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Gewerkschaftsbund kritisiert Auszeichnung für Roland Koch

Roland Koch. Foto: Uwe Anspach/Archiv Roland Koch.
Wiesbaden/Frankfurt. 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die geplante Auszeichnung des ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) mit der Wilhelm Leuschner-Medaille scharf kritisiert. Dies sei „absolut unverständlich und nicht nachvollziehbar”, heißt es in einem offen Brief der Vorsitzenden des DGB Hessen-Thüringen, Gabriele Kailing. Die Medaille ist die höchste Auszeichnung des Landes.

Kailing schrieb in dem am Dienstag veröffentlichen Brief, der damalige Ministerpräsident Georg-August Zinn habe die Medaille gestiftet, um Leuschners politisches Erbe und das der Opfer des 20. Juli 1944 zu ehren. Leuschner habe sich für Menschenwürde, Freiheit, Gerechtigkeit und Wahrheit eingesetzt; 1944 wurde er als Widerstandskämpfer von den Nazis ermordet.

Die Medaille sei für Personen bestimmt, die in diesem Geiste gewirkt hätten, schrieb Kailing. „Absolut nicht akzeptabel” sei jedoch die Verleihung an einen Mann wie Koch, der den von Leuschner vertretenen gewerkschaftlichen Einheit-Gedanken zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen „mit dem Austritt des Landes Hessen aus der Tarifgemeinschaft der Länder sprichwörtlich mit den Füßen getreten hat”. Zudem habe Koch mit seiner Unterschriftenaktion im Wahlkampf 1999 gegen die Reform des deutschen Staatsbürgerschaftsrechts ausländerfeindliches Gedankengut bedient. Die Preisverleihung findet traditionell am 1. Dezember statt.

(dpa)
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