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Deutlich mehr Asylverfahren bei den Verwaltungsgerichten

Darmstadt/Wiesbaden. 

Die Zahl der Asylverfahren an den hessischen Verwaltungsgerichten ist deutlich gestiegen. Rund 29 800 Haupt- und Eilverfahren sind 2017 bei den fünf Verwaltungsgerichten eingegangen, wie das Justizministerium am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Das waren ungefähr zweieinhalb Mal so viele wie 2016. Damals zählten die Verwaltungsgerichte in Frankfurt, Gießen, Kassel, Darmstadt und Wiesbaden insgesamt knapp 11 800 Eingänge.

Der Unterschied sei dadurch zu erklären, dass 2016 noch nicht so viele Anträge des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge abgeschlossen waren, hieß es im Ministerium. Im laufenden Jahr gingen die Zahlen deutlich zurück.

„Bei den Eingängen ist die Riesenwelle etwas abgeebbt”, berichtete auch die Präsidentin des Verwaltungsgerichts Darmstadt, Dagmar Rechenbach. Trotz aufgestockter Richterstellen gelte jedoch: „Den Bestand können wir so schnell gar nicht abbauen.”

Das größte Verwaltungsgericht in Frankfurt rechnet ebenfalls mit weniger Eingängen in diesem Jahr. Trotz zweier neuer Planstellen werde es jedoch dauern, bis der Berg an Verfahren abgearbeitet werden könne, sagte Sprecherin Gabriele Förster.

(dpa)
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