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Tödlicher Virus: Mückenart in Hessen kann Zika-Virus übertragen

Die Bedrohung durch das tödliche Zika-Virus scheint den meisten beruhigend fern. Doch deutsche Experten warnen: Die asiatische Tigermücke als Überträgerin macht sich auch hierzulande immer stärker breit.
Der Zika-Virus wird vermutlich durch den Stich einer Mückenart übertragen. Foto: Gustavo Amador Der Zika-Virus wird vermutlich durch den Stich einer Mückenart übertragen. Foto: Gustavo Amador
Frankfurt. 

Biologen warnen vor einer Übertragung des Zika-Virus durch die in Deutschland vorkommende asiatische Tigermücke. Diese Art breite sich seit Jahren in Deutschland aus. «Der Anteil dieser exotischen Mückenart ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen», sagte die Biologin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung der «Rheinischen Post» (Mittwochsausgabe). So sei die aggressive Tigermücke vor allem in Baden-Württemberg verbreitet, komme aber mittlerweile auch in Teilen von Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Thüringen vor.

«Die asiatische Tigermücke gilt nach der Gelbfiebermücke als der wichtigste Überträger von Erregern wie dem Zika-Virus», bestätigte dem Zeitungsbericht zufolge der Mückenexperte Norbert Becker. Becker lehrt an der Universität Heidelberg und ist für die Weltgesundheitsorganisation WHO tätig.

Am Dienstag (Ortszeit) hatten US-Behörden zudem erstmalig eine durch ungeschützten Sex erfolgte Infektion mit dem Zika-Virus gemeldet. Die betroffene Person habe sich beim Geschlechtsverkehr mit jemandem angesteckt, der aus einem vom Virus stark betroffenen Land zurückgekehrt sei, so die Gesundheitsbehörde in Dallas (Texas). «Jetzt wissen wir, dass das Virus durch Sex übertragen werden kann», sagte Behördendirektor Zachary Thompson.

Bilderstrecke Die 10 tödlichsten Krankheiten der Welt
Es ist die Top Ten des Grauens: Unsere Bilderstrecke zeigt die 10 tödlichsten Krankheiten der Welt, gemessen an der Sterberate. Einige der Plagen sind bereits ausgerottet, andere  auch in der heutigen Zeit noch äußerst gefährlich.<br><br><b>Platz 10:</b> Milzbrand ist eine tückische Krankheit, die auf der ganzen Welt vorkommt. Am gefährlichsten ist der Lungenmilzbrand, denn selbst bei sofortiger Behandlung mit Antibiotika ist die Sterberate sehr hoch. Der Tod tritt in der Regel bereits nach drei bis sechs Tagen statt. Da Milzbrand sich als biologische Waffe eignet, und als solche schon eingesetzt wurde, ist die Krankheit gut erforscht.<b>Platz 9:</b>Im Jahr 2012 gab es weltweit etwa 35,3 Millionen HIV-positive Menschen, davon starben 1,9 Millionen. Unbehandelt liegt die Lebensdauer Schätzungen zufolge bei 9 bis 11 Jahren. Aufgrund des geschwächten Immunsystems kommt es oft durch Krankheiten wie einer Lungenentzündung zum Tod. Bei rechtzeitiger Therapie kann die Lebenserwartung jedoch so hoch wie bei einem gesunden Menschen liegen.<b>Platz 8:</b>Das Ebolafieber ist eine Infektionskrankheit, die je nach Virusart in bis zu 90% aller Fälle tödlich enden kann. In Westafrika wurde zuletzt im Jahr 2014 ein Ausbruch gemeldet, der bislang größte. Betroffene müssen oft Fieber, Kopfschmerzen, Schwindelanfälle und Kraftlosigkeit ertragen.
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