Ursula Fechter kandidiert bei OB-Wahl

Die Flughafenausbaugegner schicken eine eigene Kandidatin in den OB-Wahlkampf. Ihr oberstes Ziel ist die Stilllegung der neuen Landebahn.
Ursula Fechter Ursula Fechter

Auch die Wählergemeinschaft der Frankfurter Flughafenausbaugegner (FAG) will bei der Oberbürgermeisterwahl am 11. März 2012 mit einer eigenen Kandidatin antreten. Wie Ex-FAG-Chef Manfred Kappes während einer Vollversammlung der "Bürgerinitiative Sachsenhausen gegen die neue Landebahn" (kurz BIS) vorgestern verkündete, beabsichtigt seine Parteifreundin Ursula Fechter (66) gegen Boris Rhein (CDU), Peter Feldmann (SPD) und Rosemarie Heilig (Grüne) anzutreten: "Die Kandidatur wurde von verschiedenen Seiten an mich herangetragen", sagt die Sachsenhäuser Steuerberaterin, die von 2001 bis 2011 als Stadträtin tätig war und nach eigenem Bekunden die "Verwaltung von vorne bis hinten" kennt.

Viele Fürsprecher

Um offiziell als OB-Kandidatin anerkannt zu werden, benötigt Fechter insgesamt 186 Unterschriften, von denen sie noch am Abend der Bekanntgabe ihrer Kandidatur rund 140 erhielt. "Meine Hauptziele sind die Stilllegung der Landebahn und das Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr", sagt Fechter. Die ausgewiesene Finanzexpertin möchte sich während ihrer Kandidatur für eine solide Finanz- und Steuerpolitik sowie gegen teure Prestige-Projekte wie den umstrittenen Ausbau des Museums der Weltkulturen einsetzen. Auch der Erhalt des Grüngürtels und sofortiger Lärmstudien stehen auf ihrer Agenda. Ihre Kandidatur sei vor allem als Signal an die Verwaltungsrichter in Leipzig gedacht. Auch will Fechter gezielt politikverdrossene Nichtwähler ansprechen. Die FAG kam bei der diesjährigen Kommunalwahl lediglich auf 1,4 Prozent der Stimmen. 2006 erlangte sie noch 3,8 Prozent der Wählerstimmen.

Stichwahl wäre möglich

"Sollte Boris Rhein gewählt werden, wird er es nicht im ersten Wahlgang schaffen", sagt Fechter, die mutmaßt, dass viele CDU-Wähler aus dem Frankfurter Süden diesmal gegen Rheins Partei votieren werden. mov

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