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Manfred S.: Sadistischer Serienmörder: Ermittler prüfen 220 Hinweise

In den Fall des mutmaßlichen Serienmörders Manfred S. könnte Bewegung kommen. Mehr als 220 Hinweisen gehen die Ermittler nach – unter anderen zu einem Unbekannten, der sich nach dem Mord an Tristan telefonisch als Täter gemeldet hatte.
Das LKA veröffentliche mehrere Fotos des verstorbenen Tatverdächtigen, über 200 Hinweise gingen schon ein. Foto: Frank Rumpenhorst (dpa) Das LKA veröffentliche mehrere Fotos des verstorbenen Tatverdächtigen, über 200 Hinweise gingen schon ein.
Frankfurt/Wiesbaden. 

Im Fall des mutmaßlichen Serienmörders Manfred S. werden rund 220 Hinweise überprüft. Fünf davon haben den Ermittlern zufolge eine hohe Priorität, 20 andere werden als besonders interessant eingeschätzt. Überprüft werden müssten allerdings alle 220 Hinweise, „weil man nicht weiß, was dahinter stecken könnte”, sagte die Chefin des Landeskriminalamtes, Sabine Thurau, in Wiesbaden auf Anfrage.

Der 2014 verstorbene Manfred S. steht unter dem Verdacht, bis zu zehn Menschen aus sadistischen Motiven ermordet zu haben. Darunter könnte auch der 1998 getötete Frankfurter Schüler Tristan sein. Die Ermittler schließen nicht aus, dass es möglicherweise noch mehr Opfer gibt und S. einen Mittäter oder Mitwisser hatte.

Zu den neuen Hinweisen gehören Anhaltspunkte zu einem Unbekannten, der sich nach dem Mord an Tristan telefonisch mit verwaschener Stimme und leicht hessischem Zungenschlag als Täter bei der Polizei gemeldet hat. Ob es Tristans Mörder oder ein Trittbrettfahrer war, ist noch ungeklärt.

Die Auswertung der Fingerabdrücke auf der Klarinette des Hobbymusikers Manfred S. ist auch noch nicht abgeschlossen. Sie soll vor allem Hinweise darauf geben, ob der 2014 gestorbene Rentner aus Schwalbach auch der Mörder von Tristan war. In einem Heft des 13-Jährigen war ein blutiger Fingerabdruck gefunden worden, der dem Verdächtigen bislang nicht zugeordnet werden konnte. (dpa)

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