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Tennis-Regionalliga Südwest: Geschafft! Der TV Haßloch ist Meister

Vor Saisonbeginn wäre es eine Sensation gewesen, vor dem letzten Spielwochenende hatte aber niemand mehr so wirklich am Titelgewinn der Herren des TV Haßloch in der Tennis-Regionalliga Südwest gezweifelt.
Luca Pancaldi (links), Ricardo Urzua Rivera TVH Rüsselsheim Foto: Uwe Kramer Luca Pancaldi (links), Ricardo Urzua Rivera TVH Rüsselsheim
Rüsselsheim. 

Schon vor dem finalen Heimspieltag waren die letzten Zweifel am Titel für den TV Haßloch ausgeräumt. Mit dem hochverdienten 5:4 bei Verfolger TK GW Mannheim II sicherten sich die Haßlocher die Meisterschaft. Jedoch beenden der Aufsteiger die Saison nicht ungeschlagen. Gestern gab es gegen Absteiger TZ/DJK Sulzbachtal noch eine 3:6-Niederlage, die die Stimmung am Haßlocher Grohfeld beim Sommerfest aber nicht trüben konnte.

Die kluge Personalpolitik der TVH-Verantwortlichen vor der Saison hatte sich am Ende als ausschlaggebend herausgestellt. Die drei Neulinge im Aufgebot erwiesen sich als Glücksgriff. Der Deutsch-Bolivianer Hugo Dellien zählt zu den stärksten „Einsern“ der Liga, der Italiener Luca Pancaldi nur eine Niederlage hinnehmen, und auch der Münchener College-Spieler Tim Rützel überzeugte, selbst wenn er die Saison mit einer leicht negativen Bilanz beendete.

Nach den ersten Siegen hatten sich die Rüsselsheimer lange Zeit in der Rolle des Außenseiters wohlgefühlt, der nicht aufsteigen müsse. Nun darf sich das Haßloch über die sportliche Qualifikation zur Zweiten Liga freuen. Ob der kleine Klub aus dem Rüsselsheimer Osten die sportliche Herausforderung tatsächlich annimmt, das ließ Tennis-Spartenleiter Joachim Heil jedoch noch offen. In den kommenden Wochen werden die Möglichkeiten ausgelotet, eine Entscheidung werde wohl erst im Dezember fallen.

TK GW Mannheim II – TV Haßloch 4:5. Rund 70 Haßlocher Anhänger wollten es sich nehmen lassen, Augenzeuge des Zweitligaaufstiegs ihres Teams zu werden. Den würdigen Rahmen jedoch vermisste TVH-Sportwart Bernd Schwenger jedoch. Auf der Mannheimer Bundesligaanlage „Am Neckarplatt“ fehlten neben einem Oberschiedsrichter auch die obligatorischen Getränkekästen für die Gastmannschaft. Also fuhren die Haßlocher nach der spontanen Bierdusche für die Mannschaft und Sportchef Schwenger vor Ort dann noch in die eigene Tennishütte, wo der Abend bei kühlen Getränken und Pizza ausklang. Eingelöst wurde zugleich der Wetteinsatz für die Meisterschaft: Jeder Spieler musste sich einer Beinenthaarung mittels Haarwachs unterziehen.

In Mannheim hatte es drei knappe Entscheidungen im Match-Tiebreak gegeben, wobei nur Pancaldi an Positron zwei gewinnen konnte (10:8). Nach der ersten Runde führte Haßloch mit 3:0, nach der zweiten Runde hieß es 4:2. „Durch das 3:0 war der große Druck raus“, berichtete Schwenger, dessen Team in der zweiten Runde bei einem glatten Spielgewinn von Luca Gelhardt knappe Niederlagen von Tim Rützel und Spitzenmann Dellien quittieren musste. Der Deutsch-Bolivianer hatte sich im Match-Tiebreak durch sieben Punkte in Serie vom 3:9 zum 10:9 einen Matchball verdient, den er aber nicht nutzen konnte. In den Doppeln ging der Plan auf. Im dritten Doppel war das Duo Luca Gelhardt/Kai Lemke deutlich überlegen und sorgte fürs 5:2. Die beiden anderen Spiele gingen verloren - was aber keine Rolle mehr spielte.

Statistik: Robin Kern – Hugo Dellien 4:6, 6:1, 12:10; Martin Fischer – Luca Pancaldi 6:2, 3:6, 11:13; Max Rausch – Ricardo Urzu Rivera 6:4, 6:4; Thorsten Bertsch – Luca Gelhardt 1:6, 0:6; Daniel Steinbrenner – Kai Lemke 0:6, 1:6; Kern/Rauch – Dellien/Urzua Rivera 0:6, 6:1, 10:12; Fischer/Bertsch – Pancaldi/Rützel 6:3, 6:0; Steinbrenner/Holzmann – Gelhardt/Lemke 1:6, 2:6.

TV Haßloch – TZ/DJK Sulzbachtal 3:6. „Nach dem Sieg in Mannheim war die Spielfähigkeit noch nicht ganz wieder hergestellt“, gestand Schwenger. Haßloch war der Titel nicht mehr zu nehmen und die Saarländer konnten den vorletzten Tabellenrang - und damit wohl einen Abstiegsplatz - nicht mehr verlassen. Die Feier am Tag zuvor hatte Folgen. Pancaldi musste an Position zwei überhaupt erst seine erste Niederlage hinnehmen und anfangs reichte es nur durch TVH-Urgestein Kai Lemke zu einem knappen Erfolg im Match-Tiebreak. Auch in der zweiten Runde gelang nur Spitzenmann Hugo Dellien ein Erfolg gegen den auf ATP-Rang 451 geführten Mazedonier Ljubomir Celebic. Für den Chilenen Ricardo Urzua Rivera gab es zeitgleich eine knappe Niederlage im Match-Tiebreak, die das mögliche 3:3 vor den Doppeln verhinderte. Dort reichte es nur noch zum dritten Zähler durch das Spitzendoppel Luca Pancaldi/Ricardo Urzua Rivera.

Statistik: Hugo Dellien – Ljubomir Celebic 7:5, 6:3; Luca Pancaldi – Lukas Ollert 4:6, 4:6; Ricardo Urzu Rivera – Mario Radic 6:4, 4:6, 6:10; Luca Gelhardt – Boris Conkic 2:6, 2:6; Tim Rützel – Marc Herrmann 2:6, 2:6; Kai Lemke – Milan Welte 7:5, 5:7, 10:7; Pancaldi/Urzua Rivera – Ollert/Mario Radic 6:4, 6:4; Rützel/Lemke – Celebic/Conkic 4:6, 0:6; Gelhardt/Jan Schuchter 2:6, 4:6.

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