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Ausstellung zu Insektensterben wirbt mit toter Biene Maja

Eine Biene sitzt auf der Blüte eines Löwenzahn. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv Eine Biene sitzt auf der Blüte eines Löwenzahn.
Kassel. 

Mit einer provokanten Ausstellung prangert das Kasseler Naturkundemuseum ab Donnerstag das Insektensterben an. „Wir sind im Jetzt und Heute - das ist eigentlich unmuseal”, sagte Museumsleiter Kai Füldner bei der Vorstellung der Schau am Mittwoch. Allerdings sei das Naturkundemuseum der richtige Ort, um Dinge auf den Punkt zu bringen. So wirbt die Ausstellung „Ausgesummt” mit einer toten Comic-Figur, die an die Biene Maja erinnert. Es werden aufwendige Installationen gezeigt, eine Windschutzscheibe mit zermatschten Insekten und eine Nachrichtensendung für Insekten, die über Tod und Vergiftung berichtet.

Die Schuld für das Insektensterben weist die Ausstellung der industriellen Landwirtschaft, aber auch den Konsumenten in einer globalisierten Welt zu. Selbst als bienenfreundlich eingestufte Insektengifte seien „Killer”, erklärte Füldner. Getreidefelder glichen teilweise eine „ökologischen Wüste”. Das Museum hat die Ausstellung selbst entworfen und für wenige zehntausend Euro realisiert.

Füldner gibt als Grundlage der Schau eigene Recherchen an. Durch die naturkundliche Sammlung des Museums könne man solche provokanten Aussagen treffen. Die Stadt Kassel steht hinter dem Projekt: „Das ist ein wichtiges Thema, das so ein Ausrufezeichen verdient”, sagte Kulturdezernentin Susanne Völker. Die Sonderausstellung „Ausgesummt - Das Insektensterben und seine Folgen” wird am Donnerstagabend eröffnet und ist dann im Kasseler Naturkundemuseum vom 15. Juni bis zum 14. Oktober zu sehen.

(dpa)
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