag ins Gesicht zu verpassen, verlief das Turnier bei allem sportlichen Ehrgeiz und der wie immer aufgeheizten Atmosphäre ruhig und fair. Sportlich überzeugte nicht nur der Turniersieger. Auch die Finalteilnahme der SG Hoechst, der starke Auftritt von Kreisoberligist TuS Hornau, der erst im Neunmeterschießen gegen Verbandsligist Germania Schwanheim endete, waren ebenfalls beachtlich. Genau wie die Tatsache, dass Titelverteidiger und Verbandsliga-Spitzenteam SV Zeilsheim schon in der Gruppenphase gegen Hornau und Flörsheim ausschied.

Stolzer Rouven Leopold

„Dieses Turnier hat einen sehr hohen Stellenwert“, betonte auch Trainer Rouven Leopold. Sein erster Offensiv-Cup-Sieg als Coach erfüllte den 41-Jährigen mit Stolz. „Ich hatte von Anfang an ein gutes Gefühl. Wir haben mit einer guten Mischung aus Alt und Jung mit Spielern aus der Ersten und Zweiten Mannschaft und aus unserer A-Jugend ein tolles Turnier gespielt.“ Tatsächlich hatte die Eddersheimer Mischung gestimmt. Mit erfahrenen Akteuren wie Mohamed Almalqui, der als Co-Trainer der Reserve kurzfristig eingesprungen war, genauso wie mit Offensiv-Cup-Neulingen wie Frederick Hiebinger, der als Ersatztorwart in der Feldrunde wenig zum Zug kommt, dafür aber auf dem Krifteler Parkett groß auftrumpfte. „Wir haben uns den Sieg vorgenommen, weil wir zur Vorbereitung in Sulzbach nur Zweiter geworden sind“, verriet Hiebinger, „als Zuschauer war ich schon oft in der Kreissporthalle, das ist einfach eine geile Stimmung. Die Halle bebt, wenn es hier richtig zur Sache geht“. Für Almalqui, der zum vierten Mal insgesamt, zum zweiten Mal für Eddersheim und zum ersten Mal als Sieger dabei war, stand das funktionierende Team im Mittelpunkt. „Wir haben Jungs aus mehreren Mannschaften, mit unterschiedlichem Alter und aus allen Nationen dabei. Jetzt freuen wir uns einfach nur, dass wir es gemeinsam geschafft haben.“ Weil die Eddersheimer das gesamte Turnier über ungeschlagen blieben, war ihr Sieg auch verdient. Auch wenn sich einige Zuschauer in der Halle den starken Gruppenliga-Zweiten aus Höchst als Sieger gewünscht hatten, war die Stimmung auch nach dem Erfolg der Eddersheimer besonders. Abgesehen von den Handgreiflichkeiten um Rodler feierten alle Beteiligten fröhlich und friedlich. Und das hatten sich die Eddersheimer auch verdient.

Enges Finale

Wie schon beim 3:2 im Gruppenspiel gegen die SG Hoechst tat sich das klassenhöhere Team auch im Finale schwer. Weil die Außenseiter mit Volkan Burakcin immer wieder einen bulligen Angreifer in vorderster Reihe spielen ließen, herrschte höchste Gefahr. So kam die von Mustafa Ichaoui trainierte SG schon in der dritten Minute zur Führung. Zakaria Azagough verlor den Ball leichtsinnig an Deniz Topcu, der sich beim 1:0 nicht lange bitten ließ. Turgay Akbulut antwortete aber in der fünften Minute mit einem sehenswerten Distanzschuss ins rechte Eck. Dass der Ball zuvor die Außenlinie überschritten haben könnte, erzürnte die Höchster. Sie beruhigten sich aber schnell, weil Burakcin nach Zuspiel von Topcu in der zehnten Minute die erneute Führung erzielte. Mit dem Rücken zum Tor und im Fallen besorgte die Nummer neun der SG das 2:1. Hätte in der Folge Hiebinger nicht gegen Dominik Ortega und Topcu das 1:3 verhindert, wäre den Eddersheimern der Weg zurück ins Spiel wohl kaum gelungen. So nutzte Akbulut einen Fehler der SG-Defensive eiskalt aus (16.). Der neunte Turniertreffer des Türken brachte den FCE auf die Siegerstraße. Bei Höchst ließen die Kräfte nach, und sie wechselten nicht gut. So markierte Husejin Mevkic – ebenfalls mit Tor Nummer neun – den 3:2-Turniersiegtreffer.

 

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