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Lacrosse: Schnell, spannend und integrativ

Teamspirit ist das, was eine funktionierende Mannschaft ausmacht. Wenn es auf dem Platz rund um die Feldgerichtstraße 29 in Frankfurt also wieder laut wird, weiß jeder: Hier wird Lacrosse gespielt. Die schnelle kanadische Sportart etabliert sich derzeit in Deutschland.
Clara Pustoslemsek (links) vom SC Frankfurt 1880 liefert sich einen Zweikampf mit einer gegnerischen Spielerin. Seit 2004 zählt sie zu den Stützen der Lacrosse-Mannschaft – auf und abseits des Platzes. Clara Pustoslemsek (links) vom SC Frankfurt 1880 liefert sich einen Zweikampf mit einer gegnerischen Spielerin. Seit 2004 zählt sie zu den Stützen der Lacrosse-Mannschaft – auf und abseits des Platzes.
Frankfurt. 

Zwölf Spielerinnen, ein Ball und zwölf Schläger, die manch einen an Schmetterlingsfänger erinnern. Und ein Spielfeld, das dem eines Eishockeyfeldes gleicht. Nur eben ohne Eis und ohne Halle. Denn diese Sportart wird im Freien gespielt – das Wetter spielt dabei keine Rolle. Lacrosse ist ein kanadischer Nationalsport, der auch hierzulande immer bekannter wird. Vor 25 Jahren in Deutschland zuerst gespielt, gibt es bereits über 25 Damen- und Herrenteams, die sich in eine erste und zweite Bundesliga einteilen. Auch eine Juniorenliga gibt es inzwischen. Beim SC Frankfurt 1880 fangen die Kleinsten in der U7 an und lernen spielerisch den Umgang mit Schläger und Ball.

Dabei gibt es große Unterschiede zwischen Frauen- und Männer-Lacrosse. Während bei den Sportlerinnen nur wenig Körperkontakt zulässig ist und es strenge Regeln gibt, geht es bei den Männern schon mal härter zu, denn bei ihnen ist fast alles erlaubt. Auch die Spieleranzahl ist unterschiedlich. Bei den Herren stehen lediglich zehn Spieler auf dem Platz und kämpfen um den Ball. Doch es geht nicht nur darum zu passen und zu fangen. Schnelligkeit sowohl im Kopf als auch in den Beinen ist gefragt. „Das Schöne am Lacrosse ist, dass man eine gute Mischung aus selbstbewussten, vorantreibenden sowie auch rückenstärkenden Spielern, die für andere Platz machen, braucht“, sagt Laura Eversmeier, die Mannschaftskapitänin des Frauenteams.

Für sie zeichnet sich das Spiel durch Schnelligkeit und Kommunikation aus. Deshalb ist ein Sieg in dieser Sportart keine Einzelleistung, sondern wird nur durch gemeinsames Agieren im Team erzielt. Das Besondere an der Sportart: Selbst wenn man mit 20 Jahren erst anfängt zu spielen, kann man trotzdem auf ein professionelles Niveau kommen.

Viel Spaß, wenig Rivalität

Nicht nur spielerisches Geschick ist von Bedeutung, auch der Zusammenhalt im Team ist wichtig. Lacrosse ist ein Mannschaftssport, der vom Teamspirit lebt. Das bedeutet, dass man nicht nur auf dem Feld als Mannschaft auftritt, sondern unabhängig von Training und Spielen etwas unternimmt. Deshalb ist es für die Mannschaften selbstverständlich, sich auch gegenseitig bei Heimspielen anzufeuern.

Zusätzlich veranstalten die Frankfurter Lacrosser regelmäßig Teamevents, bei denen deutlich wird, dass jeder freundschaftlich in den Sportclub aufgenommen wird. Für Julian Meller, 20 Jahre alter Mittelfeldspieler, zeichnet sich die Gemeinschaft auch durch Unterstützung abseits des Spielfeldes aus. „Wenn man umzieht, findet man sofort viele helfende Hände, die gerne mit anpacken.“ Während in anderen Sportarten eine große Rivalität zwischen Vereinen entsteht, spielt der Ehrgeiz beim „Laxen“ zwar im Laufe der Saison eine große Rolle, wird aber in den Sommermonaten zur Nebensache. Denn auf den vielen Spaßturnieren lernen neue und alte Spieler aus ganz Deutschland gemeinsam zu spielen. Der Teamspirit zieht sich also nicht nur durch die einzelnen Vereine. Man könnte eher sagen, dass es eine Lacrossegemeinschaft in ganz Deutschland gibt, die wie eine große Familie ist.

Das jährliche Highlight auf dem Frankfurter Platz ist der Scheider Cup, den alle Frankfurter Lacrosser gemeinsam auf die Beine stellen. Dabei wird klar, dass nur gemeinsam ein solches Tunierwochenende organisiert werden kann. Ob hinter der Kuchentheke oder als Schiedsrichter auf dem Platz: Jeder gibt sein Bestes, um das Event zu stemmen. Und vor allem wird deutlich, dass man beim SC Frankfurt 1880 Teil eines Teams ist, dass jeden Einzelnen samt seiner Stärken und Schwächen integriert.

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