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Tödlicher Unfall: Nach Fahrradunfall in Oberrad: ADFC weiterhin gegen Helmpflicht

Ein 43-jähriger Radfahrer ist in Oberrad mit seinem Sohn auf der Lenkstange schwer gestürzt. Er verstarb noch an der Unfallstelle. Ein Fahrradhelm hätte vielleicht sein Leben gerettet. Gewissheit werden erst die Ermittlungen der Polizei bringen. Der ADFC Frankfurt ist weiterhin gegen eine verbindliche Helmpflicht für Radfahrer.
Foto: Ralph Peters (imago stock&people)
Frankfurt - Oberrad. 

Bei einem tödlichen Fahrradunfall gestern Nachmittag in Frankfurt Oberrad ist ein 43-Jähriger ums Leben gekommen. Gegen 15.30 Uhr war der Mann auf einem Rennrad in der Buchrainstraße in Richtung Wiener Straße auf dem Gehweg unterwegs. Auf der Längsstange seines Rades transportierte er seinen 8-jährigen Sohn. Das Kind trug einen Fahrradhelm, der Vater nicht.

Als der Mann schließlich auf die Straße wechseln wollte, verlor er laut ersten Ermittlungen der Polizei das Gleichgewicht, geriet ins Straucheln, überschlug sich und stürzte zu Boden. Dabei erlitt er mutmaßlich so schwere Kopfverletzungen, dass er noch an der Unfallstelle starb. Alle Wiederbelebungsversuche des herbeigerufenen Notarztes blieben erfolglos. Sein Kind, das einen Helm getragen hatte, trug bei dem Unfall nur leichte Verletzungen davon. Ob das Unfall für den Vater auch so glimpflich ausgegangen wäre, wenn er auch einen Helm getragen hätte, werden die erst Ermittlungen der Polizei an Licht bringen.

Debatte um Helmpflicht

Eine allgemeine Helmpflicht ist für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) trotz des tragischen Unglücks keine Lösung. "Ein Helm kann durchaus vor einer Kopfverletzung schützen", räumt Betram Giebeler, Sprecher des ADFC, ein. Das treffe aber nicht nur auf Radfahrer zu. Auch bei Autounfällen führten oft Kopfverletzungen zum Tod. Der Lobby-Verband fürchtet, dass eine Helmpflicht zu einem Rückgang des Radverkehrs führt. "Länder mit hohem Radverkehrsanteil wie Dänemark oder die Niederlande haben keine Helmpflicht", argumentiert Giebeler. "Es gilt das Prinzip "safety in numbers": je mehr Menschen Rad fahren, desto sicherer sind sie."

In tödlicher Fahrradunfall ohne Fremdverschulden, wie im aktuellen Fall, ist allerdings keine Seltenheit. Im Gegenteil: Im Jahr 2016 hat es laut ADFC in Frankfurt drei tödliche Fahrradunfälle gegeben. Zwei davon waren sogenannte Eigenunfälle, das heißt, der Fahrradfahrer ist ohne Fremdverschulden gestürzt.

Die Entscheidung, einen Helm zu tragen oder nicht, soll jeder Radfahrer individuell entscheiden. "Ich persönlich trage dann einen Helm, wenn ich mich wissentlich einem erhöhten Sturzrisiko aussetze, etwa beim Mountainbikefahren", sagt Giebeler. Im Alltag sei er ohne Kopfschutz unterwegs.

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