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Petry: AfD könnte noch weiter nach rechts rücken

Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry spricht in Rodgau (Hessen). Foto: Frank Rumpenhorst Die ehemalige AfD-Chefin Frauke Petry spricht in Rodgau (Hessen).
Rodgau. 

Aus Sicht der früheren AfD-Chefin Frauke Petry (42) ist es nicht ausgeschlossen, dass die umstrittene rechtspopulistische Partei in Zukunft noch weiter nach rechts rückt. Schon jetzt habe sich der rechte Flügel um Björn Höcke mit seiner Strategie durchgesetzt und sei im Begriff, die Partei ohne eigene Mehrheit zu übernehmen.

Der Rechtstrend der Partei zeige sich etwa auch beim Parteitag der hessischen AfD am Samstag. Hier habe der 42 Jahre alte AfD-Politiker Andreas Lichert gute Chancen, in den Vorstand aufzusteigen. „Lichert ist beispielsweise als Vorsitzender des 'Instituts für Staatspolitik' in Sachsen-Anhalt aktiv. Wenn solche Leute Einfluss gewinnen, dann ist das bezeichnend”, sagte Petry der Deutschen Presse-Agentur. Der Verein gilt als Denkfabrik der Neuen Rechten in Deutschland.

Petry fügte hinzu, sie gehe davon aus, dass sich künftig weitere gemäßigte Parteimitglieder aus der AfD verabschieden, was wiederum das Gewicht zugunsten radikaler Kräfte verschiebe. Die frühere Parteichefin hatte die AfD mit Hinweis auf deren „Radikalisierung” verlassen. Sie ist fraktionslose Bundestagsabgeordnete.

Am Samstag war sie im hessischen Rodgau um den Startschuss für ihr neues Bürgerforum „Blaue Wende” zu geben. Petry erklärte am Samstag vor rund 70 Teilnehmern in Rodgau bei Frankfurt am Main, sie wolle in Zukunft Liberale und Konservative vertreten, die sich einig seien, „dass es einen funktionierenden Staat geben muss”.

(dpa)
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