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Handball: Verdienter Punktgewinn für Kriftel

Die Handball-Damen der TuS Kriftel trotzten im Taunus-Derby der FSG Ober-Eschbach/Vortaunus mit 22:22 ein Remis ab.
Glück und Unglück: Simona Laurito (am Ball, gegen die Ober-Eschbacherin Lisa Lichtlein) holte mit der TuS Kriftel einen überraschenden Punkt gegen den Tabellenfünften, sie verdrehte sich aber das Knie und schied verletzt aus. Foto: Marcel Lorenz Glück und Unglück: Simona Laurito (am Ball, gegen die Ober-Eschbacherin Lisa Lichtlein) holte mit der TuS Kriftel einen überraschenden Punkt gegen den Tabellenfünften, sie verdrehte sich aber das Knie und schied verletzt aus.
Kriftel. 

Dank rund 120 Fans kam beim Drittliga-Spiel zwischen TuS Kriftel und FSG Ober-Eschbach/Vortaunus in der Kreissporthalle ordentlich Stimmung auf. Die Heimstätte der TuS, die Schwarzbachhalle, befindet sich zwar fest in der Hand der Karnevalisten. Doch auch in der Kreissporthalle konnten sich die Gastgeberinnen auf ihre Fans verlassen, schließlich ist die Begegnung seit dieser Saison mehr denn je ein Derby. Jüngst verkündete Ober-Eschbach eine Verlängerung der im vergangenen Jahr gestarteten Kooperation mit der WJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt und des TV Hofheim. Und wie es sich für ein Derby nun mal gehört, hatte das Duell seine ganz eigenen Regeln.

Die FSG avancierte schon seit Ende der Rückrunde zum Schrecken der Spitzenmannschaften und trat folglich in Kriftel als klarer Favorit an. Dieser Rolle wurde die Mannschaft von Trainer Holger Hölzinger mit Abstrichen aber nur in der ersten Halbzeit gerecht. Mehrmals führten die Gäste mit drei Toren Vorsprung, doch Kriftel nahm den Kampf an und konnte bis zur Halbzeit (11:11) ausgleichen. „Wir haben davon profitiert, dass wir in der Abwehr den Körperkontakt herstellen konnten“, analysierte der Krifteler Trainer Christian Albat später, „im Angriff waren wir allerdings nicht präzise genug beim Abschluss“. Mit nur 22 Gegentreffern konnte Albat sehr gut leben, wie er beteuerte. Mit den 22 erzielten Toren war er angesichts der vielen vergebenen Möglichkeiten aber nicht ganz zufrieden.

Im Verlauf der zweiten Halbzeit gingen die Krifteler Damen sogar in Führung. Zwischen der 43. und 48. Spielminute stellten Berit Thun, Helena Nitzke und Jacqueline von Moltke (mit acht Toren beste Werferin des Abends) auf 19:16. Symbolkraft hatte besonders der Treffer zum 17:16: Nach einem Wurf an den Pfosten durch von Moltke schaltete Thun am schnellsten und setzte von Rechtsaußen erfolgreich nach. Spätestens ab diesem Moment war klar, dass der größere Wille entscheiden würde, wer als Sieger vom Feld gehen würde. Auch die „Pirates“ zeigten Moral. Vom Ausgleich zum 19:19 ließ sich die Belgierin Andrea Mertens auch nicht durch die beherzte Umklammerung ihrer Gegenspielerin abbringen. Ein Sonderlob geht an die beiden Torfrauen: Sowohl Kriftels Melanie Nickel als auch Ober-Eschbachs Sophie Löbig bewahrten ihr Team mit starken Paraden in der Schlussphase vor einer Niederlage.

„Unser Spiel unterlag zu vielen Schwankungen, und wir haben uns insgesamt zu viele technische Fehler erlaubt“, erklärte Hölzinger. In den entscheidenden Phasen habe auch die Erfahrung von Juliane Grauer gefehlt. Grauer musste aufgrund eines Schleudertraumas passen. Auf Krifteler Seite konnte derweil Cathrin Groetzki wegen Kniebeschwerden nicht mitwirken. Zudem verdrehte sich Mitte der ersten Halbzeit auch Simona Laurito das Knie. Es ist aus Krifteler Sicht zu hoffen, dass bei beiden längere Ausfallzeiten ausbleiben. Mit komplettem Kader und dem gezeigten Kampfgeist ist der Sprung aus den Abstiegsrängen möglich. Das wünscht sich selbst der Trainer der Gäste. „Sie haben sich den Punkt heute redlich verdient und ich denke, dass sie die Klasse halten werden. Für den Handball in der Region gibt es nichts Schöneres als dieses Derby“, so Hölzinger.

Kriftel: Nickel, Weißer – von Moltke (8/5), Lorenz (4), Pfuhl (4), Nitzke (2), Göbel (1), Thun (1), Laurito (1), Janssen (1), Rosenbaum, Koerber, Weber. Ober-Eschbach: Baranowska, Löbig – Lichtlein (5), Mertens (5/2), Schwering (4), Bucher (2), Özer (2), Zsigmond (2), König (1), Riedel (1), Djini, Orban.

(rk)

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