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Wetter: Hessen trocknet aus: Waldbrandgefahr steigt

Nachdem die vergangenen Monate bereits Temperaturrekorde aufgestellt haben, machte im Juni vor allem die Trockenheit vielen Regionen Hessen zu schaffen. Ganz im Norden sprechen die Experten sogar schon von "schwerer Dürre".
Foto: Rolf Vennenbernd (dpa)

Die letzten Monate war es zu warm und zu trocken. Laut dem hessischen Landesamt für Naturschutz lagen die Temperaturen weit über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. So war der Mai 2018 der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881. 

Die ungewöhnliche Trockenheit belastet aktuell vor allem den Norden Hessens. Der Deutsche Wetterdienst spricht für den nördlichen Teil unseres Bundeslandes von einer "mäßigen Dürre", im äußersten Norden spricht er von einer "schweren Dürre".

 

Alles rund um Hitze und Trockenheit in Hessen lesen Sie hier: Themenpaket

 

Im Juni ist nur halb so viel Regen gefallen wie normal. Nur 33 Millimeter anstatt der üblichen 69 Millimeter. Deshalb gehen die Pegel der Flüsse und Seen zurück. Vor allem die Wasserstände des Rheins sinken aufgrund der Trockenheit. Im Hochtaunus sind auch größere Fließgewässer nur noch schmale Rinnsale. Nur der Main ist von der Dürre noch unbeeindruckt, dort regulieren die vielen Staustufen die Wassermenge, wie das zuständige Wasserschifffahrtsamt Aschaffenburg auf Anfrage mitteilt.

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Die Seen werden durch die niedrigeren Pegelstände wärmer. Von 72 Messstellen zeigen 24 Stationen Wassertemperaturen zwischen 20 und 25 Grad an. Das mag den Badegast freuen, allerdings geht der Sauerstoffgehalt der Gewässer dadurch zurück. Das macht Fischen und Pflanzen sehr zu schaffen.

Gewässerwart Lukas Mank hebt einen Wildkarpfen, der sich zu den Forellen in den Gumpen verirrt hat und den er zuvor mit seinem Elektroabfischgerät leicht betäubt hat, in den von Jörg Baumann gehaltenen Kescher.
Rettung in letzter Minute Forellen drohten in der Weil zu ersticken

Die Weil ist wieder trockengefallen. In den letzten verbliebenen Gumpen wuseln Hunderte Forellen, die aber dem Tod geweiht sind, weil bald der Sauerstoff fehlen wird. Mitglieder des Fischereisportvereins Oberlahn haben am Samstag wegen der Trockenheit eine große Rettungsaktion gestartet.

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Im  Rhein-Main-Gebiet und in Mittelhessen ist die Gefahr von Waldbränden stark gestiegen. In Limburg schaut man aktuell mit Sorge auf die Wetterkarte.Denn die Waldbrandgefahr ist dort deutlich gestiegen. Auch im Wetteraukreis fällt kein richtiger Regen.Die Feuerwehren in Karben und Bad Vilbel rechnen ständig mit einem Einsatz und appellieren an den gesunden Menschenverstand der Bevölkerung. 

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