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Keine Hinweise auf Motiv: Brand vor islamischem Gebetsraum in Marburg - Tasche entzündet

Feuer vor einem islamischen Gebetsraum in Marburg - die Polizei fahndet nun nach einem Verdächtigen. Er soll Brandmittel in einer Tasche entzündet haben. Die Stadt verurteilt die Tat.
In Marburg hat es vor einem islamischen Gebetsraum gebrannt. Foto: Jens Wolf/Symbolbild In Marburg hat es vor einem islamischen Gebetsraum gebrannt.
Marburg. 

Ein Unbekannter hat den Inhalt einer Tasche vor einem islamischen Gebetsraum entzündet. Der Täter sei am Freitag nach den bisherigen Erkenntnissen sofort geflohen, teilte die Polizei mit. Wegen der Wärme sei es zu einer Verpuffung des Tascheninhalts gekommen. Außerdem sei die äußere Scheibe des Doppelglases der Eingangstür geplatzt, teilte ein Polizeisprecher mit. Ein weiterer Gebäudeschaden entstand nicht.

Die Schadenshöhe wird auf rund 2000 Euro geschätzt. Verletzt wurde niemand. Es werde in alle Richtungen ermittelt, erklärte die Polizei. Die Beamten stellten die Brandmittel sicher. Aus «ermittlungstaktischen Gründen» wurden aber keine weiteren Angaben dazu gemacht. Es sei allerdings sicher, dass das Brandmittel und das Vorgehen nicht dazu geeignet gewesen seien, einen größeren Schaden zu verursachen. Die Polizei fahndet nach einem verdächtigen Mann «von normaler, unauffälliger Statur» in Kapuzenjacke.

Die Stadt Marburg verurteilte die Tat. «Ich bin erschüttert und voller Abscheu, dass in dieser friedvollen und integrationsfreudigen Stadt Menschen ein Feuer an ein Gotteshaus legen», sagte Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) laut Mitteilung. «Die betroffenen Menschen haben unsere volle Solidarität und Unterstützung. Niemand soll in dieser Stadt Angst vor Gewalt haben.»

(dpa)

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