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Turngau Main-Taunus bangt um Zukunft: „Geht es noch weiter oder stellen wir unsere Arbeit ein ?“

Der Turngau Main-Taunus meldet Mitgliederzuwachs, sucht aber dringend ehrenamtliche Mitstreiter, um die Herausforderungen der Zukunft meistern zu können.
Inke Fürtig ist Ehrenmitglied des Turngaues Main-Taunus. Drei Herren rahmen die verdienstvolle Turnerin ein. Von links der Turngauvorsitzende Hanns Joachim Geiger, der stellvertretende Gauvorsitzende Reinhard Odey und Landrat Michael Cyriax. Inke Fürtig ist Ehrenmitglied des Turngaues Main-Taunus. Drei Herren rahmen die verdienstvolle Turnerin ein. Von links der Turngauvorsitzende Hanns Joachim Geiger, der stellvertretende Gauvorsitzende Reinhard Odey und Landrat Michael Cyriax.
Okriftel. 

24 137 Mitglieder aus 42 Vereinen gehören derzeit zum Turngau Main-Taunus. Dies bedeutet – wie der Turngauvorsitzende Hanns Joachim Geiger beim Frühjahrsturntag in Okriftel zufrieden feststellte – einen Zuwachs von 229 Mitgliedern.

Von den 42 Gau-Vereinen haben bei der Bestandserhebung des Landessportbundes Hessen 21 Vereine weniger Mitglieder gemeldet als im Jahr zuvor, und bei 19 Vereinen war ein Mitgliederzuwachs zu verzeichnen.

Der Zuwachs werde in den Altersgruppen bis 14 Jahre und 15 bis 18 Jahre registriert, während die Mitgliederzahl bei den Turnerinnen und Turnern ab 40 Jahren rückläufig ist.

Inke Fürtig ist Ehrenmitglied des Turngaus

Inke Fürtig vom TV Okriftel, die sich zwei Jahrzehnte lang als Schriftführerin des Turngaus große Verdienste erworben hat, wurde beim Frühjahrsturntag zum Ehrenmitglied ernannt.

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Neu in der Statistik sind der FC Reifenberg und der TC Metropol Hofheim, während die SG Oberreifenberg nach ihrer Auflösung ausgeschieden ist. Vier Vereine im Turngau Main-Taunus zählen mehr als 1000 Mitglieder im Fachbereich Turnen. Dies sind der Größe nach die TSG Münster, der TV Eschborn, der TV Okriftel und die TG Schwalbach. Die 1000-Mitglieder-Marke knapp verfehlt haben die SG Kelkheim, TuS Kriftel und der TV Hofheim.

Der Mitgliederzuwachs bedeutet für den Vorstand des Turngaus Main-Taunus eine große Herausforderung, denn es fehlt an allen Ecken und Enden an ehrenamtlichen Helfern, die dazu beitragen, die anstehenden Aufgaben auf der Ebene des Turngaues zu leisten. Der Turngau-Vorsitzende Geiger berichtete, dass sich fast immer dieselben engagieren, helfen und dazu beitragen, dass erwartete Veranstaltungs- und Wettkampfprogramme ordnungsgemäß durchgeführt werden. Es würden in den einzelnen Bereichen immer wieder neue jugendliche Helfer dazustoßen, aber das grundsätzliche Engagement habe sich stark verändert.

Geiger: „Die Nachhaltigkeit ist nicht in der Masse gegeben, wie wir das gewohnt sind. Ein neues ehrenamtliches Verhalten muss in unsere strategische Arbeit einfließen.“ Geiger weist darauf hin, dass im nächsten Jahr Neuwahlen im Turngau-Vorstand sind und sich die Frage der Überalterung stellt: „Wir brauchen nicht nur kurzfristig tätige Mitarbeiter, sondern Menschen, die bereit sind, auch langfristig Aufgaben zu übernehmen.“ Daraus würde sich für beide Parteien – Verein und Turngau – eine Win-Win-Situation entwickeln, weil der Verein, die Abteilung und die Mitarbeiter immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung, der Trends und auch der überfachlichen Arbeit wären.

Geiger wird sehr deutlich, wenn er am Ende Appells fragt: „Geht es noch weiter oder stellen wir unsere Arbeit ein?“ Bei der Herbst-Arbeitstagung des Turngaues am 11. November dieses Jahres bei der TG Unterliederbach will Geiger in einem Arbeitskreis Lösungen für die Zukunft diskutieren.

Bei der Jahreshauptversammlung (Frühjahrsturntag) waren 20 Vereine mit 41 Delegierten vertreten, einschließlich der Mitglieder des Turngau-Vorstandes und der Fachausschüsse. Neben dem Vorsitzenden des gastgebenden TV Okriftel, Reinhard Odey, sprach auch der Landrat des Main-Taunus-Kreises, Michael Cyriax, ein Grußwort, in dem er zusagte, dass weiterhin die kreiseigenen Hallen kostenfrei für die Übungsstunden der Vereine zur Verfügung gestellt werden.

Joachim Schuchhardt vom Hessischen Turn-Verband berichtete von den Neuerungen und der Anerkennung des „Pluspunktes Gesundheit“. Dies ist eine Auszeichnung für Vereine, deren speziell ausgebildete Übungsleiter gesundheitsfördernde und Gesundheit erhaltende Angebote unterbreiten und dafür bezuschusst werden. Dazu wurde eine Zentrale Prüfstelle Prävention (ZIP) von Krankenkassen und Ärztekammer gegründet, um ein einheitliches Prüfsystem und Bezuschussungswesen für den Pluspunkt und das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“ des Deutschen Olympischen Sportbundes zu etablieren. Der Repräsentant des Hessischen Turnverbandes informierte zudem über das Internationale Deutsche Turnfest, das vom 3. bis zum 10. Juni in Berlin unter dem Motto „Wie bunt ist das denn?“ ausgetragen wird. Dazu hatten einige Wochen vor dem Meldeschluss aus dem Turngau Main-Taunus 16 Vereine 369 Teilnehmer angekündigt. Joachim Schuchardt berichtete, dass die Hessen in circa 50 Schulen im Bezirk Steglitz-Zehlendorf untergebracht sind. Der Länderabend der Hessen findet gemeinsam mit dem Badischen Turnerbund am Mittwoch, 7. Juni, statt.

(mir)
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