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Handball: Münster muss gegen Vellmar nachlegen

Nach dem schwer erkämpften Arbeitssieg zuletzt gegen den Hünfelder SV wollen die Handballer der TSG Münster in der Oberliga gegen den TSV Vellmar mit dem nächsten Heimsieg eine bessere Ausgangslage im Kampf um den Klassenverbleib schaffen.
Er sucht schon den Weg dahin, wo es weh tut: Nico Schreiber, der aus der Zweiten Mannschaft der TSG Münster hochkam. Foto: Marcel Lorenz Er sucht schon den Weg dahin, wo es weh tut: Nico Schreiber, der aus der Zweiten Mannschaft der TSG Münster hochkam.
Münster. 

In der Weihnachtspause ergaben sich im Kader des heimischen Handball-Oberligisten zwei Änderungen. So ist Johannes Dries nicht mehr dabei. Dafür gelang es Trainer Jens Illner, Nico Schreiber in den Oberliga-Kader der TSG Münster hochzuziehen.

Der 22-jährige zentrale Rückraumspieler entschied sich nach kurzer Überlegung zu diesem Schritt. Zwei Dinge sprachen dagegen. „Ich hatte überlegt, ob ich es mache. Wir hatten ein sehr gutes Gefüge in der Zweiten Mannschaft. Es gefiel mir gar nicht, die Jungs nicht mehr unterstützen zu können. Außerdem arbeite ich bei einer Chemie-Firma im Management im Produktionsbereich und absolviere zusätzlich ein berufsbegleitendes Studium in BWL. Das musste ich unter einen Hut bringen.“ Das Positive überwog aber für Schreiber: „Ich habe mich in den Dienst des Vereins gestellt, in dem ich seit meinem vierten Lebensjahr spiele und den ich wohl kaum verlassen werde. Und ich kannte Trainer Jens Illner aus meiner Zeit in der A-Jugend in der Oberliga. Dort war er mein bester Trainer.“

Auch im Heimspiel gegen den TSV Vellmar, das nicht wie sonst in der Eichendorff-Halle um 19 Uhr, sondern bereits um 17 Uhr wegen einer Fastnachtsveranstaltung des Vereins am gleichen Abend angepfiffen wird, wird Nico Schreiber wieder im Kader stehen. Gegen Hünfeld sah er einen Sieg, der durch eine gute kämpferische Leistung und eine starke Abwehrleistung sah. „Es sah sicherlich nicht schön aus. Gegen Vellmar müssen wir uns im Angriff steigern.“ Der zentrale Rückraumspieler sieht diese Partie als eine der letzten Chancen an, um in der Oberliga zu bestehen. Er selbst hofft, dass er seine Übersicht und sein Vermögen, seine Mitspieler gut einzusetzen, auch am Samstag umsetzen kann. „Als Schwäche sehe ich meinen Abschluss. Da bin ich noch nicht torgefährlich genug.“

Sein Trainer Jens Illner wird auf Nico Schreiber zurückgreifen. Auch auf den zuletzt angeschlagenen Sebastian Frieman kann er zählen, inwieweit er Bastian Schwarz nach seiner Blinddarm-Operation einsetzen wird, entscheidet er kurzfristig. Und er hofft, dass Carsten Nickel endgültig die Freigabe für Münster erhalten wird, nachdem er zuletzt in Litauen gespielt hatte. Für den Trainer ist die Ausgangslage klar: „Auch in diesem Spiel gibt es keine Ausreden. Ich schaue erst wieder auf die Tabelle, wenn wir dieses Spiel gewonnen haben.“ Er glaubt, dass sein Team mit diesen Siegen im Rücken das Selbstbewusstsein hätte, um auch in den folgenden Partien für Überraschungen zu sorgen.

Die Ausgangslage ist klar: Mit einem Sieg gegen den TSV Vellmar könnte Münster den Vorletzten auf vier Punkte distanzieren, was erst einmal beruhigend wäre. Illner zeigt vor dem Angriff der Nordhessen Respekt: „Sie sind im Angriff nicht ausrechenbar, sind auf allen Positionen ausrechenbar. Im Hinspiel haben wir Kevin Trogisch nicht in den Griff bekommen. Wir können uns aber nicht auf einen Spieler fokussieren. Dazu sind sie im Angriff zu stark, zudem haben sie sich in der Abwehr stabilisiert und spielen jetzt auch eine 5:1-Deckung als Option.“ Illner erwartet ein Spiel auf Biegen und Brechen und eine richtige Aufgabe für seine Mannschaft. Doch er kennt auch eine Schwäche der Nordhessen: „Sie sind nicht die Schnellsten in der Rückwärts-Bewegung. Wir müssen kontrollierter als gegen Hünfeld mit Tempo nach vorne spielen, denn wir haben im gebundenen Spiel unsere Probleme.“ Er macht aber auch deutlich: „Jeder weiß, wie wichtig dieses Spiel ist. Das gilt nicht nur für uns, sondern auch für Vellmar, die im Fall einer Niederlage vier Punkte hinter uns sind. Sie haben also den gleichen Druck wie wir.“ So ist auch für Illner ein Kampfspiel angesagt, aus dem Münster mit einer verbesserten Abwehr- und Torwartleistung als Sieger aus der Halle gehen kann.

(vho)

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