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Prozess: Zweiter Prozess gegen Dealer wegen Mordversuchs

Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv Eine modellhafte Nachbildung der Justitia.
Frankfurt. 

Zum zweiten Mal hat sich seit Mittwoch ein türkischer Drogendealer wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht Frankfurt zu verantworten. Bereits im Juli 2014 war der heute 39-Jährige in Frankfurt zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er nach einem verpatzten Drogengeschäft in Tötungsabsicht auf seinen „Geschäftspartner” mit dem Auto zugefahren sein soll. Das Opfer konnte sich mit einem Sprung zur Seite retten.

Die Fahrt des unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehenden Mannes endete an einem Baum. Gleichwohl gelang es ihm, die Tüte mit Marihuana im Wert von 18 000 Euro wieder an sich zu reißen. Das Opfer hatte ihm die Drogen vorher mit Gewalt abgenommen. Das Geschäft sollte auf einem Parkplatz in Eschborn (Main-Taunus-Kreis) abgewickelt werden. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. Möglicherweise sei es kein versuchter Mord.

Am ersten Verhandlungstag des neuen Prozesses räumte der Angeklagte das äußere Geschehen ein, bestritt allerdings einen Tötungsvorsatz. In den bislang knapp fünf Monaten in Haft habe er erfolgreich an einer Drogentherapie teilgenommen, die er fortsetzen wolle. „Meine Frau und die Kinder warten auf mich zuhause”, sagte der Angeklagte. Das Gericht hat Verhandlungstermine bis Mitte Juni anberaumt.

Während die Drogen in einem Gebüsch gefunden wurden, hatte sich der Mann nach der Tat kurzfristig in seine türkische Heimat abgesetzt. Nachdem er jedoch von einem internationalen Haftbefehl erfahren hatte, kam er von selbst nach Deutschland zurück und wurde festgenommen.

(dpa)

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