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Sechs Tipps: Das machen Schweden, um in der dunklen Jahreszeit bei Laune zu bleiben

Von Es ist dunkel, kalt und grau in Deutschland: Viele von uns haben schlechte Laune und werden einfach nicht warm mit der Dunkelheit. Wir haben mit Schwedin Louise Månsson gesprochen und gefragt, wie sich ihre Landsleute im Winter behelfen.
Gute Laune im Winter? So machen es die Schweden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Gute Laune im Winter? So machen es die Schweden.
Louise Mansson Bild-Zoom Foto: Privat
Louise Mansson

Viele Deutsche wünschen sich die warmen Tage des Jahres zurück, aber der Winter kommt und ist nicht aufzuhalten. Besonders jetzt ist es für uns schwer bei Laune zu bleiben. Also haben wir uns Tipps von einer Schwedin geholt, wie man sich am Besten gegen die Winterdepression wehrt. Louise Månsson ist selbstständige Kommunikationsberaterin und lebt seit zwanzig Jahren in Deutschland und doch erinnert sie sich noch gut, wie es ist, wenn es im Winter wirklich nicht mehr hell wird.

Viel Licht - Kerzen und Kamine

„Wenn man in Schweden im Winter unterwegs ist, sieht man überall Lichter. Die Häuser sind hell erleuchtet. Ob Kerzen, kleine Lampen oder der Kamin: Das Licht ist allgegenwärtig. Denn wir müssen einen klare Abgrenzung zur Dunkelheit draußen schaffen. Bei uns achtet auch niemand auf die Strompreise. Denn wenn wir einen Raum verlassen, machen wir - anders als in Deutschland – nicht das Licht aus. Auch gibt es in Schweden extra Lichträume, die die Bürger besuchen können, damit sie im Winter keine schlechte Laune bekommen. Das nutzen allerdings nicht alle.“

Ein Stromausfall kann immer vorkommen - besser also, man hat immer ein paar Kerzen zuhause. (Bild: dpa)

Bewegung - Draußen unterwegs

„Sport, Spazierengehen oder mit dem Fahrrad fahren: Das machen wir auch in den Wintermonaten regelmäßig. Die Bewegung hilft gute Laune zu behalten und außerdem ist man an der frischen Luft. Denn wir in Schweden sagen immer ‚Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung.‘ Das heißt, wir sind draußen unterwegs, sobald es nicht dauerhaft regnet.“

Ein Kind fährt bei Regenschauern mit Schirm und Fahrrad über eine Brücke. Foto: Marc Tirl/Archiv

Ernährung - Obst und Süßes

„Besonders im Winter achten wir darauf, dass wir genug Obst essen: Hier mal eine heiße Zitrone oder eine Mandarine. Besonders die Zitrusfrüchte halten den Körper wach und vital. Aber natürlich gibt es auch bei uns im Winter viel Gebäck, zum Beispiel Zimtschnecken, die wir dann mit auf Ausflüge in den Wald oder an den See nehmen. Was auch besonders ist in Schweden, ist dass es gerade im Winter viele Rezepte gibt, wie man am Besten draußen grillt oder eine leckere heiße Schokolade macht.“

Ein Klassiker unter den Gebäcksorten: Der Pflaumenkuchen ist ein beliebter Leckerbissen. Foto: Michael Holz/BVEO

Freizeit - Natur und frische Luft

„Auch wenn es im Winter kalt ist, sind wir viel draußen. Sobald es trocken ist, genießen wir den Tag in der Natur oder bei einem traditionellen schwedischen Picknick – Fika genannt – draußen im Garten. Dann nehmen wir uns unsere Thermoskanne mit Tee oder heißer Schokolade mit und genießen die Natur. In Deutschland wird man komisch angeschaut, wenn man vorschlägt Kuchen im November draußen zu essen, aber es ist wirklich schön. Denn die Kinder können spielen und man ist an der frischen Luft.“

Schnee-Selfie: Mit einer speziellen App lässt sich das Erlebte fix mit Familie und Freunden teilen.

Gemeinschaft - Freunde und Familie

„In Deutschland ist es anders als in Schweden: Wenn sich die Leute treffen, gehen sie meistens zusammen Essen oder treffen sich in einer Bar. In Schweden aber treffen wir uns bei Freunden zuhause, essen gemeinsam oder spielen was. In den gemütlichen warmen Häusern ist es schön zusammen zu sein. Vor allem das erwähnte Fika wird viel gemacht. Auch ist es besonders im Winter Tradition, den Freitagabend gemeinsam mit der Familie und Freunden zu Hause auf dem Sofa zu verbringen. Da kuschelt man sich dann zusammen unter Decken ein, spielt etwas oder schaut Fernsehen. Dieses Brauchtum heißt fredagsmys und bedeutet Freitagsgemütlichkeit.“

Wenn es draußen kälter wird, muss man sich wieder von innen wärmen. Das geht mit besonders gut mit einer Tasse Ingwer-Tee. Foto: Ole Spata

Wärme - Dicke Socken und Heizung

„Im Winter wird es richtig kalt in Schweden - in Stockholm sind es gerne mal -5 Grad, weiter nördlich noch kälter. Wir packen uns dann richtig warm ein, wenn wir raus gehen. Lange Unterhosen sind keine Ausnahme. Da ist es für uns auch echt wichtig sich wieder richtig aufwärmen zu können, wenn wir drinnen sind. In den Häusern ist es immer wohlig warm, so dass wir auch im T-Shirt sein können. Auf Heizkosten achtet da keiner. Mich wundert es immer, wenn ich in Deutschland im Winter trotzdem einen Pullover im Haus tragen muss.“

Weihnachtsidyll: Hinter einem mit getauten Schneeflocken bedecktem Fenster leuchten in Kaufbeuren in Bayern zwei brennende Kerzen an einem Adventskranz. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Wer sich mal anschauen will, wie die Schweden Weihnachten feiern, kann dies auf dem schwedischen Weihnachtsmarkt in Preungesheim am ersten Adventswochenende machen.

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