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Wintersemester: Zahl der Studenten in Hessen bleibt hoch: Wohnungen fehlen

In Hessen startet das Wintersemester. Tausende Erstsemester haben sich an den Universitäten des Landes eingeschrieben. Wie die Zahl der Studierenden bleibt auch die Wohnungsnot auf hohem Niveau.
Die Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv Die Goethe-Universität in Frankfurt am Main.
Wiesbaden. 

Mit dem Start des Wintersemesters am Montag (15. Oktober) stehen den Universitäten und den Studienanfängern aufregende Tage bevor. Allein Hessens größte Uni in Frankfurt verzeichnet nach vorläufigen Zahlen etwa 9550 Erstsemester. „Die Gesamtstudierendenzahl der Goethe-Universität dürfte im Wintersemester 2018/19 bei 48 000 Studierenden liegen”, sagte ein Sprecher. Die beliebtesten Fächer sind demnach Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Studienplätze sind in Frankfurt etwa noch bei den Bachelor-Studienfächern Soziologie und Ethnologie frei.

An der Uni Gießen gehen im Wintersemester voraussichtlich etwa 6500 Erstsemester an den Start. Die Zahl bleibt im Vergleich zum Vorjahr weitgehend konstant. Insgesamt dürfen dann im Wintersemester etwa 28 000 Frauen und Männer an Hessens zweitgrößter Universität studieren. Weiteren Angaben der Hochschule zufolge sind vor allem Studienplätze in Wirtschafts, Sport- sowie Agrarwissenschaften gefragt.

Die Uni Kassel rechnet im Vergleich zum Vorjahr mit einer leicht sinkenden Studentenzahl. Wie viele Erstsemester dort am Montag ein Studium starten, teilte ein Sprecher der Hochschule zunächst nicht mit. Bliebe es bei den erwarteten Zahlen, wären im Wintersemester etwa 25 000 Studenten an der Uni Kassel eingeschrieben, hieß es. Am stärksten nachgefragt seien in diesem Wintersemester die Studiengänge Lehramt an Grundschulen sowie die Bachelor-Studiengänge Soziale Arbeit und Psychologie. Im vergangenen Wintersemester hatten etwa 6000 Erstsemester ein Studium an der Uni Kassel begonnen.

Etwa 6000 Studierende haben sich für das erste Semester an der Uni Marburg eingeschrieben. Im Vorjahr lag die Zahl bei fast 6300 Studienanfängern. Damit studieren vorläufigen Zahlen zufolge mehr als 25 000 Frauen und Männer in der mittelhessischen Stadt. Beliebt bei den Neuankömmlingen sind nach Angaben der Uni etwa das Studium für Lehramt an Gymnasien, sowie die Studiengänge Humanmedizin, Rechtswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft und Informatik.

An der Technischen Universität (TU) Darmstadt haben sich einer vorläufigen Erhebung zufolge knapp 4000 Erstsemester eingeschrieben. „Die TU Darmstadt bleibt stabil bei knapp 26 000 Studierenden”, teilte eine Sprecherin mit. Vor allem die Wirtschaftsingenieur- und Lehramt-Studiengänge sowie Informatik und Medizintechnik stünden hoch im Kurs.

Mit dem Start des Wintersemesters rückt einmal mehr das Thema Wohnungsnot in den Fokus. Viele Studenten finden beispielsweise in Frankfurt keine bezahlbaren Unterkünfte. Um drauf aufmerksam zu machen, hat der Allgemeine Studierendenausschuss ein Camp für wohnungslose Studenten - inklusive Feldbetten - aufgeschlagen.

„Auf unserer Warteliste zum Wintersemester stehen zur Zeit noch mehr als 3000 wohnungssuchende Personen”, sagte ein Sprecher des Studentenwerks in Frankfurt. Während des Semesters werde sich die Lage entspannen, auch weil Bewerber an anderen Studienorten unterkämen. In Marburg ist die Wohnungssuche in vollem Gang. „Die Erfahrung zeigt, dass auch die spontan zum Semesterstart Ankommenden noch eine Wohnung finden. Allerdings kann, wie in vielen traditionellen Universitätsstädten, auch in Marburg die Wohnungssituation zum Semesterstart angespannt sein”, sagte Evelyn Korn, Vizepräsidentin an der Philipps-Universität Marburg.

Während der Nachwuchs in die Unis strömt, suchen noch viele Handwerksbetriebe nach Auszubildenden. Allein im Bezirk der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main sind Schätzungen zufolge mehr als tausend Ausbildungsplätze bislang unbesetzt geblieben. „Aus unserer Sicht werden die Chancen einer Karriere im Handwerk noch nicht überall erkannt”, sagte eine Sprecherin. Daher arbeite die Kammer eng mit der Goethe-Universität zusammen, um die Chancen in den 130 handwerklichen Berufen deutlich zu machen. Man wolle „zweifelnde Studenten” über Chancen der Ausbildung informieren.

(dpa)

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