E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Neu-Isenburg 18°C Eine Angebot von Franfurter Neue Presse

Angehörige alarmieren Polizei: Horrorfund in Schwalbach: Leichen-Teile in der Garage

Eine Familie wollte nur in der Garage des toten Opas aufräumen. Doch der Fund von Leichenteilen setzt sie und die Kleinstadt Schwalbach am Taunus unter Schock.
Beamte der Spurensicherung in der Schwalbacher Garage, in der Leichenteile in einem Faß gefunden worden sind. Foto: Maik Reuß Beamte der Spurensicherung in der Schwalbacher Garage, in der Leichenteile in einem Faß gefunden worden sind. Foto: Maik Reuß
Schwalbach. 

Zwei Fässer mit Leichenteilen sind beim Entrümpeln einer Garage in Schwalbach bei Frankfurt entdeckt worden.

Die Polizei des Main-Taunus-Kreises bestätigte am Donnerstag entsprechende Berichte dieser Zeitung. Polizeisprecher Andreas Beese sprach von «Torso, Kopf, Fuß, Unterschenkel».

 

Bilderstrecke Schauerlicher Fund: Leichenteile in Schwalbacher Garage entdeckt
Schrecklicher Fund in Schwalbach: In einer Garage sind Leichenteile in Fässern gefunden worden.Die Garage befindet sich auf diesem Anwesen.Sie war von einem Mann angemietet worden, der im August verstorben ist.

 


Den Angaben zufolge hatte ein Mann, der im August gestorben war, die Garage angemietet. Der Partner der Tochter des Verstorbenen wollte am Mittwochabend den Raum entrümpeln und machten den grausigen Fund. Wie diese Zeitung erfuhr, fanden sie zunächst die Unterschenkel und Füße in einem Faß und alarmierten die Polizei. Die Beamten öffneten ein zweites Faß und fanden dort Kopf und Korso eines Körpers.

Die Leichtenteile würden gerichtsmedizinisch untersucht, sagte Beese. «Wir stehen noch ganz am Anfang unserer Ermittlungen.» Auch das Geschlecht der Leiche steht noch nicht fest. Wie die Polizei berichtete, gebe es derzeit keine Vermissten im Main-Taunus-Kreis, die in diesem Fall als Opfer in Frage kämen.

Die separat vom Haus vermietete Garage befindet sich in der Nordstraße, einer Sackgasse inmitten der Altstadt. Es handelt sich um eine ruhige Wohngegend.

An der gemauerten weißen Garage in der Schwalbacher Altstadt standen am Donnerstag noch einige Schaulustige. Seit neun Uhr abends am Mittwoch hätten die ganze Zeit über Kriminalpolizisten in weißen Schutzanzügen den Fundort untersucht, berichteten Nachbarn. Die Angehörigen seien völlig geschockt gewesen.

Der 1946 geborene Mieter der Garage habe zwar in Schwalbach, aber nicht auf dem Anwesen gelebt, teilte die Polizei mit. Der Vermieter sagte der dpa, der knapp 70-jährige Rentner habe die Garage seit Jahren gemietet. Er sei ein unauffälliger Mann gewesen, ein Gartenbauer, der in der Garage Geräte lagerte.

Am Donnerstagnachmittag ließ ein Hundeführer den Leichenspürhund Katinka das Gelände absuchen. Die braune Mischlingshündin fand auf dem Hof aber keine Spuren. Wann die Gerichtsmediziner Ergebnisse nennen können, steht nach Beeses Angaben noch nicht fest. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft in Frankfurt geleitet.

Grausige «Torso»-Fälle haben schon in den vergangenen Jahren für Aufregung gesorgt. Nahe der Burg Frankenstein bei Mühltal entdeckten Pilzsammler im September 2012 eine männliche Leiche ohne Kopf und Beine. Sie war an Brust und Armen auffällig tätowiert. Knapp ein Jahr später schickte das Landgericht Darmstadt einen 56-Jährigen wegen Totschlags für zehn Jahre ins Gefängnis. Der Tote sei ein acht Jahre jüngerer Mitbewohner des Angeklagten gewesen. Sie seien in Streit geraten.

2003 war auf einem Parkplatz unterhalb der Burg Frankenstein eine Leiche mit abgetrenntem Kopf gefunden worden. Auch in diesem Fall wurde der Täter ermittelt, er erhielt acht Jahre Haft.


(mfo/dpa)

Neueste Blaulicht-Bildergalerien

Zur Startseite Mehr aus Blaulicht

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen