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Polizeikontrolle: 36-Jähriger liefert sich filmreife Verfolgungsjagd mit Polizei

Klingt nach Hollywood, ist aber Mörfelden: Ein Autofahrer versucht mit waghalsigen Manövern, seinen Verfolgern zu entkommen. 25 Autos und ein Hubschrauber setzt die Polizei ein, am Ende sind zwei Beamte verletzt und der angetrunkene Frankfurter gefasst.
Ein Blaulicht der Polizei. Foto: Lino Mirgeler Ein Blaulicht der Polizei.
Neu-Isenburg. 

Eigentlich ist es nur eine «ganz normale Verkehrskontrolle», die zwei Polizisten in der Nacht auf Donnerstag in Mörfelden vornehmen wollen. Doch der Autofahrer, so berichtet es ein Polizeisprecher, missachtet alle Anhaltezeichen, geht statt auf die Bremse «sofort» aufs Gas. Es beginnt eine Verfolgungsjagd durchs Rhein-Main-Gebiet, «die man aus 'Alarm für Cobra 11' kennt», sagt der Sprecher. «Rücksichtslos» und viel zu schnell jagt der Mann eine halbe Stunde lang über Bundesstraßen und Autobahnen. Beteiligt sind am Ende 25 Streifenwagen aus vier umliegenden Präsidien und ein Hubschrauber, zwei Polizisten werden verletzt.

Ihr jähes Ende findet die Jagd, als der Fahrer seinen Citroën C4 wieder von der Autobahn lenkt. Auf einer Kreuzung in Neu-Isenburg (Kreis Offenbach), so berichtet der Polizeisprecher weiter, kollidiert der Mann mit zwei Streifenwagen. Zwei Beamte aus Frankfurt, eine 27-jährige Polizistin und ihr 29-jähriger Kollege, verletzen sich im Bereich der Halswirbelsäule, sind zunächst nicht mehr dienstfähig. Trotz der Verletzten sei die Verfolgung noch glimpflich abgelaufen. «So etwas kann auch ganz anders ausgehen», betont der Polizist.

Bei der Kontrolle des Fahrers stellt sich heraus, dass es sich um einen 36-jährigen Mann aus Frankfurt handelt. Er sei wegen «einiger Delikte» bereits «hinreichend polizeibekannt», sagt der Sprecher. Der Mann sei alkoholisiert gefahren, ein Test ergibt einen Atemalkoholwert von 0,8 Promille. Er wird in Gewahrsam genommen. Ob der 36-Jährige das Fluchtauto rechtmäßig gefahren hat, steht noch nicht fest. Der Halter sei bisher noch nicht angetroffen worden, sagt der Sprecher. Den Fahrer erwarte jetzt ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.

(dpa)

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