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Mutmaßlicher Mittäter des Doppelmords in Höfen festgenommen

Drei Wochen nach dem Doppelmord von Höfen kann die Polizei einen weiteren Fahndungserfolg melden: Ein zweiter Tatverdächtiger wurde festgenommen. Die Fahndung nach einem weiteren Mann läuft noch.
Einer Person werden Handschellen angelegt. Foto: Andreas Gebert/Archiv Einer Person werden Handschellen angelegt. Foto: Andreas Gebert/Archiv
Königsdorf. 

Im Fall des Doppelmordes von Höfen bei Bad Tölz hat die Polizei überraschend einen dritten Tatverdächtigen ermittelt. Drei Wochen nach dem Verbrechen wurde der 32-jährige Pole in seiner Heimat festgenommen, wie die Polizei in Rosenheim am Freitag mitteilte. Eine Polin sitzt bereits in Untersuchungshaft, nach ihrem Bruder wird weiter gefahndet.

Der 32-Jährige war zunächst als Zeuge gesucht worden. Er war am frühen Morgen des 23. Februar, wenige Stunden nach dem Verbrechen, mit den beiden anderen Tatverdächtigen von einer Überwachungskamera gefilmt worden - und zwar an einer Tank- und Rastanlage an der Autobahn von Garmisch-Partenkirchen nach München (A 95). Der Kripo gelang es, seine Identität und seinen Wohnort im Raum Bamberg ausfindig zu machen.

Und siehe da: In der Wohnung des Mannes und im näheren Umfeld fanden die Beamten der Sonderkommission „mehrere tatrelevante Gegenstände”, wie es in der Mitteilung der Polizei heißt. Nähere Einzelheiten dazu wurden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht gemacht. Auch wenn die spurentechnische Auswertung noch ausstand, sprachen die Indizien „eindeutig für eine direkte Tatbeteiligung des 32-Jährigen”. Daraufhin wurde mit internationalem Haftbefehl nach ihm gesucht. Und die polnische Polizei wurde fündig: Am Donnerstag klickten bei dem Mann in der südpolnischen Stadt Rzesow die Handschellen.

In dem Haus in Höfen waren in der Nacht zum 23. Februar eine Frau (76) aus dem Raum Frankfurt am Main und ein Mann (81) aus Nordrhein-Westfalen ermordet worden. Beide waren Bekannte der Bewohnerin. Die 76 Jahre alte Hauseigentümerin war von den Tätern schwer verletzt zurückgelassen worden. Sie war bisher noch nicht vernehmungsfähig.

Eine 49 Jahre alte Polin und Ex-Pflegerin der Hausbewohnerin sitzt inzwischen wegen Verdachts der Beihilfe zum zweifachen Mord und versuchten Mord in Untersuchungshaft. Weiterhin gesucht wird nach ihrem Bruder, einem 43-Jährigen. Gegen ihn besteht dringender Tatverdacht, denn seine DNA wurde auf dem Grundstück gefunden. Auch ihn vermutet die Polizei in seiner Heimat.

Der grausame Überfall, der auch in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst” aufgerollt wurde, hatte die Menschen in der Region erschüttert. Der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp, sprach vor wenigen Tagen von einer „schockierenden und sehr brutalen Tat, die für die Region einzigartig ist” und die das Leben dort ein Stück weit „aus den Fugen gebracht” habe.

(dpa)
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