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Blutspende: Zu wenig Blutkonserven wegen Grippe: Aufruf des DRK

Frische Blutkonserven bei einem Blutspendedienst. Foto: Patrick Seeger/Archiv Frische Blutkonserven bei einem Blutspendedienst.
Frankfurt/Main. 

Wegen der Grippe- und Erkältungswelle sind Blutkonserven in Hessen und Baden-Württemberg knapp. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das für beide Bundesländer einen Blutspendedienst unterhält, ruft daher verstärkt zu Spenden auf. Menschen mit grippalen Infekten sind nicht zur Blutspende zugelassen. Kranke, die Antibiotika zur Behandlung nehmen, dürfen bis zu vier Wochen nach Einnahme der Medikamente ebenfalls kein Blut spenden.

Wie eine Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes am Dienstag sagte, haben in der vergangenen Woche so wenig Menschen gespendet, dass in beiden Ländern etwa acht Prozent der normalerweise vorhandenen Konserven fehlt. „Die Notfallversorgung ist zwar gewährleistet, aber die vorhandenen Blutkonserven sind eigentlich zuwenig”, sagte die Sprecherin. Damit die Lücke bald geschlossen werden kann, ruft der DRK-Blutspendedienst alle gesunden Menschen auf, Blut zu spenden. Den aktuellen Rückgang führe man auf die Grippeerkrankungen zurück. Das Robert-Koch-Institut spreche immer noch von einer „stark erhöhten Influenza-Aktivität”, sagte die DRK-Sprecherin.

Gleichwohl habe sich die Situation in den vergangenen Wochen stetig verbessert. Noch Ende Februar fehlten etwa 15 Prozent der normalerweise vorhandenen Konserven. Die Haltbarkeit von Blut ist gering, das DRK kann daher keine langfristigen Vorräte anlegen. In Hessen werden nach Angaben des DRK täglich etwa 900 Blutkonserven benötigt; in Baden-Württemberg sind es ungefähr 1800 Konserven. Das Blut - eine Konserve enthält 500 Milliliter - wird für Operationen, zur Unterstützung von Krebspatienten und bei Unglücksfällen benötigt.

(dpa)

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